Glossar der Tierorthopädie.
791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.
110 Begriffe zu Hund, alphabetisch
Achillessehnenbandage Hund
Eine Achillessehnenbandage ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das die Achillessehne (gemeinsame Endsehne der Wadenmuskulatur am Sprunggelenk) beim Hund stützt, entlastet und in Position hält. Sie wird bei Verletzungen, Reizzuständen oder nach Operationen eingesetzt und stabilisiert das Tarsalgelenk (Sprunggelenk), um eine kontrollierte Heilung zu ermöglichen. Je nach Ausführung wirkt sie kompressiv, führend oder als teilentlastende Orthese.
Achillessehnenriss Hund
Ein Achillessehnenriss beim Hund bezeichnet die teilweise oder vollständige Ruptur der gemeinsamen Achillessehne (Tendo calcaneus communis), die aus mehreren Sehnensträngen besteht und am Fersenbein (Calcaneus) ansetzt. Diese Verletzung führt zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Sprunggelenksfunktion und Bewegungsfähigkeit der Hintergliedmaße.
Antebrachium-Deformität Hund
Als Antebrachium-Deformität bezeichnet man beim Hund eine Fehlstellung oder Fehlbildung des Unterarms, also des Bereichs zwischen Ellenbogen und Karpalgelenk (Handwurzel). Betroffen sind die beiden Unterarmknochen Radius (Speiche) und Ulna (Elle), die gemeinsam wachsen und funktionell aufeinander abgestimmt sein müssen. Bei einer Deformität kommt es zu Achsabweichungen, Verkürzungen oder Rotationen, die zu Lahmheit und Fehlbelastung führen können.
Anti-Lecken-Kragen Hund
Ein Anti-Lecken-Kragen ist eine Schutzvorrichtung, die dem Hund um den Hals gelegt wird, um das Belecken, Beknabbern oder Kratzen von Wunden, OP-Nähten, Verbänden oder orthopädischen Hilfsmitteln zu verhindern. Er wird auch als Halskragen, Trichterkragen oder umgangssprachlich 'Lampenschirm' bezeichnet. Ziel ist es, den Heilungsprozess zu schützen und Komplikationen wie Wundinfektionen oder das Verrutschen von Bandagen zu vermeiden.
Antiknickbandage Karpus Hund
Eine Antiknickbandage für den Karpus ist eine orthopädische Hilfe für das Vorderfußwurzelgelenk (Karpalgelenk) des Hundes. Sie verhindert das Durchknicken bzw. Überstrecken des Karpus nach hinten (Hyperextension) und stabilisiert das Gelenk in funktioneller Stellung. Eingesetzt wird sie bei Bandapparat-Schwächen, nach Verletzungen oder bei degenerativen Veränderungen.
Arthrose Hund
Arthrose ist eine chronisch-degenerative Gelenkerkrankung, bei der der Gelenkknorpel zunehmend abgebaut wird und sich die Gelenkstruktur irreversibel verändert. Bei Hunden zählt Arthrose zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen und führt zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit. Im Gegensatz zur Arthritis handelt es sich primär um einen Verschleißprozess, der jedoch sekundär Entzündungen nach sich ziehen kann.
Atlantoaxiale Instabilität Hund
Die atlantoaxiale Instabilität (AAI) ist eine krankhafte Beweglichkeit zwischen den ersten beiden Halswirbeln Atlas (C1) und Axis (C2) beim Hund. Durch fehlende oder geschwächte Bandverbindungen sowie Fehlbildungen des Dens axis kann der zweite Halswirbel nach oben in den Wirbelkanal kippen und das Rückenmark schädigen. Vor allem kleine und Zwerghunderassen sind betroffen.
Bandscheibenvorfall Hund
Ein Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) beim Hund ist eine degenerative oder traumatische Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Bandscheibenmaterial in den Wirbelkanal vordringt und auf das Rückenmark oder die Nervenwurzeln drückt. Je nach Schweregrad führt dies zu Schmerzen, neurologischen Ausfällen bis hin zu Lähmungserscheinungen. Besonders häufig betroffen sind kurzbeinige Rassen wie Dackel, Französische Bulldogge und Beagle.
Beinprothese Hund
Eine Beinprothese für den Hund ist ein individuell angefertigtes Hilfsmittel, das ein teilweise oder vollständig fehlendes Gliedmaß ersetzt. Sie überträgt die Belastung vom Stumpf oder Restknochen auf den Boden und ermöglicht dem Hund ein möglichst physiologisches Gangbild. Voraussetzung ist ein ausreichend langer, belastbarer Stumpf oder eine chirurgisch vorbereitete Amputationssituation.
Bizepssehnen-Tendinitis Hund
Die Bizepssehnen-Tendinitis ist eine schmerzhafte Entzündung der Ursprungssehne des Musculus biceps brachii am Schulterblatt des Hundes. Sie zählt zu den häufigsten Ursachen für eine chronische Vordergliedmaßenlahmheit, insbesondere bei mittelgroßen bis großen, sportlich aktiven Hunden. Die Erkrankung entsteht meist durch chronische Überlastung, kann aber auch akut nach einem Trauma auftreten.
Bizepssehnenruptur Hund
Eine Bizepssehnenruptur bezeichnet den vollständigen oder teilweisen Riss der Sehne des Musculus biceps brachii am Schultergelenk des Hundes. Diese Verletzung betrifft meist die lange Bizepssehne (Caput longum), die durch den Sulcus intertubercularis des Humerus verläuft, und führt zu deutlichen Lahmheiten sowie Funktionseinschränkungen der Vordergliedmaße.
Cauda-equina-Syndrom Hund
Das Cauda-equina-Syndrom bezeichnet eine neurologische Erkrankung beim Hund, bei der die Nervenwurzeln im unteren Lendenwirbelsäulen- und Sakralbereich komprimiert werden. Die Bezeichnung leitet sich von der Ähnlichkeit der Nervenwurzeln mit einem Pferdeschwanz (lat. cauda equina) ab. Es führt zu Schmerzen, Lähmungserscheinungen und Funktionsstörungen der Hintergliedmaßen sowie der Blasen- und Darmfunktion.
