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Glossar der Tierorthopädie.

862 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder du suchst direkt.

41 Begriffe zu Vogel, alphabetisch

  1. Angel Wing Vogel

    Angel Wing (auch Engelsflügel, Slipped Wing oder Flip Wing genannt) ist eine Fehlstellung des Flügels bei Vögeln, bei der die Handschwingen seitlich abstehen statt anliegend am Körper getragen zu werden. Betroffen ist meist der distale Flügelabschnitt am Karpalgelenk. Die Deformation tritt vor allem bei jungen Wasservögeln während der Wachstumsphase auf und kann die Flugfähigkeit dauerhaft beeinträchtigen.

  2. Arthrose des Intertarsalgelenks Vogel

    Die Arthrose des Intertarsalgelenks ist eine chronisch-degenerative Erkrankung des zwischen Tibiotarsus und Tarsometatarsus liegenden Sprunggelenks beim Vogel. Sie geht mit fortschreitendem Knorpelverschleiß, Verknöcherungen und schmerzhafter Bewegungseinschränkung einher. Betroffen sind vor allem ältere Vögel, schwere Rassen und Tiere mit chronischen Fehlbelastungen.

  3. Beinringverletzung Vogel

    Eine Beinringverletzung bezeichnet Schädigungen am Vogelbein, die durch Fußringe (Kennzeichnungs- oder Zuchtringe) verursacht werden. Sie entstehen meist durch Einwachsen, Einschnürungen, Verhaken oder Fremdmaterial unter dem Ring. Solche Verletzungen können von leichten Hautreizungen bis zu schweren Durchblutungsstörungen mit drohendem Verlust des betroffenen Beins reichen.

  4. Bumblefoot Vogel

    Bumblefoot, fachlich Pododermatitis genannt, ist eine entzündliche Erkrankung der Fußsohle bei Vögeln. Sie reicht von leichten Hautrötungen bis zu tiefen, abszedierenden Wunden mit Beteiligung von Sehnen und Knochen. Betroffen sind besonders Greifvögel, Hühnervögel, Papageien und Ziervögel.

  5. Coracoidfraktur Vogel

    Eine Coracoidfraktur ist der Bruch des Rabenbeins (Os coracoideum), eines stabilen Knochens im Schultergürtel des Vogels, der das Brustbein mit dem Schultergelenk verbindet. Sie zählt zu den häufigsten Frakturen des Schultergürtels bei Vögeln und beeinträchtigt die Flugfähigkeit erheblich.

  6. Coxofemorale Luxation Vogel

    Eine coxofemorale Luxation bezeichnet die Ausrenkung des Hüftgelenks, bei der der Femurkopf (Oberschenkelkopf) aus der Gelenkpfanne (Acetabulum) des Beckens springt. Beim Vogel ist diese Verletzung selten, aber besonders folgenschwer, da das Hüftgelenk eine zentrale Rolle für Stand, Hüpfen und Landung spielt. Ursachen sind meist Traumata wie Stürze, Anflugverletzungen oder Fangverletzungen.

  7. Federbalgzyste Vogel

    Eine Federbalgzyste (Federzyste, Plumafollikulom) ist eine sackartige Erweiterung des Federfollikels beim Vogel, bei der eine deformierte Feder nicht durch die Haut brechen kann und sich im Follikel aufrollt. Es bildet sich eine mit Keratinmaterial gefüllte Umfangsvermehrung, die häufig schmerzhaft und entzündet ist. Besonders betroffen sind Kanarienvögel bestimmter Zuchtlinien sowie Wellensittiche und Großpapageien.

  8. Federfolliculitis Vogel

    Die Federfolliculitis ist eine Entzündung der Federfollikel bei Vögeln, also der hautnahen Strukturen, aus denen die Federn wachsen. Sie kann durch bakterielle, virale, parasitäre oder mechanische Reize ausgelöst werden und führt häufig zu Federverlust, Schmerzen und gestörtem Federwachstum. In schweren Fällen kann auch der Bewegungsapparat indirekt betroffen sein, etwa wenn Schwung- oder Steuerfedern dauerhaft geschädigt werden.

