Ausführlich
Im orthopädischen Kontext ist der Streckanschlag ein wichtiges diagnostisches Kriterium: Ein fehlender, abgeschwächter oder schmerzhafter Streckanschlag kann auf verschiedene Pathologien hinweisen, darunter Bandinstabilitäten, degenerative Gelenkveränderungen (Arthrose), Entzündungen der Gelenkkapsel (Synovitis) oder Muskel-Sehnen-Verletzungen. Ein überschießender, federnder oder vollständig aufgehobener Anschlag deutet hingegen auf Hypermobilität oder Bandrupturen hin.
Typische Symptome, die auf eine Störung des Streckanschlags hinweisen können:
Schonhaltung oder veränderte Gliedmaßenstellung im Stand
Verkürzung des Schritts oder Lahmheit
Sichtbares Einknicken oder Überstrecken des Gelenks beim Gehen
Schmerzreaktion bei passiver Streckung durch den Tierarzt oder Orthopädiespezialisten
Muskelschwund (Atrophie) der gelenksnahen Muskulatur
Diagnose: Die Beurteilung des Streckanschlags erfolgt im Rahmen der klinisch-orthopädischen Untersuchung durch passives Bewegen des betroffenen Gelenks. Ergänzend kommen bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall zum Einsatz, um strukturelle Ursachen abzuklären.
Was Trittwerk leisten kann: Im Rahmen der orthopädischen Versorgung analysieren wir die Gliedmaßenstatik und Gangdynamik deines Hundes gezielt. Eine individuell angepasste Orthese oder Bandage kann dabei helfen, ein instabiles Gelenk zu stabilisieren, die verbleibende Gelenkfunktion zu unterstützen und Fehlbelastungen der benachbarten Strukturen zu reduzieren. Ziel ist es, deinem Hund mehr Sicherheit und Komfort in der Bewegung zu ermöglichen: in enger Abstimmung mit deinem behandelnden Tierarzt.
Diese Erklärung ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Ob eine Versorgung aus der Werkstatt in Frage kommt, klären wir gemeinsam mit deinem Tierarzt.