Caudale Zervikale Spondylomyelopathie Hund
Die Caudale Zervikale Spondylomyelopathie (CCSM), auch als Wobbler-Syndrom bekannt, ist eine neurologische Erkrankung der unteren Halswirbelsäule beim Hund. Sie führt zu einer Kompression des Rückenmarks durch Instabilität, Fehlstellungen oder degenerative Veränderungen der Halswirbel, vorwiegend zwischen C5 und C7. Betroffene Hunde zeigen charakteristische Gangstörungen mit unsicherem, schwankendem Gang.
Chiari-Malformation Hund
Die Chiari-Malformation (auch Chiari-ähnliche Malformation, CM) ist eine angeborene Fehlbildung des Schädels und Gehirns beim Hund, bei der die hintere Schädelgrube zu klein ist. Dies führt dazu, dass Teile des Kleinhirns durch das Hinterhauptsloch (Foramen magnum) in den Spinalkanal verlagert werden. Die Erkrankung tritt häufig in Kombination mit einer Syringomyelie auf und betrifft vor allem kleine Hunderassen wie Cavalier King Charles Spaniel.
Dackellähme Hund
Die Dackellähme bezeichnet eine durch einen Bandscheibenvorfall verursachte Lähmungserscheinung, die besonders häufig bei Dackel und anderen chondrodystrophen Hunderassen auftritt. Der Name leitet sich von der Prädisposition der Dackel für Bandscheibenvorfälle ab, die durch ihre spezielle Körperbauweise mit langem Rücken und kurzen Beinen begünstigt wird. Je nach Schweregrad können die Symptome von leichten Schmerzen bis zur vollständigen Lähmung der Hintergliedmaßen reichen.
Degenerative Myelopathie Hund
Die Degenerative Myelopathie (DM) ist eine fortschreitende, nicht schmerzhafte Erkrankung des Rückenmarks beim Hund, die vor allem bei älteren Tieren ab etwa 8 Jahren auftritt. Sie führt zu einer zunehmenden Degeneration der weißen Substanz im Brust- und Lendenbereich des Rückenmarks, was eine progressive Lähmung der Hintergliedmaßen zur Folge hat. Die Erkrankung ist genetisch bedingt und tritt besonders häufig bei bestimmten Rassen wie dem Deutschen Schäferhund, Berner Sennenhund, Boxer und Welsh Corgi auf.
Denervationsschiene Hund
Eine Denervationsschiene ist eine orthopädische Hilfsmittelversorgung, die bei Hunden mit Nervenschädigungen (Denervation) eingesetzt wird, um gelähmte oder paretische Gliedmaßen zu stabilisieren und Fehlstellungen zu verhindern. Sie kompensiert den Ausfall der Nervenversorgung, indem sie die betroffene Extremität in einer funktionellen Position hält und so Kontrakturen sowie Druckstellen vorbeugt.
Diskospondylitis Hund
Diskospondylitis ist eine bakterielle oder mykotische Entzündung der Bandscheibe (Diskus intervertebralis) und der angrenzenden Wirbelkörper beim Hund. Die Infektion führt zu einer fortschreitenden Zerstörung des Bandscheibengewebes und der Wirbelknochensubstanz, was zu starken Rückenschmerzen, neurologischen Ausfällen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Sie tritt besonders häufig im Bereich der Lendenwirbelsäule und unteren Brustwirbelsäule auf.
Doppel-P-Platte Hund
Die Doppel-P-Platte (auch Double-Plate-Technik) ist eine osteosynthetische Versorgung, bei der zwei Knochenplatten an einem Knochen angebracht werden, um Frakturen besonders stabil zu fixieren. Beim Hund kommt sie vor allem bei komplexen, instabilen oder belasteten Brüchen langer Röhrenknochen zum Einsatz. Die doppelte Plattenmontage verteilt die wirkenden Kräfte und verringert das Risiko eines Implantatversagens.
ED-Grad Hund
Der ED-Grad bezeichnet die Schweregradklassifikation der Ellbogendysplasie (ED) beim Hund. Die Einteilung erfolgt nach der International Elbow Working Group (IEWG) in Grade von 0 (frei) bis 3 (hochgradig), basierend auf röntgenologischen Befunden und dem Ausmaß arthrotischer Veränderungen im Ellbogengelenk.
Ellbogendysplasie Hund
Die Ellbogendysplasie (ED) ist eine erblich bedingte Entwicklungsstörung des Ellbogengelenks beim Hund, die zu Fehlbildungen der Gelenkflächen und Knorpelschäden führt. Sie umfasst verschiedene Krankheitsbilder wie isolierten Processus anconaeus (IPA), fragmentierten Processus coronoideus (FPC) und Osteochondrosis dissecans (OCD) des Ellbogens. Die ED tritt besonders häufig bei großwüchsigen und schnellwachsenden Hunderassen auf und führt unbehandelt zu chronischer Lahmheit und Arthrose.
Ellbogeninkongruenz Hund
Die Ellbogeninkongruenz ist eine Fehlbildung des Ellbogengelenks beim Hund, bei der die Gelenkflächen von Elle (Ulna) und Speiche (Radius) nicht optimal zueinander passen. Diese mangelnde Passgenauigkeit führt zu ungleichmäßiger Belastungsverteilung im Gelenk und gehört zu den häufigsten Ursachen der Ellbogendysplasie (ED). Die Inkongruenz kann angeboren oder entwicklungsbedingt auftreten und betrifft vor allem mittelgroße bis große Hunderassen.
Exoprothese Hund
Eine Exoprothese ist ein äußerlich am Körper getragenes Ersatzstück für eine fehlende oder amputierte Gliedmaße. Beim Hund wird sie nach Teilamputationen einer Pfote oder eines Beines eingesetzt, um die Stützfunktion wiederherzustellen und ein möglichst physiologisches Gangbild zu ermöglichen. Im Gegensatz zur Endoprothese (z. B. künstliches Hüftgelenk) verbleibt die Exoprothese außerhalb des Körpers und wird über einen Schaft am verbliebenen Stumpf befestigt.
Femurkopfresektion Hund
Die Femurkopfresektion (auch Femurkopf-Hals-Resektion, FHO) ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem beim Hund der Kopf und der Hals des Oberschenkelknochens (Femur) entfernt werden. Ziel ist es, ein schmerzhaftes Hüftgelenk durch Bildung einer Bindegewebs-Pseudarthrose funktionell zu ersetzen. Der Eingriff kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn andere Behandlungen des Hüftgelenks nicht mehr möglich oder sinnvoll sind.
