Glossar der Tierorthopädie.
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42 Begriffe zu Alpaka, alphabetisch
Achillessehnenverletzung Alpaka
Eine Achillessehnenverletzung beim Alpaka bezeichnet eine Schädigung der gemeinsamen Endsehne (Tendo calcaneus communis) am Sprunggelenk, die aus der Vereinigung mehrerer Beugesehnen entsteht. Diese Verletzung kann von leichten Zerrungen über partielle Risse bis hin zu vollständigen Rupturen reichen und beeinträchtigt die Fortbewegung erheblich.
Angulare Gliedmaßendeformität Alpaka
Eine angulare Gliedmaßendeformität (Angular Limb Deformity, ALD) beim Alpaka ist eine seitliche Abweichung der Gliedmaßenachse von der Senkrechten, meist im Bereich des Karpal- oder Tarsalgelenks. Typisch sind Valgus- (Abweichung nach außen) oder Varus-Stellungen (Abweichung nach innen). Sie tritt häufig bei Crias (Jungtieren) auf, kann angeboren oder erworben sein und beeinträchtigt die Statik sowie das Gangbild erheblich.
Beugesehnenkontraktur (Alpaka) Alpaka
Eine Beugesehnenkontraktur beim Alpaka ist eine dauerhafte Verkürzung der Beugesehnen an den Gliedmaßen, die zu einer fehlerhaften Stellung der Zehen oder Fesseln führt. Betroffene Tiere können das Bein nicht mehr vollständig strecken und treten häufig auf der Zehenspitze oder über die Zehe hinweg auf. Die Erkrankung tritt vor allem bei Crias (Jungtieren) angeboren auf, kann aber auch erworben sein.
Beugesehnenstelzfuß Alpaka
Der Beugesehnenstelzfuß ist eine angeborene oder erworbene Fehlstellung der distalen Gliedmaße beim Alpaka, bei der die Zehengelenke aufgrund verkürzter oder kontrahierter Beugesehnen überstreckt sind. Die betroffenen Tiere stehen auf den Zehenspitzen oder sogar auf der dorsalen Fläche der Phalangen, was zu einer charakteristischen stelzartigen Haltung führt. Diese Deformation betrifft häufig Neugeborene (kongenital) oder entwickelt sich im Wachstum durch Ungleichgewicht zwischen Knochen- und Sehnenwachstum.
Carpal-Hygrom Alpaka
Ein Carpal-Hygrom ist eine chronische, flüssigkeitsgefüllte Schwellung im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) beim Alpaka, die durch wiederholte mechanische Reizung und Druckbelastung entsteht. Diese Bursa (Schleimbeutel) entwickelt sich als Schutzreaktion zwischen Haut und Knochen, besonders bei Tieren, die häufig auf harten Untergründen liegen oder knien. Carpal-Hygrome treten bei Alpakas relativ häufig auf und können von kosmetischer Bedeutung bis zu funktionellen Beeinträchtigungen reichen.
Ellbogengelenksluxation (Alpaka) Alpaka
Eine Ellbogengelenksluxation beim Alpaka bezeichnet das vollständige Ausrenken des Ellbogengelenks, bei dem Oberarmknochen (Humerus) und Unterarmknochen (Radius/Ulna) ihre normale Gelenkposition verlieren. Bei Alpakas tritt sie meist traumatisch auf, etwa nach Stürzen, Tritten oder Hängenbleiben in Zäunen. Die Luxation führt zu einer hochgradigen Lahmheit der betroffenen Vordergliedmaße und erfordert umgehende tierärztliche Versorgung.
Femorotibialgelenksarthrose Alpaka
Die Femorotibialgelenksarthrose bezeichnet eine degenerative Gelenkerkrankung des Kniegelenks beim Alpaka, bei der der Knorpel zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbein (Tibia) progredient geschädigt wird. Diese chronische Erkrankung führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und beeinträchtigt die Lauffähigkeit der Tiere erheblich. Aufgrund des charakteristischen Gangbildes und der Lastverteilung bei Alpakas kann diese Arthrose sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten.
Fesselgelenkshyperextension Alpaka
Die Fesselgelenkshyperextension beim Alpaka beschreibt eine krankhafte Überstreckung des Fesselgelenks (Articulatio metacarpophalangea bzw. metatarsophalangea), bei der der Fesselstand deutlich nach hinten durchtritt und die Sohle bzw. das Fußpolster teilweise oder vollständig den Boden berührt. Ursache ist meist eine Schwäche oder Insuffizienz der Beugesehnen und des Fesselträgers. Betroffene Alpakas zeigen einen typischen bärenartigen, weichen Gang mit tiefgetretener Fessel.
