Glossar der Tierorthopädie.
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25 Begriffe zu Meerschweinchen, alphabetisch
Arthrose der Zehengelenke Meerschweinchen
Arthrose der Zehengelenke ist eine chronisch fortschreitende, degenerative Erkrankung der kleinen Gelenke an den Zehen. Bei Meerschweinchen betrifft sie vor allem die Interphalangealgelenke und das Zehengrundgelenk und führt zu Knorpelabbau, Knochenumbau und Bewegungseinschränkung. Sie ist häufig Folge von Fehlbelastung, Übergewicht oder schlechten Haltungsbedingungen.
Arthrose des Kniegelenks Meerschweinchen
Die Arthrose des Kniegelenks beim Meerschweinchen ist eine chronische, fortschreitende Degeneration des Kniegelenkknorpels mit knöchernen Umbauprozessen. Sie betrifft das femorotibiale Gelenk (zwischen Oberschenkel- und Schienbeinknochen) und führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einer zunehmend steifen Hinterhand. Aufgrund des geringen Körpergewichts und der kurzen Gliedmaßen wird die Erkrankung bei Meerschweinchen oft spät erkannt.
Ataxie der Hintergliedmaßen Meerschweinchen
Ataxie der Hintergliedmaßen beschreibt beim Meerschweinchen eine Störung der Bewegungskoordination im Bereich der hinteren Extremitäten. Die Tiere wirken unsicher, schwanken, knicken ein oder schleifen mit den Hinterbeinen. Ursache ist meist eine neurologische Beeinträchtigung, seltener eine rein orthopädische Problematik.
Ballenabszess Meerschweinchen
Ein Ballenabszess beim Meerschweinchen ist eine eitrige, abgekapselte Entzündung im Bereich der Fußsohlen (Ballen), meist als Folge einer Pododermatitis. Die Erkrankung betrifft häufig die Hinterpfoten und kann tief in Sehnen, Sehnenscheiden und Knochen vordringen. Sie gilt als schmerzhafte, chronisch verlaufende Erkrankung mit erheblicher Auswirkung auf die Bewegungsfähigkeit.
Ballenschutzpolster Meerschweinchen
Ein Ballenschutzpolster ist ein weiches, druckverteilendes Polster, das die Fußballen (Sohlen) von Meerschweinchen entlastet und vor Druckstellen schützt. Es kommt vor allem bei Pododermatitis (Sohlengeschwüren, umgangssprachlich 'wunde Pfötchen') zum Einsatz und wird individuell an die kleinen, empfindlichen Fußsohlen angepasst.
Ballenschutzverband Meerschweinchen
Ein Ballenschutzverband ist ein speziell angelegter Polsterverband an der Fußsohle (Ballen) eines Meerschweinchens, der wunde, entzündete oder druckbelastete Stellen schützt und entlastet. Er kommt vor allem bei der sogenannten Pododermatitis (Ballenabszess, 'Sore Hocks') zum Einsatz und dient der Wundheilung sowie der Druckumverteilung beim Laufen.
Bandage zur Gliedmaßenruhigstellung Meerschweinchen
Eine Bandage zur Gliedmaßenruhigstellung ist ein medizinisches Hilfsmittel, das beim Meerschweinchen ein verletztes Bein temporär stabilisiert und in einer schonenden Position fixiert. Sie kommt vor allem nach Frakturen, Zerrungen oder Operationen zum Einsatz, um Heilungsprozesse zu unterstützen. Aufgrund der filigranen Knochen und der besonderen Anatomie des Meerschweinchens muss die Bandage besonders leicht, exakt angepasst und durchblutungsschonend gestaltet sein.
Femurfraktur Meerschweinchen
Eine Femurfraktur ist der Bruch des Oberschenkelknochens (Femur). Beim Meerschweinchen zählt sie zu den häufigeren Frakturen der Hintergliedmaße und entsteht meist durch Stürze, Einklemmen der Pfote in Gitterböden oder unsachgemäßes Hochheben. Aufgrund der zarten Knochenstruktur und des hohen Körpergewichts im Verhältnis zu den feinen Knochen ist die Heilung besonders anspruchsvoll.