FragmentierterProcessusCoronoideus Hund
Der fragmentierte Processus coronoideus (FPC) ist eine erblich bedingte Entwicklungsstörung des Ellbogengelenks beim Hund, bei der sich ein Knochenfragment vom medialen Kronfortsatz der Elle (Ulna) ablöst. Diese Erkrankung gehört zu den primären Ellbogengelenksdysplasien (ED) und tritt bevorzugt bei jungen, schnellwachsenden Hunden großer Rassen auf. FPC führt zu schmerzhaften Entzündungen, Lahmheit und frühzeitiger Arthrose im betroffenen Gelenk.
Goldakupunktur Hund
Die Goldakupunktur (auch Goldimplantation) ist ein veterinärmedizinisches Verfahren, bei dem kleine Goldteilchen dauerhaft an definierten Akupunkturpunkten unter die Haut oder in die Nähe schmerzhafter Gelenkstrukturen implantiert werden. Ziel ist eine langanhaltende Schmerzlinderung, vor allem bei chronischen orthopädischen Erkrankungen des Hundes. Das Verfahren wird unter Narkose von speziell ausgebildeten Tierärzten durchgeführt.
Goniometrie Hund
Die Goniometrie ist die Messung von Gelenkwinkeln mithilfe eines Goniometers. Beim Hund dient sie der objektiven Beurteilung des Bewegungsumfangs (Range of Motion, ROM) einzelner Gelenke in Beugung und Streckung. Sie ist ein wichtiges Instrument in der orthopädischen Diagnostik, Rehabilitation und Verlaufskontrolle.
Gracilis-Myopathie Hund
Die Gracilis-Myopathie ist eine fibrotische Erkrankung des Musculus gracilis an der Innenseite des Oberschenkels beim Hund. Durch bindegewebigen Umbau verkürzt sich der Muskel dauerhaft und schränkt die Bewegung der Hintergliedmaße ein. Betroffen sind vor allem mittelgroße bis große Hunderassen, insbesondere Deutsche Schäferhunde.
Halsmanschette zervikal Hund
Eine zervikale Halsmanschette ist eine orthopädische Stützhilfe, die den Halswirbelsäulenbereich (zervikale Wirbelsäule) des Hundes stabilisiert und ruhigstellt. Sie umschließt den Hals zirkulär und schränkt Bewegungen wie Beugung, Streckung und Rotation gezielt ein. Eingesetzt wird sie zur Entlastung der Halswirbelsäule bei Verletzungen, neurologischen Erkrankungen oder nach Operationen.
HD-Grad Hund
Der HD-Grad bezeichnet die Schweregradeinteilung der Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Hund. Die standardisierte Klassifizierung erfolgt nach den Kriterien der Fédération Cynologique Internationale (FCI) in fünf Grade von A (frei) bis E (schwere Dysplasie) und dient der objektiven Beurteilung des Hüftgelenkszustands anhand von Röntgenaufnahmen.
Hilfsgeschirr für Hinterhand Hund
Ein Hilfsgeschirr für die Hinterhand ist eine orthopädische Tragehilfe, die beim Hund um den hinteren Körperbereich angelegt wird, um geschwächte oder gelähmte Hinterläufe zu unterstützen. Es ermöglicht dem Halter, das Körpergewicht des Hundes teilweise oder vollständig zu tragen und erleichtert so die Fortbewegung bei eingeschränkter Mobilität der Hinterläufe. Diese Hilfsmittel werden besonders bei neurologischen Erkrankungen, nach Operationen oder bei altersbedingten Schwächen eingesetzt.
Hüftbandage Hund
Eine Hüftbandage für den Hund ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das das Hüftgelenk umschließt und stabilisiert. Sie unterstützt die Muskulatur, wirkt schmerzlindernd durch Kompression und Wärme und wird bei degenerativen oder traumatischen Erkrankungen der Hüfte eingesetzt. Ziel ist es, die Bewegung zu erleichtern und Fehlbelastungen zu reduzieren.
Hüftdysplasie Hund
Hüftdysplasie (HD) ist eine erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks beim Hund, bei der Hüftpfanne (Acetabulum) und Oberschenkelkopf (Femurkopf) nicht optimal zueinander passen. Diese Inkongruenz führt zu Instabilität, abnormaler Belastung und fortschreitenden degenerativen Veränderungen des Gelenks. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten orthopädischen Problemen bei mittelgroßen bis großen Hunderassen und manifestiert sich meist im Wachstum oder mittleren Lebensalter.
Hüftorthese Hund
Eine Hüftorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Hund das Hüftgelenk von außen stabilisiert, führt und entlastet. Sie wird individuell angefertigt und kommt vor allem bei Erkrankungen wie Hüftdysplasie, Arthrose, Luxationen oder nach Operationen zum Einsatz. Ziel ist die Verbesserung der Gelenkführung, die Reduktion von Schmerzen und der Erhalt der Mobilität.
Hydrotherapie Hund
Hydrotherapie ist die therapeutische Anwendung von Wasser zur Behandlung von Bewegungs- und Funktionsstörungen beim Hund. Sie nutzt physikalische Eigenschaften des Wassers wie Auftrieb, Widerstand und Wärme, um Muskulatur aufzubauen, Gelenke schonend zu mobilisieren und die Rehabilitation nach Operationen oder Verletzungen zu unterstützen.
HypertrophischeOsteodystrophie Hund
Die Hypertrophische Osteodystrophie (HOD) ist eine schmerzhafte Wachstumsstörung junger, meist großwüchsiger Hunde, bei der es zu Entzündungen im Bereich der Wachstumsfugen der langen Röhrenknochen kommt. Betroffen sind vor allem die Metaphysen von Radius, Ulna und Tibia. Die Erkrankung tritt typischerweise zwischen dem 2. und 8. Lebensmonat auf und äußert sich durch Lahmheit, Fieber und geschwollene Gliedmaßen.
Iliopsoas-Myopathie Hund
Die Iliopsoas-Myopathie ist eine schmerzhafte Erkrankung des Musculus iliopsoas, eines wichtigen Hüftbeugers beim Hund. Sie entsteht durch akute Zerrungen, chronische Überlastung oder wiederholte Mikrotraumata und äußert sich häufig in Lahmheit, Bewegungsunlust und Schmerzen im Bereich der Hüfte und Leiste.