Fesselträgerdesmitis (Alpaka) Alpaka
Die Fesselträgerdesmitis ist eine Entzündung des Fesselträgers (Musculus interosseus medius), einer wichtigen Sehnenstruktur, die bei Alpakas die Zehengelenke stabilisiert. Bei Alpakas tritt diese Erkrankung vor allem durch Überlastung, ungeeignete Bodenverhältnisse oder Fehlstellungen auf und äußert sich in Lahmheit und Schwellung im Bereich der Gliedmaßen. Die Erkrankung kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen und erfordert eine zeitnahe tierärztliche Diagnostik und Behandlung.
Fibromatöse Hyperplasie Alpaka
Fibromatöse Hyperplasie bezeichnet eine gutartige Vermehrung von Bindegewebe (Fibroblasten) in verschiedenen Körperregionen, die zu knotigen Verdickungen oder diffusen Gewebeveränderungen führt. Bei Alpakas tritt diese Erkrankung vor allem an den Gliedmaßen auf und kann durch chronische Reizungen, Verletzungen oder Entzündungen ausgelöst werden. Die Verdickungen können die Beweglichkeit einschränken und zu Lahmheiten führen, weshalb orthopädische Hilfsmittel zur Entlastung und Stabilisierung eingesetzt werden.
Halsbandagenorthese Alpaka
Eine Halsbandagenorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das den Halsbereich des Alpakas stabilisiert, entlastet oder in einer definierten Position hält. Sie kommt bei Verletzungen, neurologischen Ausfällen oder nach Operationen im Halswirbelbereich zum Einsatz. Aufgrund des langen, beweglichen Halses von Alpakas erfordert die Anpassung besondere Sorgfalt.
Hyperextension des Fesselgelenks (Alpaka) Alpaka
Die Hyperextension des Fesselgelenks beim Alpaka beschreibt eine krankhafte Überstreckung des Fesselgelenks, bei der die Zehe nach oben und die Fessel Richtung Boden absinkt. Ursache ist meist eine Schwäche oder Überdehnung des Fesseltrageapparats. Betroffene Tiere zeigen ein durchtrittiges Gangbild bis hin zum Bodenkontakt der Fessel.
Karpalbeuger-Kontraktur Alpaka
Die Karpalbeuger-Kontraktur bezeichnet eine dauerhafte Verkürzung und Versteifung der Beugesehnen und -muskeln im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) beim Alpaka. Dies führt zu einer eingeschränkten Streckfähigkeit des Gelenks und resultiert in einer charakteristischen Fehlstellung, bei der das betroffene Bein in Beugestellung fixiert ist.
Karpalgelenksflexionsdeformität Alpaka
Die Karpalgelenksflexionsdeformität beim Alpaka ist eine angeborene oder erworbene Fehlstellung des Vorderfußwurzelgelenks (Karpus), bei der das Gelenk in einer dauerhaft gebeugten Position fixiert ist. Die betroffenen Tiere können das Karpalgelenk nicht vollständig strecken, wodurch sie auf den Zehenspitzen oder sogar auf der Vorderseite des Karpalgelenks laufen. Diese Deformität tritt besonders häufig bei neugeborenen Alpakakriten (Crias) auf und kann ein- oder beidseitig vorkommen.
Klauenspreizer (Alpaka) Alpaka
Ein Klauenspreizer ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Alpaka zwischen die beiden Zehen (Klauen) eingesetzt wird, um diese in einer physiologisch korrekten Position auseinanderzuhalten. Er wird eingesetzt, wenn die Klauen nicht mehr ausreichend abgespreizt werden oder sich aneinanderreiben und Druckstellen, Entzündungen oder Fehlstellungen entstehen. Das Hilfsmittel unterstützt die natürliche Klauenmechanik und entlastet die Zehenzwischenhaut.
Kniegelenksinstabilität (Alpaka) Alpaka
Kniegelenksinstabilität bei Alpakas bezeichnet eine pathologische Lockerung oder gestörte Stabilität des Kniegelenks (Articulatio genus), bei der die physiologische Führung durch Bänder, Sehnen, Menisken und Gelenkkapsel beeinträchtigt ist. Dies führt zu abnormalen Bewegungen, Schmerzen und eingeschränkter Belastbarkeit der Hintergliedmaße. Besonders betroffen sind häufig die Kreuzbänder sowie die Kollateralbänder.