  9. Flügelamputation Vogel

    Die Flügelamputation ist die chirurgische Entfernung eines Flügels oder eines Flügelteils beim Vogel. Sie wird als letzte Maßnahme bei schweren Verletzungen, Tumoren, irreparablen Frakturen oder fortgeschrittenen Nekrosen durchgeführt, wenn der Flügel nicht mehr erhalten werden kann. Nach dem Eingriff verliert der Vogel die Flugfähigkeit und benötigt eine angepasste Haltung sowie häufig orthopädische Unterstützung zur Wahrung des Gleichgewichts.

  10. Flügelbandage Vogel

    Eine Flügelbandage ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das den Flügel eines Vogels in einer definierten Position fixiert, um Heilungsprozesse nach Verletzungen oder Operationen zu unterstützen. Sie schränkt die Bewegung gezielt ein, schützt empfindliche Strukturen wie Knochen, Sehnen und Federn und verhindert sekundäre Verletzungen durch unkontrollierte Flugversuche.

  11. Frakturversorgung mit Fixateur externe Vogel

    Die Frakturversorgung mit Fixateur externe ist eine chirurgische Methode zur Stabilisierung von Knochenbrüchen bei Vögeln, bei der Knochenfragmente über außerhalb des Körpers liegende Verbindungselemente und durch die Haut eingebrachte Pins fixiert werden. Diese Technik ist besonders bei Vögeln aufgrund der dünnwandigen, pneumatisierten Knochen und des geringen Weichteilmantels eine bewährte Versorgungsform. Sie ermöglicht eine stabile Heilung bei gleichzeitig guter Beurteilbarkeit der Frakturzone.

  12. Furcula Vogel

    Die Furcula, umgangssprachlich auch Gabelbein oder Wunschknochen genannt, ist ein V- oder U-förmiger Knochen im Schultergürtel von Vögeln. Sie entsteht durch die Verschmelzung der beiden Schlüsselbeine (Claviculae) und stabilisiert den Brustkorb während des Flügelschlags. Die Furcula wirkt wie eine elastische Feder, die mechanische Energie speichert und wieder abgibt.

  13. Gicht articularis Vogel

    Die Gicht articularis (Gelenkgicht) ist eine schmerzhafte Stoffwechselerkrankung bei Vögeln, bei der sich Harnsäurekristalle (Urate) in und um die Gelenke ablagern. Sie entsteht durch eine gestörte Ausscheidung oder vermehrte Bildung von Harnsäure und führt zu Schwellungen, Bewegungsunlust und Lahmheiten. Besonders häufig sind die Zehen-, Sprung- und Kniegelenke betroffen.

  14. Gichtknoten Vogel

    Gichtknoten (Tophi) sind knotige Ablagerungen von Harnsäurekristallen im Gewebe, die bei Vögeln vor allem an Gelenken, Sehnenscheiden und inneren Organen auftreten. Sie sind Ausdruck einer artikulären Gicht und führen zu schmerzhaften Schwellungen, Bewegungseinschränkungen und Fehlbelastungen der Gliedmaßen.

  15. Humerusfraktur Vogel

    Die Humerusfraktur bezeichnet einen Knochenbruch des Oberarmknochens (Humerus) beim Vogel. Dieser verbindet den Schultergürtel mit dem Unterarm und ist ein zentraler Bestandteil des Flugapparates. Humerusfrakturen gehören zu den häufigsten Knochenbrüchen bei Vögeln und entstehen meist durch Traumata wie Anflüge gegen Hindernisse, Fensterscheiben oder Angriffe durch Prädatoren.

  16. Keel Bone Deviation Vogel

    Keel Bone Deviation (Brustbeindeformation) bezeichnet eine Verformung des Brustbeinkamms (Sternum/Carina sterni) bei Vögeln, insbesondere bei Legehennen. Der normalerweise gerade Kiel weist dabei seitliche Verbiegungen, Einkerbungen oder S-förmige Deformationen auf. Die Veränderung entsteht meist durch mechanischen Druck, metabolische Belastung oder Frakturheilung.