Iliopsoas-Zerrung Hund
Eine Iliopsoas-Zerrung ist eine überdehnungsbedingte Verletzung des Musculus iliopsoas, eines wichtigen Hüftbeugers beim Hund. Sie entsteht meist durch ruckartige Bewegungen, Ausrutschen oder Überlastung im Sport. Betroffene Hunde zeigen Lahmheit der Hintergliedmaße und Schmerzen bei Streckung oder Innenrotation der Hüfte.
Infraspinatus-Kontraktur Hund
Die Infraspinatus-Kontraktur ist eine fibrotische Schrumpfung des Musculus infraspinatus, eines wichtigen Schultermuskels beim Hund. Durch den narbigen Umbau des Muskels verliert dieser seine Dehnfähigkeit, was zu einer charakteristischen Bewegungseinschränkung der Schultergliedmaße führt. Betroffen sind meist mittelgroße bis große, aktive Jagd- und Arbeitshunde.
Infraspinatuskontraktur Hund
Die Infraspinatuskontraktur ist eine fibrotische Veränderung des Musculus infraspinatus, eines Schultermuskels, beim Hund. Dabei wird das ursprünglich elastische Muskelgewebe durch narbiges Bindegewebe ersetzt, was zu einer typischen Bewegungseinschränkung der Vordergliedmaße führt. Betroffen sind vor allem mittelgroße bis große, sportlich oder jagdlich aktive Hunde.
IsolierterProcessusAnconaeus Hund
Der isolierte Processus Anconaeus (IPA) ist eine Entwicklungsstörung des Ellenbogengelenks beim Hund, bei der der Processus anconaeus (Hakenfortsatz) der Elle nicht mit dem Ellenschaft verwächst und isoliert bleibt. Diese Erkrankung gehört zu den häufigsten Ellenbogengelenksdysplasien (ED) bei Hunden großer Rassen und tritt typischerweise zwischen dem 4. und 12. Lebensmonat auf. Die fehlende knöcherne Verbindung führt zu Instabilität, Entzündungen und progressiver Arthrose im Ellenbogengelenk.
Karpalbandage Hund
Eine Karpalbandage ist ein orthopädisches Hilfsmittel zur Stabilisierung und Entlastung des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) beim Hund. Sie kommt bei Verletzungen, Überlastung, Arthrose oder zur postoperativen Versorgung zum Einsatz und unterstützt das Gelenk in seiner physiologischen Funktion. Je nach Ausführung bietet sie leichte Kompression bis hin zu starker Führung mit eingearbeiteten Stäben.
Karpalgelenk Hund
Das Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) beim Hund ist das komplexe Gelenkgefüge zwischen Unterarm (Radius und Ulna) und Vordermittelfuß (Metakarpalknochen). Es besteht aus mehreren Teilgelenken zwischen sieben kleinen Karpalknochen und ermöglicht Beugung, Streckung sowie geringe seitliche Bewegungen der Vorderpfote. Als stark belastetes Gelenk ist es anfällig für Verletzungen, Instabilitäten und degenerative Erkrankungen.
Karpalgelenkshygrom Hund
Ein Karpalgelenkshygrom ist eine flüssigkeitsgefüllte, weiche Schwellung im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) beim Hund. Es handelt sich um eine nicht-infektiöse Bursa (Schleimbeutel), die durch chronischen Druck oder wiederholte Traumata entsteht, meist an der Streckseite des Gelenks. Diese häufig bei großwüchsigen Hunderassen auftretende Veränderung ist in der Regel schmerzfrei, kann aber bei Größenzunahme oder Entzündung behandlungsbedürftig werden.
Karpalhyperextension Hund
Die Karpalhyperextension beim Hund bezeichnet eine krankhafte Überstreckung des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk), bei der die Pfote weiter nach hinten/unten abknickt als anatomisch vorgesehen. Ursache ist meist eine Schädigung des palmaren Bandapparates oder der Faserknorpelplatte. Die betroffene Gliedmaße zeigt eine typische durchgetretene Stellung, vergleichbar mit einem 'Plattfuß'.
Karpalorthese Hund
Eine Karpalorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das das Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) des Hundes stabilisiert, entlastet oder in einer definierten Position hält. Sie kommt zum Einsatz, wenn Bänder, Sehnen oder Gelenkstrukturen im Bereich des Karpus geschwächt, verletzt oder überdehnt sind. Je nach Bauform kann sie das Gelenk teilweise beweglich lassen oder vollständig ruhigstellen.
Karpaltunnel-Syndrom Hund
Das Karpaltunnel-Syndrom (KTS) ist eine Kompressionsneuropathie des Nervus medianus im Bereich des Karpaltunnels am Vorderfuß des Hundes. Es entsteht durch Einengung des Nervs zwischen den Handwurzelknochen und dem darüber liegenden Karpalband (Retinaculum flexorum), was zu Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und motorischen Ausfällen führen kann. Beim Hund ist diese Erkrankung deutlich seltener als beim Menschen, kann aber nach Traumata, chronischen Entzündungen oder durch anatomische Anomalien auftreten.
Kniekehlenwinkel Hund
Der Kniekehlenwinkel beschreibt beim Hund den Winkel zwischen Oberschenkel (Femur) und Unterschenkel (Tibia/Fibula) in der Hintergliedmaße, gemessen an der kaudalen (rückwärtigen) Seite des Kniegelenks. Er ist ein wichtiger Parameter zur Beurteilung der Winkelung der Hinterhand und hat direkten Einfluss auf Gangbild, Belastbarkeit und orthopädische Gesundheit.
Knieorthese Hund
Eine Knieorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Hund das Kniegelenk (Articulatio genus) von außen stabilisiert, führt und entlastet. Sie kommt vor allem bei Bandverletzungen, Instabilitäten oder nach Operationen am Knie zum Einsatz und ersetzt oder ergänzt je nach Indikation eine chirurgische Versorgung.
Knieprothese Hund
Eine Knieprothese beim Hund ist ein orthopädisches Hilfsmittel oder chirurgisches Implantat, das die Funktion des Kniegelenks ganz oder teilweise ersetzt bzw. stabilisiert. Im orthopädietechnischen Sinne handelt es sich meist um eine Orthese mit Gelenkmechanik, die das Knie führt und entlastet. Im chirurgischen Kontext bezeichnet der Begriff einen künstlichen Gelenkersatz (Total Knee Replacement), der beim Hund nur in spezialisierten Kliniken zum Einsatz kommt.