Kompressionsbandage Alpaka
Eine Kompressionsbandage ist ein elastisches Hilfsmittel, das durch gleichmäßigen Druck auf Gewebe, Gelenke oder Gliedmaßen wirkt. Beim Alpaka wird sie eingesetzt, um Schwellungen zu reduzieren, die Durchblutung zu fördern und Weichteilstrukturen nach Verletzungen oder Operationen zu stabilisieren. Sie ist Teil der konservativen Versorgung am Bewegungsapparat und ergänzt tierärztliche oder physiotherapeutische Maßnahmen.
Kupferdefizienz-Myelopathie Alpaka
Die Kupferdefizienz-Myelopathie ist eine neurologische Erkrankung des Rückenmarks, die durch einen chronischen Mangel an Kupfer im Organismus entsteht. Bei Alpakas führt der Kupfermangel zu einer gestörten Myelinbildung in den langen Rückenmarksbahnen und äußert sich in fortschreitenden Bewegungsstörungen, insbesondere in der Hinterhand.
Orthopädischer Klauenschuh Alpaka
Ein orthopädischer Klauenschuh ist eine spezielle, am Zehenendglied des Alpakas befestigte Hilfsvorrichtung, die eine erkrankte oder verletzte Klaue entlastet, schützt und in eine korrekte Belastungsachse bringt. Er wird bei Klauenerkrankungen, nach Operationen oder zur Korrektur von Fehlstellungen eingesetzt und ermöglicht dem Tier ein möglichst schmerzfreies Auffußen.
Orthopädischer Klauenschuh (Alpaka) Alpaka
Ein orthopädischer Klauenschuh für Alpakas ist ein speziell angepasstes Hilfsmittel, das die Klaue temporär entlastet, schützt oder ruhigstellt. Er kommt bei Verletzungen, Klauenerkrankungen oder nach Operationen am Zehenendorgan zum Einsatz und ermöglicht dem Tier trotz Erkrankung eine möglichst physiologische Belastung der betroffenen Gliedmaße.
Osteochondrose des Tarsus Alpaka
Die Osteochondrose des Tarsus ist eine entwicklungsbedingte Störung der Knorpel-Knochen-Verbindung im Sprunggelenk des Alpakas. Durch eine gestörte Verknöcherung des Gelenkknorpels entstehen Knorpelläsionen, die zu Lahmheit und Gelenkfehlbelastungen führen können. Bei Alpakas tritt sie meist bei jungen, schnell wachsenden Tieren auf.
Parelaphostrongylus-Meningitis Alpaka
Die Parelaphostrongylus-Meningitis ist eine durch den Hirnwurm Parelaphostrongylus tenuis verursachte neurologische Erkrankung bei Alpakas. Der Parasit wandert ins zentrale Nervensystem und führt zu Entzündungen von Rückenmark und Hirnhäuten, was bei Alpakas häufig zu schweren Bewegungsstörungen bis hin zur Lähmung führt.
Periostitis der Metakarpalknochen Alpaka
Die Periostitis der Metakarpalknochen ist eine Entzündung der Knochenhaut (Periost) an den Mittelfußknochen der Vordergliedmaße. Beim Alpaka betrifft sie den schlanken, langen Metakarpus und äußert sich durch Schmerzhaftigkeit, Schwellung und Lahmheit. Ursache sind meist mechanische Überlastungen, Traumata oder Infektionen des angrenzenden Gewebes.
Phalanx-Distalisfraktur Alpaka
Eine Phalanx-Distalisfraktur beim Alpaka ist ein Knochenbruch des letzten Zehenglieds (Phalanx distalis, auch Klauenbein genannt). Sie betrifft den knöchernen Anteil innerhalb der Klaue und tritt an den zweizehigen Gliedmaßen der Neuweltkameliden auf. Die Fraktur ist schmerzhaft und führt meist zu einer deutlichen Lahmheit der betroffenen Gliedmaße.
Phalanxfraktur Alpaka
Eine Phalanxfraktur bezeichnet den Bruch eines oder mehrerer Zehenknochen (Phalangen) beim Alpaka. Die Phalangen bilden das Zehenendglied im zweizehigen Fuß des Alpakas und sind aufgrund der Anatomie und des Verhaltens dieser Neuweltkameliden anfällig für Frakturen durch Tritte, Stürze oder das Hängenbleiben in Zäunen.