Frakturstabilisierung Meerschweinchen
Die Frakturstabilisierung beschreibt die Ruhigstellung eines gebrochenen Knochens, damit dieser in korrekter Position heilen kann. Beim Meerschweinchen kommen aufgrund der zarten Knochenstruktur und des geringen Körpergewichts häufig externe Stabilisierungen wie Schienen, Verbände oder spezielle Orthesen zum Einsatz. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, Fehlstellungen zu vermeiden und die Knochenheilung optimal zu unterstützen.
Gelenkschiene Meerschweinchen
Eine Gelenkschiene ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das ein verletztes oder instabiles Gelenk beim Meerschweinchen von außen stützt, ruhigstellt oder in einer definierten Position fixiert. Sie wird individuell an die filigrane Anatomie des Tieres angepasst und kommt vor allem nach Frakturen, Bandverletzungen oder bei Fehlstellungen zum Einsatz. Ziel ist es, die Heilung zu unterstützen, Schmerzen zu reduzieren und Fehlbelastungen zu vermeiden.
Hypovitaminose C Meerschweinchen
Hypovitaminose C bezeichnet einen Mangel an Vitamin C (Ascorbinsäure) im Organismus. Meerschweinchen können: wie Menschen und Primaten. Vitamin C nicht selbst synthetisieren und müssen es täglich über die Nahrung aufnehmen. Ein Mangel führt zu schwerwiegenden Störungen des Bindegewebes, des Bewegungsapparates und des Immunsystems und ist auch unter dem Begriff Skorbut bekannt.
Kalzinose der Weichteile Meerschweinchen
Die Kalzinose der Weichteile bezeichnet krankhafte Kalziumablagerungen im Weichteilgewebe wie Haut, Muskeln, Sehnen oder Bindegewebe. Bei Meerschweinchen tritt diese Erkrankung besonders häufig auf und führt zu verhärteten, schmerzhaften Bereichen, die die Beweglichkeit erheblich einschränken können. Die Kalziumeinlagerungen entstehen meist durch Störungen im Kalzium-Phosphor-Stoffwechsel oder durch chronische Nierenerkrankungen.
Kalziumstoffwechselstörung Meerschweinchen
Eine Kalziumstoffwechselstörung bei Meerschweinchen bezeichnet eine pathologische Abweichung in der Aufnahme, Verwertung oder Ausscheidung von Kalzium im Organismus. Diese Störung kann sowohl zu einem Kalziumüberschuss (Hyperkalzämie) als auch zu einem Kalziummangel (Hypokalzämie) führen und betrifft maßgeblich die Knochengesundheit, Muskelkontraktion sowie die Nierenfunktion.
Krallenfehlstellung Meerschweinchen
Eine Krallenfehlstellung beim Meerschweinchen bezeichnet eine abnorme Form, Länge oder Wuchsrichtung der Krallen, die das normale Auftreten und die Belastung der Pfoten beeinträchtigt. Sie entsteht häufig durch fehlenden Abrieb, falsche Haltungsbedingungen oder Grunderkrankungen des Bewegungsapparats. Unbehandelt kann sie zu Schmerzen, Gelenkfehlbelastungen und Sekundärerkrankungen wie Pododermatitis führen.
Krallenkürzung Meerschweinchen
Die Krallenkürzung beim Meerschweinchen ist das fachgerechte Einkürzen der Krallen, um eine gesunde Stellung der Zehen, Pfoten und Gliedmaßen zu erhalten. Da Meerschweinchen ihre Krallen in menschlicher Obhut meist nicht ausreichend abnutzen, ist regelmäßiges Schneiden notwendig, um Fehlbelastungen und Folgeerkrankungen am Bewegungsapparat zu vermeiden.
Muskelatrophie der Hintergliedmaßen Meerschweinchen
Muskelatrophie der Hintergliedmaßen beim Meerschweinchen bezeichnet den sichtbaren Rückgang der Muskelmasse an den hinteren Läufen. Sie entsteht meist durch Schonhaltung, Bewegungsmangel, Fehlernährung oder neurologische bzw. orthopädische Erkrankungen und schwächt die Standfestigkeit des Tieres zusätzlich.
Osteodystrophia fibrosa Meerschweinchen
Osteodystrophia fibrosa ist eine Stoffwechselerkrankung des Knochens, bei der mineralisierte Knochensubstanz durch faseriges Bindegewebe ersetzt wird. Beim Meerschweinchen entsteht sie meist infolge eines gestörten Kalzium-Phosphor-Haushalts, häufig durch fehlerhafte Fütterung oder einen sekundären Hyperparathyreoidismus. Die Knochen werden weich, instabil und brechen leichter, was den gesamten Bewegungsapparat betrifft.