Krallenamputation Hund
Die Krallenamputation beim Hund bezeichnet die chirurgische Entfernung einer oder mehrerer Krallen, meist einschließlich des Krallenbeins (Endphalanx, P3). Sie wird ausschließlich aus medizinischer Indikation durchgeführt, etwa bei Tumoren, schweren Verletzungen oder chronischen Entzündungen. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose durch den Tierarzt.
Kreuzbandriss Hund
Der Kreuzbandriss beim Hund bezeichnet die teilweise oder vollständige Ruptur des vorderen (häufiger) oder hinteren Kreuzbandes im Kniegelenk. Diese Verletzung führt zu einer pathologischen Instabilität des Kniegelenks und ist eine der häufigsten orthopädischen Erkrankungen beim Hund, die oft eine chirurgische Versorgung und anschließende orthopädische Unterstützung erfordert.
Kreuzbandteilruptur Hund
Eine Kreuzbandteilruptur beim Hund bezeichnet den unvollständigen Riss des vorderen Kreuzbandes (Ligamentum cruciatum craniale) im Kniegelenk. Dabei ist nur ein Teil der Bandfasern zerrissen, während der übrige Anteil noch intakt ist. Sie gilt als häufige Vorstufe zur vollständigen Ruptur und ist eine der häufigsten orthopädischen Erkrankungen der Hinterhand beim Hund.
Krückenwagen Hund
Ein Krückenwagen ist eine spezielle Form des Hunderollwagens, der dem Tier bei eingeschränkter Geh- oder Stützfunktion einer oder mehrerer Gliedmaßen als mobile Stütze dient. Anders als ein klassischer Rollwagen, der gelähmte Beine vollständig ersetzt, entlastet der Krückenwagen einzelne Gliedmaßen, lässt sie aber: soweit möglich: am Boden mitarbeiten. Er fungiert damit als bewegliche Gehhilfe ähnlich einer Krücke beim Menschen.
Lahmheitsgrad Hund
Der Lahmheitsgrad ist eine standardisierte Skala zur objektiven Bewertung der Schwere einer Lahmheit beim Hund. Er wird in der Tiermedizin üblicherweise in fünf Stufen (0-4 oder 0-5) eingeteilt und ermöglicht eine systematische Dokumentation von Bewegungsstörungen sowie die Verlaufskontrolle während der Behandlung.
Legg-Calvé-Perthes Hund
Legg-Calvé-Perthes (auch Morbus Perthes oder aseptische Femurkopfnekrose) ist eine Erkrankung des Hüftgelenks beim Hund, bei der die Durchblutung des Oberschenkelkopfes (Femurkopf) gestört ist. Das führt zum Absterben des Knochengewebes, einer Deformation des Femurkopfes und in der Folge zu schmerzhafter Hüftgelenksarthrose. Betroffen sind vor allem junge Hunde kleiner Rassen im Wachstumsalter.
Lumbosakralstenose Hund
Die Lumbosakralstenose (auch degeneratives lumbosakrales Syndrom oder Cauda-equina-Syndrom genannt) ist eine Verengung des Wirbelkanals im Übergangsbereich zwischen dem letzten Lendenwirbel (L7) und dem Kreuzbein (Sakrum) beim Hund. Diese Stenose führt zu einer Kompression der Nervenwurzeln der Cauda equina und verursacht Schmerzen sowie neurologische Ausfälle in der Hinterhand.
Mediale Schulterinstabilität Hund
Die mediale Schulterinstabilität (MSI) ist eine häufige, oft schleichend verlaufende Erkrankung des Schultergelenks beim Hund, bei der die innenseitigen Stabilisatoren: insbesondere das mediale Glenohumeralband und die Sehne des Musculus subscapularis: überdehnt oder geschädigt sind. Dadurch verliert das Schultergelenk an Halt, und es kommt zu wiederkehrenden Lahmheiten der Vordergliedmaße. Betroffen sind häufig mittelgroße bis große, sportlich aktive Hunde.
Meniskusläsion Hund
Eine Meniskusläsion ist eine Verletzung der halbmondförmigen Knorpelscheiben (Menisken) im Kniegelenk des Hundes. Sie tritt beim Hund meist in Kombination mit einem Riss des vorderen Kreuzbandes auf und betrifft überwiegend den inneren (medialen) Meniskus. Die Schädigung führt zu Schmerzen, Lahmheit und einer fortschreitenden Arthrose im Knie.
Meniskusschaden Hund
Ein Meniskusschaden beim Hund bezeichnet eine Verletzung der halbmondförmigen Faserknorpelscheiben (Menisken) im Kniegelenk. Am häufigsten ist der Innenmeniskus (mediale Meniskus) betroffen, meist in Zusammenhang mit einem Kreuzbandriss. Die Verletzung führt zu Schmerzen, Lahmheit und einer eingeschränkten Kniegelenksfunktion.
Mobilitätsgeschirr Hund
Ein Mobilitätsgeschirr ist eine spezielle orthopädische Tragehilfe für Hunde mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit. Es ermöglicht dem Halter, den Hund beim Gehen, Aufstehen oder Treppensteigen gezielt zu unterstützen, indem Griffe oder Gurte das Anheben und Stabilisieren des Körpers erleichtern. Mobilitätsgeschirre werden sowohl temporär während der Rehabilitation als auch dauerhaft bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt.
Muskelatrophie der Oberschenkelmuskulatur Hund
Muskelatrophie der Oberschenkelmuskulatur bezeichnet den krankhaften Abbau und Volumenverlust der Skelettmuskulatur am Oberschenkel (M. quadriceps femoris, ischiocrurale Muskulatur) beim Hund. Diese Rückbildung entsteht durch Inaktivität, neurologische Störungen, chronische Schmerzen oder direkte Muskelerkrankungen und führt zu deutlich sichtbarer Verschmächtigung des betroffenen Beins.
OCD Hund
OCD (Osteochondrosis dissecans) ist eine Entwicklungsstörung des Gelenkknorpels beim heranwachsenden Hund, bei der sich Knorpelstücke vom darunterliegenden Knochen ablösen. Die Erkrankung betrifft vor allem schnellwachsende, großwüchsige Rassen und tritt bevorzugt in Schulter-, Ellbogen-, Knie- und Sprunggelenk auf. OCD führt zu Schmerzen, Lahmheit und kann unbehandelt zu fortschreitender Arthrose führen.