Phalanxfraktur (Alpaka) Alpaka
Eine Phalanxfraktur beim Alpaka ist der Knochenbruch eines oder mehrerer Zehenglieder (Phalangen) an Vorder- oder Hintergliedmaße. Alpakas besitzen an jeder Gliedmaße zwei Zehen mit jeweils drei Phalangen, die durch das geringe Weichteilpolster und die exponierte Lage besonders anfällig für Frakturen sind. Ursachen sind meist Trauma, Verhaken der Zehe oder Tritte durch Artgenossen.
Polydaktylie Alpaka
Polydaktylie bezeichnet eine angeborene Fehlbildung, bei der zusätzliche Zehen oder Zehenglieder vorhanden sind. Bei Alpakas, die normalerweise zwei Zehen pro Fuß besitzen, äußert sich Polydaktylie durch überzählige Zehenanlagen oder gespaltene Zehenstrukturen. Diese Anomalie kann die Biomechanik des Bewegungsapparats beeinträchtigen und zu orthopädischen Problemen führen.
Radialisparese Alpaka
Die Radialisparese ist eine Lähmung oder Teillähmung des Nervus radialis (Speichennerv), der die Streckmuskulatur der Vordergliedmaße innerviert. Beim Alpaka führt sie zu einer typischen Stützunfähigkeit der betroffenen Vorderextremität, da das Tier Ellbogen, Karpus und Zehen nicht mehr aktiv strecken kann. Die Erkrankung tritt meist einseitig nach Trauma auf und ist orthopädisch hochrelevant.
Schultergelenksluxation Alpaka
Eine Schultergelenksluxation beim Alpaka ist das vollständige Ausrenken des Oberarmknochens (Humerus) aus der Gelenkpfanne des Schulterblatts (Scapula). Das Gelenk verliert dabei seinen physiologischen Kontakt, was zu einer hochgradigen Lahmheit der betroffenen Vordergliedmaße führt. Bei Alpakas tritt diese Verletzung selten, meist durch Trauma wie Stürze, Tritte von Artgenossen oder Hängenbleiben in Zäunen auf.
Sehnenscheidenhygrom Alpaka
Ein Sehnenscheidenhygrom beim Alpaka ist eine flüssigkeitsgefüllte, weiche Schwellung im Bereich einer Sehnenscheide, meist an den distalen Gliedmaßen. Sie entsteht durch chronische mechanische Reizung oder Überlastung der Sehnenscheide, wodurch sich vermehrt Synovialflüssigkeit ansammelt. Die Umfangsvermehrung ist in der Regel zunächst schmerzlos, kann aber bei längerem Bestehen zu Bewegungseinschränkungen führen.
Skoliose der Wirbelsäule (Alpaka) Alpaka
Die Skoliose der Wirbelsäule ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule des Alpakas, bei der einzelne Wirbelsegmente von der geraden Längsachse abweichen. Sie kann angeboren oder erworben sein und beeinträchtigt Haltung, Bewegungsablauf und Belastungsverteilung des Tieres. Beim Alpaka tritt sie vergleichsweise selten auf, ist aber aufgrund der langen Halswirbelsäule und schlanken Körperform gut sichtbar.
Sohlenballengeschwür Alpaka
Ein Sohlenballengeschwür beim Alpaka ist eine schmerzhafte Läsion oder Ulzeration im Bereich der Sohlenballen an der Unterseite der Füße. Diese Entzündung entsteht häufig durch chronischen Druck, Feuchtigkeit, mangelnde Klauenpflege oder bakterielle Infektionen und führt zu Lahmheit sowie eingeschränkter Mobilität.
Spreizklauenstellung Alpaka
Die Spreizklauenstellung beim Alpaka bezeichnet eine Fehlstellung, bei der die beiden Zehen einer Gliedmaße ungewöhnlich weit auseinanderweichen, statt parallel auf dem Boden aufzusetzen. Diese Abweichung kann angeboren sein oder sich infolge ungleichmäßiger Belastung, Klauenüberwuchs oder Erkrankungen des Bewegungsapparats entwickeln. Sie beeinträchtigt die Statik und das Gangbild und kann langfristig Sehnen, Bänder und Gelenke schädigen.
Stellungsanomalie der Hintergliedmaße Alpaka
Stellungsanomalie der Hintergliedmaße bezeichnet bei Alpakas eine Abweichung von der physiologischen Stellung der hinteren Extremitäten. Diese kann angeboren oder erworben sein und betrifft die Ausrichtung der Gliedmaßen in Ruhe und Bewegung, wobei häufig kuhhessige, fassbeinige oder säbelbeinige Stellungen auftreten. Bei Alpakas sind solche Anomalien besonders bedeutsam, da sie als Herdentiere weite Strecken zurücklegen müssen und Fehlstellungen zu erheblichen Bewegungseinschränkungen führen können.