  17. Kielbeinfraktur Vogel

    Eine Kielbeinfraktur ist ein Bruch des Brustbeinkamms (Carina sterni, umgangssprachlich Kiel) beim Vogel. Das Kielbein dient als zentraler Ansatzpunkt der großen Flugmuskulatur und ist daher für Flug, Atmung und Körperhaltung von entscheidender Bedeutung. Frakturen entstehen meist durch Anpralltraumata, Stürze oder Fensterkollisionen.

  18. Kielbeinnekrose Vogel

    Die Kielbeinnekrose bezeichnet das Absterben von Gewebe am Brustbeinkamm (Carina sterni, sogenannter Kiel) von Vögeln. Sie entsteht meist durch chronischen Druck, mangelnde Polsterung oder Durchblutungsstörungen über dem prominenten Knochen und betrifft Haut, Unterhaut sowie im fortgeschrittenen Stadium auch den Knochen selbst.

  19. Krallendeformation Vogel

    Als Krallendeformation bezeichnet man die krankhafte Veränderung von Form, Länge oder Wachstumsrichtung der Vogelkralle. Sie kann angeboren oder erworben sein und betrifft einzelne oder mehrere Zehen. Unbehandelt beeinträchtigt sie den Stand, den Griff um die Sitzstange und das gesamte Bewegungsverhalten des Vogels.

  20. Krückstockzehe Vogel

    Die Krückstockzehe ist eine Zehenfehlstellung bei Vögeln, bei der eine oder mehrere Zehen in einem oder mehreren Gelenken dauerhaft abgeknickt oder verkrümmt sind und an einen Krückstock erinnern. Sie tritt vor allem bei Jungvögeln aus Handaufzuchten oder bei Ziervögeln in ungeeigneter Haltung auf. Die Fehlstellung beeinträchtigt Greif-, Steh- und Sitzfunktion des betroffenen Fußes.

  21. Luxatio coxae Vogel

    Die Luxatio coxae bezeichnet das Ausrenken (Luxation) des Hüftgelenks, also das Heraustreten des Oberschenkelkopfes (Femurkopf) aus der Gelenkpfanne (Acetabulum). Beim Vogel ist diese Verletzung selten, aber besonders folgenschwer, da das Hüftgelenk für Stand, Sprung und Landung eine zentrale Rolle spielt. Sie tritt meist nach Trauma wie Anflugverletzungen, Stürzen oder Greifvogel-Angriffen auf.

  22. Luxation des Ellbogengelenks Vogel

    Eine Luxation des Ellbogengelenks beim Vogel bezeichnet das vollständige Auskugeln des Gelenks zwischen Oberarmknochen (Humerus) und den Unterarmknochen (Radius und Ulna). Sie ist eine schwerwiegende Flügelverletzung, die die Flugfähigkeit massiv beeinträchtigt und tierärztlich umgehend behandelt werden muss.

  23. Perosis Vogel

    Perosis, auch als Sehnenluxation oder 'Slipped Tendon' bezeichnet, ist eine Skeletterkrankung bei Vögeln, bei der die Achillessehne aus ihrer Führungsrinne am Sprunggelenk (Intertarsalgelenk) abrutscht. Folge ist eine seitliche Verdrehung des Laufes, die das Stehen und Gehen massiv erschwert. Besonders häufig betroffen sind junge, schnell wachsende Geflügelvögel sowie Greifvogel- und Papageienküken.

  24. Pneumatisierte Knochen Vogel

    Pneumatisierte Knochen sind lufthaltige Knochen, die beim Vogel mit dem Atmungssystem in Verbindung stehen. Sie enthalten anstelle von Knochenmark Ausstülpungen der Luftsäcke und tragen zur Gewichtsreduktion sowie zur Atmung bei. Diese anatomische Besonderheit macht sie für die orthopädische Versorgung besonders anspruchsvoll.