Ortho-Pet-Schiene Hund
Eine Ortho-Pet-Schiene ist eine individuell angefertigte orthopädische Schiene aus thermoplastischem Kunststoff, die beim Hund zur Stabilisierung, Entlastung oder Korrektur einer Gliedmaße eingesetzt wird. Sie umschließt das betroffene Bein passgenau und ermöglicht je nach Bauart eine kontrollierte Beweglichkeit oder eine vollständige Ruhigstellung. Der Begriff geht auf einen bestimmten Hersteller zurück, wird inzwischen aber häufig als Sammelbegriff für vergleichbare Hundeschienen verwendet.
Os-sesamoideum-Fraktur Hund
Eine Os-sesamoideum-Fraktur beim Hund bezeichnet den Bruch eines oder mehrerer Sesambeine, kleiner in Sehnen eingelagerter Knochen, die meist an den Zehen (Phalangen) lokalisiert sind. Besonders häufig betroffen sind die palmaren Sesambeine der Vordergliedmaßen, vor allem Sesambein Nummer 2 und 7. Die Fraktur kann zu chronischer Lahmheit und Belastungsschmerz führen.
Osteochondrosis-dissecans-Schulter Hund
Die Osteochondrosis dissecans (OCD) der Schulter ist eine Wachstumsstörung des Gelenkknorpels beim jungen Hund, bei der sich ein Knorpel- oder Knorpel-Knochen-Fragment vom Oberarmkopf (Caput humeri) ablöst. Sie zählt zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen des Schultergelenks bei großwüchsigen Hunderassen und führt zu Lahmheit sowie schmerzhafter Bewegungseinschränkung.
Osteosarkom Hund
Das Osteosarkom ist ein hochmaligner, primärer Knochentumor, der bei Hunden vor allem in den langen Röhrenknochen der Gliedmaßen auftritt. Es handelt sich um den häufigsten bösartigen Knochentumor beim Hund, der aggressiv wächst, starke Schmerzen verursacht und früh zur Metastasierung neigt. Betroffen sind vorwiegend große und riesige Hunderassen mittleren bis höheren Alters.
Pancarpalarthrodese Hund
Die Pancarpalarthrodese ist eine chirurgische Versteifung sämtlicher Gelenketagen des Karpalgelenks (Handwurzel) beim Hund. Dabei werden das Antebrachiokarpal-, Mittelkarpal- und Karpometakarpalgelenk dauerhaft in funktioneller Stellung fixiert, meist mittels Platte und Schrauben. Ziel ist eine schmerzfreie, stabile Belastung der Vordergliedmaße bei irreparabler Karpusinstabilität oder -zerstörung.
Pannus-Arthrose Hund
Pannus-Arthrose bezeichnet eine fortgeschrittene Gelenkerkrankung beim Hund, bei der sich entzündliches Bindegewebe (sogenannter Pannus) über den Gelenkknorpel ausbreitet und ihn zunehmend zerstört. Es handelt sich um eine Kombination aus chronischer Synovitis (Gelenkschleimhautentzündung) und arthrotischen Umbauprozessen, die zu Schmerzen, Bewegungseinschränkung und dauerhaftem Knorpelverlust führt.
Panosteitis Hund
Panosteitis ist eine schmerzhafte, selbstlimitierende Entzündung des Knochenmarks und der inneren Knochenschicht (Endost) langer Röhrenknochen bei jungen Hunden. Sie tritt typischerweise zwischen dem 5. und 18. Lebensmonat auf und äußert sich durch wechselnde Lahmheiten. Betroffen sind vor allem mittelgroße bis große Rassen, besonders Deutsche Schäferhunde.
Panostitis Hund
Panostitis ist eine schmerzhafte, in der Regel selbstlimitierende Entzündung des Knochenmarks und der inneren Knochenhaut (Endost) in den langen Röhrenknochen junger Hunde. Sie tritt typischerweise zwischen dem 5. und 18. Lebensmonat auf und betrifft vor allem mittelgroße bis große Rassen. Charakteristisch ist eine wechselnde, oft 'wandernde' Lahmheit ohne erkennbares Trauma.
Patellaluxation Hund
Die Patellaluxation ist eine Verlagerung der Kniescheibe (Patella) aus ihrer normalen Position in der Gleitrinne des Oberschenkelknochens (Trochlea femoris). Beim Hund tritt sie am häufigsten medial (nach innen) auf und zählt zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen, besonders bei kleinen Hunderassen. Je nach Schweregrad kann sie von gelegentlichem Herausspringen bis zu dauerhafter Luxation reichen.
Pfannenrandarthrose Hund
Die Pfannenrandarthrose bezeichnet degenerative Veränderungen am knöchernen Rand der Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) beim Hund. Sie entsteht häufig als Folge chronischer Fehlbelastungen, besonders bei Hüftgelenksdysplasie (HD), und führt zu knöchernen Zubildungen (Osteophyten) am Pfannenrand, die das Gelenk zunehmend einschränken und Schmerzen verursachen.
Pfotenorthese Hund
Eine Pfotenorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das die Pfote des Hundes stabilisiert, schützt oder Fehlstellungen ausgleicht. Sie wird individuell angepasst und kommt bei Verletzungen, neurologischen Erkrankungen oder chronischen Instabilitäten zum Einsatz. Ziel ist es, die Belastbarkeit der Pfote wiederherzustellen und Folgeschäden zu vermeiden.
Pfotenprothese Hund
Eine Pfotenprothese ist ein künstlicher Ersatz für einen amputierten oder nicht funktionsfähigen Teil der Hundepfote. Sie ermöglicht dem Hund, wieder schmerzfrei zu laufen, die Belastung gleichmäßig auf alle Gliedmaßen zu verteilen und dadurch Folgeschäden am Bewegungsapparat zu vermeiden. Pfotenprothesen werden individuell angefertigt und an die anatomischen Gegebenheiten sowie das Aktivitätsniveau des Hundes angepasst.
Pfotenschuh Hund
Ein Pfotenschuh ist ein schuhartiges Hilfsmittel, das die Pfote des Hundes umschließt und sie vor mechanischen, thermischen oder chemischen Einflüssen schützt. Er kommt sowohl im Alltag als auch in der orthopädischen Versorgung zum Einsatz, etwa nach Verletzungen, bei Pfotenerkrankungen oder zur Unterstützung der Bewegung. Je nach Modell dient er dem Schutz, der Stabilisierung oder der Verbesserung des Tritts.