Osteoporose Meerschweinchen
Osteoporose bezeichnet beim Meerschweinchen einen krankhaften Verlust an Knochenmasse und -dichte, bei dem die Knochenstruktur porös und brüchig wird. Sie entsteht häufig durch Fehlernährung, Bewegungsmangel oder hormonelle Faktoren und erhöht das Risiko für Spontanfrakturen erheblich.
Pfotenschutzverband Meerschweinchen
Ein Pfotenschutzverband ist ein speziell angelegter Verband, der die empfindlichen Füßchen von Meerschweinchen vor mechanischer Belastung, Verschmutzung und weiterer Reizung schützt. Er kommt vor allem bei Wunden, Pododermatitis (Sohlengeschwüre) oder nach orthopädischen Eingriffen an den kleinen Gliedmaßen zum Einsatz. Ziel ist es, die Heilung zu unterstützen und gleichzeitig die natürliche Bewegung des Tieres so weit wie möglich zu erhalten.
Rachitis Meerschweinchen
Rachitis ist eine Erkrankung des wachsenden Skeletts, bei der die Mineralisierung von Knochen und Wachstumsfugen gestört ist. Bei Meerschweinchen entsteht sie meist durch einen Mangel an Vitamin D, Kalzium oder Phosphor bzw. ein gestörtes Verhältnis dieser Nährstoffe. Die Knochen bleiben weich, verformen sich unter Belastung und können zu Fehlstellungen sowie Gangstörungen führen.
Skorbut Meerschweinchen
Skorbut ist eine Mangelerkrankung des Meerschweinchens, die durch einen Defizit an Vitamin C (Ascorbinsäure) entsteht. Da Meerschweinchen: wie der Mensch: kein eigenes Vitamin C bilden können, sind sie auf eine tägliche Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Bei Unterversorgung kommt es zu schweren Störungen des Bindegewebes, der Gelenke und des Bewegungsapparates.
Skorbut-bedingte Gelenkblutungen Meerschweinchen
Skorbut-bedingte Gelenkblutungen sind Einblutungen in Gelenke und umgebende Weichteile, die bei Meerschweinchen als Folge eines Vitamin-C-Mangels (Hypovitaminose C) auftreten. Da Meerschweinchen Vitamin C nicht selbst synthetisieren können, kommt es bei Unterversorgung zu einer Störung der Kollagensynthese, wodurch Blutgefäße brüchig werden und in Gelenke bluten. Die Folge sind schmerzhafte Schwellungen, Lahmheit und eine deutlich eingeschränkte Bewegungsfähigkeit.
Sohlenballenulkus Meerschweinchen
Ein Sohlenballenulkus beim Meerschweinchen ist eine offene, oft tief reichende Wunde an der Unterseite der Pfote, meist am Hauptballen der Hinter- oder Vorderfüße. Umgangssprachlich wird diese Erkrankung als Pododermatitis ulcerosa oder 'Bumblefoot' bezeichnet. Sie entsteht durch chronische Druckbelastung, Reibung und Hautinfektionen und kann bis auf Sehnen und Knochen vordringen.
Weichteilschwellung am Sprunggelenk Meerschweinchen
Eine Weichteilschwellung am Sprunggelenk (Tarsus) des Meerschweinchens ist eine sicht- und tastbare Zunahme des Gewebeumfangs im Bereich des unteren Hinterlaufgelenks. Sie entsteht durch Flüssigkeitseinlagerungen, Entzündungen, Verletzungen oder Infektionen der umliegenden Haut, Sehnen, Bänder und Schleimbeutel. Die Schwellung ist oft warm, druckempfindlich und kann die Beweglichkeit des Tieres deutlich einschränken.
Wirbelsäulentrauma Meerschweinchen
Ein Wirbelsäulentrauma bezeichnet eine traumatische Verletzung der Wirbelsäule durch äußere Gewalteinwirkung. Bei Meerschweinchen entsteht dies häufig durch Stürze aus der Höhe, unsachgemäße Handhabung, Quetschungen oder Bisse durch andere Tiere. Die Verletzung kann von Prellungen über Wirbelbrüche bis zu Rückenmarkschädigungen mit neurologischen Ausfällen reichen.
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