  25. Rotationsdeformität der Tibia Vogel

    Eine Rotationsdeformität der Tibia (beim Vogel korrekt Tibiotarsus) bezeichnet eine abnorme Verdrehung des Unterschenkelknochens um seine Längsachse. Dadurch zeigt der Lauf nicht mehr gerade nach vorn, sondern ist nach innen oder außen rotiert. Es handelt sich um eine häufige Wachstumsstörung bei Jungvögeln, insbesondere bei schnell wachsenden Arten wie Greifvögeln, Wassergeflügel und Hühnervögeln.

  26. Schienung mit Tape-Verband Vogel

    Die Schienung mit Tape-Verband ist eine konservative Behandlungsmethode bei Vögeln, bei der eine verletzte Gliedmaße oder Schwingen mittels Klebeband (Tape) in einer definierten Position fixiert werden. Sie dient vor allem der Ruhigstellung bei Frakturen, Luxationen oder Weichteilverletzungen. Aufgrund des geringen Körpergewichts und der filigranen Knochenstruktur von Vögeln ist diese Technik oft schonender als starre Schienen aus anderen Materialien.

  27. Schnabeldeformation Vogel

    Eine Schnabeldeformation ist eine Fehlstellung oder Formveränderung des Ober- oder Unterschnabels bei Vögeln, die das normale Fressverhalten, die Gefiederpflege und die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen kann. Sie entsteht durch angeborene Fehlbildungen, Traumata, Fehlernährung, Parasitenbefall oder Erkrankungen der wachstumsbildenden Strukturen. Orthopädisch relevante Formen können durch individuell angefertigte Korrekturhilfen oder Schnabelprothesen versorgt werden.

  28. Schnabelfraktur Vogel

    Eine Schnabelfraktur ist der teilweise oder vollständige Bruch des Ober- oder Unterschnabels bei Vögeln. Da der Schnabel eine zentrale Rolle bei Nahrungsaufnahme, Gefiederpflege und Fortbewegung spielt, stellt eine Fraktur eine ernste Verletzung dar, die eine schnelle tierärztliche Versorgung erfordert.

  29. Slipped Tendon Vogel

    Slipped Tendon (Perosis) bezeichnet bei Vögeln eine Entwicklungsstörung, bei der die Achillessehne (Tendo calcaneus communis) aus ihrer natürlichen Position am Intertarsalgelenk (Sprunggelenk) herausrutscht. Diese orthopädische Erkrankung betrifft vor allem heranwachsendes Geflügel und führt zu charakteristischen Beinfehlstellungen mit nach außen oder innen rotierten Läufen.

  30. Splay Leg Vogel

    Splay Leg (auch Spreizbein oder Spraddle Leg genannt) ist eine Fehlstellung der Beine bei Jungvögeln, bei der ein oder beide Beine seitlich vom Körper abgespreizt sind. Die Hüftgelenke können dabei nicht in physiologischer Position gehalten werden, sodass das Küken nicht stehen oder laufen kann. Unbehandelt führt Splay Leg zu dauerhaften Gelenkschäden und Bewegungseinschränkungen.

  31. Splayleg Vogel

    Splayleg (Spreizbeinigkeit) bezeichnet bei Vögeln eine Fehlstellung der Beine, bei der ein oder beide Beine seitlich vom Körper abgespreizt sind, statt unter dem Körper zu stehen. Die Fehlstellung tritt vor allem bei Jungvögeln (Küken, Nestlinge) auf und betrifft meist das Hüft- oder Kniegelenk. Unbehandelt führt sie zu dauerhafter Lauf- und Stehunfähigkeit.

  32. Spreizbein Vogel

    Spreizbein (engl. Splay Leg) ist eine Fehlstellung der Beine bei Vögeln, bei der ein oder beide Beine seitlich vom Körper abgespreizt sind und nicht normal unter dem Körper positioniert werden können. Die Fehlstellung tritt häufig bei Küken auf und kann angeboren oder durch ungeeignete Aufzuchtbedingungen verursacht sein. Unbehandelt führt sie zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen und Folgeschäden am Bewegungsapparat.