Pfotenschutzschuh Hund
Ein Pfotenschutzschuh ist eine speziell für Hunde entwickelte orthopädische Schutzvorrichtung, die einzelne oder mehrere Pfoten umschließt und vor äußeren Einflüssen schützt. Er dient dem Schutz verletzter, operierter oder empfindlicher Pfotenballen und Zehen und ermöglicht dem Hund während der Heilungsphase eine kontrollierte Mobilität. Pfotenschutzschuhe kommen sowohl präventiv als auch therapeutisch zum Einsatz.
Propriozeptionsdefizit Hund
Ein Propriozeptionsdefizit beim Hund bezeichnet eine gestörte Eigenwahrnehmung von Körperlage, Gelenkstellung und Bewegung im Raum. Der Hund erhält oder verarbeitet Informationen aus Muskeln, Sehnen und Gelenken nicht mehr korrekt, was zu unsicherem Gangbild, Stolpern oder Fehlstellungen der Pfoten führt. Es ist häufig ein Hinweis auf neurologische oder orthopädische Grunderkrankungen.
Quadrizepskontraktur Hund
Die Quadrizepskontraktur ist eine schwerwiegende Erkrankung beim Hund, bei der der vierköpfige Oberschenkelmuskel (Musculus quadriceps femoris) narbig verkürzt und mit dem Oberschenkelknochen verwachsen ist. Dadurch kann das Kniegelenk nicht mehr gebeugt werden und die Hintergliedmaße bleibt in gestreckter Haltung fixiert. Häufig tritt sie als Komplikation nach Oberschenkelfrakturen bei jungen Hunden auf.
Radiusaplasie Hund
Die Radiusaplasie ist eine angeborene Fehlbildung, bei der die Speiche (Radius) am Unterarm des Hundes vollständig fehlt oder nicht angelegt ist. Diese seltene Entwicklungsstörung tritt bereits während der embryonalen Entwicklung auf und führt zu schwerwiegenden Funktionsstörungen der betroffenen Vordergliedmaße. Die Aplasie unterscheidet sich von der Hypoplasie, bei der der Knochen zwar angelegt, aber unterentwickelt ist.
Rampenhilfe Hund
Eine Rampenhilfe ist eine schräge Aufstiegshilfe, die Hunden das Überwinden von Höhenunterschieden erleichtert, ohne dass sie springen müssen. Sie dient der Schonung von Gelenken, Wirbelsäule und Bändern und ist besonders wichtig bei orthopädischen Erkrankungen, nach Operationen oder bei älteren Hunden mit eingeschränkter Mobilität.
Rückenorthese Hund
Eine Rückenorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Hund die Wirbelsäule stabilisiert, entlastet oder in einer definierten Position hält. Sie wird individuell angepasst und kommt bei Erkrankungen oder Verletzungen der Brust-, Lenden- oder Übergangswirbel zum Einsatz. Ziel ist die Reduktion von Schmerzen, der Schutz neurologischer Strukturen und die Unterstützung der Mobilität.
Sakroiliakalluxation Hund
Eine Sakroiliakalluxation ist eine Verrenkung des Iliosakralgelenks beim Hund, bei der sich das Darmbein (Ilium) vom Kreuzbein (Sakrum) löst. Sie entsteht meist durch stumpfe Gewalteinwirkung wie Verkehrsunfälle oder Stürze und führt zu einer Instabilität des Beckens mit oft erheblichen Bewegungseinschränkungen der Hinterhand.
Schulterbandage Hund
Eine Schulterbandage ist ein tierorthopädisches Hilfsmittel, das die Schulterregion des Hundes stabilisiert, entlastet und in ihrer Bewegung geführt. Sie wird eingesetzt, um Muskulatur, Sehnen und Gelenkstrukturen im Bereich des Schultergelenks zu unterstützen, etwa nach Verletzungen, bei chronischen Erkrankungen oder in der Rehabilitation.
Schulterinstabilität Hund
Die Schulterinstabilität beim Hund bezeichnet eine krankhaft erhöhte Beweglichkeit des Schultergelenks, bei der der Oberarmkopf nicht mehr stabil in der Gelenkpfanne geführt wird. Ursache ist meist eine Überdehnung oder Schädigung der stabilisierenden Bänder, Sehnen und der Gelenkkapsel. Sie führt zu Lahmheit und kann unbehandelt zu Folgeschäden wie Arthrose führen.
Spondylarthrose Hund
Spondylarthrose bezeichnet eine degenerative Gelenkerkrankung der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) der Wirbelsäule beim Hund. Es handelt sich um einen chronischen Verschleiß des Gelenkknorpels zwischen den Wirbelkörpern, der zu Entzündungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt. Die Erkrankung tritt häufig im Alter auf, kann aber auch durch Fehlbelastungen, Übergewicht oder angeborene Fehlstellungen begünstigt werden.
Spondylose Hund
Spondylose ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule beim Hund, bei der sich knöcherne Zubildungen (Spondylophyten) an den Wirbelkörperrändern bilden. Diese Veränderungen entstehen als Reaktion auf chronische Belastung, Instabilität oder altersbedingte Abnutzung der Bandscheiben und können zur Versteifung von Wirbelsäulensegmenten führen. Die Spondylose tritt besonders häufig bei älteren und großwüchsigen Hunderassen auf.
Sprunggelenkorthese Hund
Eine Sprunggelenkorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Hund das Tarsalgelenk (umgangssprachlich Sprunggelenk) stabilisiert, entlastet oder in einer definierten Position führt. Sie kommt zum Einsatz, wenn das Gelenk durch Verletzungen, Verschleiß oder neurologische Defizite seine Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen kann. Je nach Bauart kann sie Bewegungen einschränken, korrigieren oder unterstützen.
Stützbandage Hund
Eine Stützbandage ist ein textiles oder textil-elastisches Hilfsmittel, das beim Hund gezielt ein Gelenk oder eine Gliedmaßenregion umschließt, um Stabilität zu geben, Bewegung zu führen und Weichteilstrukturen zu entlasten. Sie wird vor allem bei leichten Instabilitäten, in der Rehabilitation oder zur Schonung nach Belastung eingesetzt. Im Gegensatz zur Orthese ersetzt sie keine verlorene Gelenkfunktion, sondern unterstützt eine vorhandene.