Stellungskorrekturorthese für Karpus Alpaka
Eine Stellungskorrekturorthese für den Karpus ist eine individuell angefertigte orthopädische Schiene, die beim Alpaka Fehlstellungen im Bereich des Vorderfußwurzelgelenks (Karpalgelenk) korrigiert oder stabilisiert. Sie wirkt durch gezielten Druck und definierte Führung auf das Gelenk und die angrenzenden Knochenachsen. Ziel ist es, eine physiologische Gliedmaßenstellung wiederherzustellen oder ein Fortschreiten der Fehlstellung zu verhindern.
Stützverband für Fesselgelenk Alpaka
Ein Stützverband für das Fesselgelenk ist eine textile oder semi-rigide Bandage, die das Fesselgelenk (Articulatio metacarpophalangea bzw. metatarsophalangea) eines Alpakas stabilisiert, entlastet und vor Überdehnung schützt. Er wird bei Verletzungen, Überlastung oder zur postoperativen Versorgung eingesetzt. Beim Alpaka kommt der Stützverband insbesondere bei Sehnen-, Band- oder Gelenkproblemen der schlanken Gliedmaßen zum Einsatz.
Stützverband für Karpus (Alpaka) Alpaka
Ein Stützverband für den Karpus beim Alpaka ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das das Vorderfußwurzelgelenk (Karpalgelenk) stabilisiert, entlastet und vor übermäßiger Beugung oder Überstreckung schützt. Er kommt bei Verletzungen, Instabilitäten oder zur postoperativen Versorgung zum Einsatz und wird individuell an die schlanke Gliedmaßenanatomie des Alpakas angepasst.
Suspensorialbandruptur Alpaka
Eine Suspensorialbandruptur beim Alpaka bezeichnet den teilweisen oder vollständigen Riss des Fesselträgers (Musculus interosseus medius), einer zentralen Stützstruktur an der Rückseite des Röhrbeins. Diese Verletzung führt zu einer Instabilität der Fesselregion und einem charakteristischen Durchtrittigwerden der betroffenen Gliedmaße. Bei Alpakas tritt sie selten, aber im Zusammenhang mit Überlastung, Trauma oder degenerativen Veränderungen auf.
Tibiotarsalgelenksarthrose Alpaka
Die Tibiotarsalgelenksarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung des Sprunggelenks (Articulatio tarsocruralis) beim Alpaka, bei der der Gelenkknorpel zwischen Schienbein (Tibia) und Sprungbein (Talus) fortschreitend geschädigt wird. Diese chronische Erkrankung führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Lahmheiten und tritt bei Alpakas häufig aufgrund von Fehlstellungen, Überbelastung oder altersbedingtem Verschleiß auf.
Valgusdeformität Alpaka
Eine Valgusdeformität beim Alpaka ist eine Achsenfehlstellung der Gliedmaße, bei der der distale Anteil (z. B. Fessel oder Karpus) nach außen abweicht. Sie tritt häufig an den Vordergliedmaßen junger Crias auf und betrifft typischerweise das Karpalgelenk (Carpus valgus). Die Fehlstellung kann angeboren oder erworben sein und beeinflusst die Belastungsachse der gesamten Gliedmaße.
Weichteilpolster Alpaka
Weichteilpolster bezeichnen beim Alpaka die elastischen, bindegewebig-fettigen Strukturen an der Unterseite der Zehen, die als natürliche Stoßdämpfer fungieren. Sie ersetzen funktionell den Huf anderer Paarhufer und sind entscheidend für die schonende Fortbewegung dieser Tiere auf weichem Untergrund. Bei Erkrankungen oder Verletzungen dieser Polster kann eine orthopädische Versorgung notwendig werden.
Zehenverbandsschuh Alpaka
Ein Zehenverbandsschuh ist eine schützende Überziehhilfe für den Zehenbereich, die beim Alpaka einen Verband oder eine Wundauflage an der Zehe vor Nässe, Schmutz und mechanischer Belastung schützt. Er wird über den zweizehigen Fuß gezogen und stabilisiert gleichzeitig den Verband, ohne die Sohlenschwiele übermäßig zu belasten. Zum Einsatz kommt er vor allem bei Verletzungen, Nagelbetterkrankungen oder nach chirurgischen Eingriffen an der Zehe.
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