  33. Spreizbeinschiene Vogel

    Eine Spreizbeinschiene ist eine orthopädische Korrekturhilfe zur Behandlung von Spreizbeinstellung bei jungen Vögeln. Sie fixiert die Beine in physiologisch korrekter Position und ermöglicht so eine normale Entwicklung der Hüft- und Beinmuskulatur während der Wachstumsphase.

  34. Synovialgicht Vogel

    Synovialgicht (auch artikuläre Gicht) ist eine Stoffwechselerkrankung bei Vögeln, bei der Harnsäurekristalle (Urate) in Gelenken und Sehnenscheiden abgelagert werden. Sie entsteht als Folge einer chronischen Nierenfunktionsstörung und führt zu schmerzhaften, oft dauerhaft veränderten Gelenken. Betroffen sind vor allem die Zehen-, Sprung- und Ellbogengelenke.

  35. Synovitis urica Vogel

    Synovitis urica bezeichnet beim Vogel eine entzündliche Veränderung der Gelenkinnenhaut (Synovialis) durch Ablagerung von Harnsäurekristallen. Sie ist die gelenkbezogene Form der sogenannten Vogelgicht (artikuläre Gicht) und betrifft typischerweise die Zehen-, Sprung- und Ellbogengelenke. Die Erkrankung verläuft schmerzhaft und führt unbehandelt zu erheblichen Bewegungseinschränkungen.

  36. Synsacrum Vogel

    Das Synsacrum ist ein für Vögel typischer, starrer Knochenverbund im Bereich des Beckens, bei dem Lenden-, Kreuz- und vordere Schwanzwirbel mit dem Darmbein verschmolzen sind. Diese anatomische Besonderheit verleiht dem Vogelskelett enorme Stabilität und ist Grundlage für Flug, Landung und den aufrechten Stand auf zwei Beinen.

  37. Tarsometatarsus Vogel

    Der Tarsometatarsus ist ein typischer Knochen des Vogelskeletts, der durch Verschmelzung von Teilen der Fußwurzel (Tarsus) und der Mittelfußknochen (Metatarsus) entsteht. Er bildet den sichtbaren, unbefiederten Abschnitt zwischen Sprunggelenk (Intertarsalgelenk) und Zehen und ist zentral für Stand, Gang und Sprungkraft beim Vogel.

  38. Tibiotarsus Vogel

    Der Tibiotarsus ist ein zentraler Knochen im Hinterbein des Vogels, der durch die evolutionäre Verschmelzung des Schienbeins (Tibia) mit den oberen Fußwurzelknochen (proximale Tarsalia) entstanden ist. Er bildet das funktionelle Pendant zum Unterschenkel bei Säugetieren und überträgt Belastungen vom Kniegelenk auf das Intertarsalgelenk.

  39. Tibiotarsusfraktur Vogel

    Die Tibiotarsusfraktur ist ein Knochenbruch des Tibiotarsus, des längsten und tragenden Unterschenkelknochens bei Vögeln. Diese Fraktur gehört zu den häufigsten orthopädischen Verletzungen in der Vogelmedizin und beeinträchtigt die Fortbewegung erheblich, da der Tibiotarsus die Hauptlast beim Stehen, Hüpfen und Landen trägt.

  40. Valgusdeformität des Tarsometatarsus Vogel

    Die Valgusdeformität des Tarsometatarsus ist eine Fehlstellung des Laufknochens beim Vogel, bei der die distale Gliedmaße nach außen abweicht. Sie tritt vor allem bei jungen, wachsenden Vögeln auf und betrifft besonders Greifvögel, Wassergeflügel und Papageienvögel. Die Achsabweichung erfolgt typischerweise im Bereich des Intertarsalgelenks oder entlang des Tarsometatarsus selbst.

  41. Zehendeformation Vogel

    Eine Zehendeformation beim Vogel bezeichnet eine angeborene oder erworbene Fehlstellung einer oder mehrerer Zehen, bei der die normale Greif- und Stützfunktion eingeschränkt ist. Typische Formen sind eingerollte Zehen (Curled Toes), seitlich abweichende Zehen oder Spreizfußstellungen. Sie führen häufig zu Schmerzen, Belastungsproblemen und Folgeerkrankungen wie Pododermatitis.

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