Stützbandage Lumbosakral Hund
Eine Stützbandage Lumbosakral ist ein tierorthopädisches Hilfsmittel, das den Übergang zwischen Lendenwirbelsäule und Kreuzbein (lumbosakraler Übergang) beim Hund entlastet und stabilisiert. Sie wird häufig bei degenerativen Veränderungen, Cauda-equina-Syndrom oder muskulären Schwächen im hinteren Rückenbereich eingesetzt. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zu verbessern und eine übermäßige Beugung oder Streckung dieses sensiblen Bereichs zu verhindern.
Stützbandage Tarsus Hund
Eine Stützbandage Tarsus ist ein orthopädisches Hilfsmittel für das Sprunggelenk (Tarsalgelenk) des Hundes. Sie stabilisiert das Gelenk von außen, entlastet Bänder und Sehnen und unterstützt die physiologische Bewegung. Eingesetzt wird sie bei Instabilitäten, postoperativ oder bei degenerativen Veränderungen des Hinterlaufs.
Stützgeschirr Hund
Ein Stützgeschirr ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das den Hund beim Gehen, Aufstehen oder Treppensteigen aktiv unterstützt. Es wird um Brust, Bauch oder Hinterhand angelegt und ermöglicht dem Halter, einen Teil des Körpergewichts abzufangen. Eingesetzt wird es bei Schwäche, Lähmungen, neurologischen Erkrankungen oder nach Operationen.
Sulcus-trochlearis-Dysplasie Hund
Die Sulcus-trochlearis-Dysplasie bezeichnet eine angeborene Fehlbildung der Gleitrinne (Sulcus trochlearis) am distalen Oberschenkelknochen beim Hund, in der die Kniescheibe (Patella) physiologisch gleiten sollte. Diese Rinne ist zu flach, zu schmal oder ungleichmäßig ausgebildet, wodurch die Kniescheibe nicht ausreichend geführt wird und zur Luxation neigt. Die Dysplasie ist eine der Hauptursachen für die Patellaluxation beim Hund und tritt häufig bei kleinen Hunderassen auf.
Supraspinatus-Tendinopathie Hund
Die Supraspinatus-Tendinopathie ist eine schmerzhafte Veränderung der Sehne des Musculus supraspinatus an der Schulter des Hundes. Sie entsteht meist durch chronische Überlastung und führt zu degenerativen Umbauprozessen, teils mit Verkalkungen (Mineralisationen) im Sehnengewebe. Betroffene Hunde zeigen häufig eine schleichende, belastungsabhängige Vorhandlahmheit.
Supraspinatustendinopathie Hund
Die Supraspinatustendinopathie ist eine schmerzhafte Erkrankung der Sehne des Musculus supraspinatus, eines wichtigen Schultermuskels beim Hund. Sie entsteht durch chronische Überlastung oder wiederkehrende Mikroverletzungen der Sehne und führt zu Lahmheit an der Vordergliedmaße. Betroffen sind besonders mittelgroße bis große, sportlich aktive Hunde.
Syringomyelie Hund
Syringomyelie ist eine neurologische Erkrankung, bei der sich flüssigkeitsgefüllte Hohlräume (Syrinxen) im Rückenmark des Hundes bilden. Diese entstehen meist durch eine Störung des Liquorflusses und führen zu Nervenschäden mit typischen Schmerz- und Bewegungssymptomen. Besonders häufig sind kleine Rassen wie der Cavalier King Charles Spaniel betroffen.
Tarsalarthrodese Hund
Die Tarsalarthrodese ist eine chirurgische Versteifung eines oder mehrerer Gelenke des Sprunggelenks (Tarsus) beim Hund. Sie wird eingesetzt, wenn ein Gelenk durch Verletzung, Instabilität oder Arthrose so stark geschädigt ist, dass eine schmerzfreie Funktion nicht mehr möglich ist. Ziel ist eine knöcherne Verschmelzung der beteiligten Knochen, um Stabilität und Belastbarkeit wiederherzustellen.
Tarsalgelenk Hund
Das Tarsalgelenk (Sprunggelenk) ist das komplexe Gelenk zwischen Unterschenkel und Mittelfuß beim Hund. Es besteht aus mehreren Teilgelenken zwischen Tibia, Fibula, den Tarsalknochen und den Mittelfußknochen und ermöglicht hauptsächlich Beugung und Streckung. Das Tarsalgelenk ist für die Fortbewegung, Kraftübertragung und Stoßdämpfung beim Laufen, Springen und Stehen essenziell.
Tarsalhyperextension Hund
Die Tarsalhyperextension beim Hund bezeichnet eine krankhafte Überstreckung des Sprunggelenks (Tarsus), bei der der Winkel zwischen Unterschenkel und Mittelfuß deutlich zu groß wird. Ursache ist meist eine Insuffizienz oder Ruptur des plantaren Bandapparates, wodurch der Hund beim Auftreten in einer sohlengängerartigen Haltung durchtritt. Die Erkrankung führt zu einer instabilen, schmerzhaften Belastung der Hintergliedmaße.
Tarsalhyperflexion Hund
Tarsalhyperflexion beim Hund bezeichnet eine übermäßige Beugung (Flexion) des Sprunggelenks (Tarsalgelenk), bei der der Winkel zwischen Unterschenkel und Mittelfuß deutlich verkleinert ist. Diese pathologische Fehlstellung führt dazu, dass der Hund beim Stehen oder Gehen mit durchgetretenem Sprunggelenk auftritt, wodurch der Tarsus teilweise oder vollständig den Boden berührt. Die Tarsalhyperflexion entsteht meist durch Schädigungen der Beugesehnen, neurologische Störungen oder Lähmungen der Extensoren.
Tarsalorthese Hund
Eine Tarsalorthese ist ein individuell angefertigtes orthopädisches Hilfsmittel für das Sprunggelenk (Tarsus) des Hundes. Sie stabilisiert, entlastet oder korrigiert das Gelenk bei Verletzungen, Instabilitäten oder degenerativen Erkrankungen und unterstützt so den Bewegungsapparat der Hintergliedmaße.
Tibiaplateauwinkel Hund
Der Tibiaplateauwinkel (TPA, engl. Tibial Plateau Angle) bezeichnet beim Hund den Neigungswinkel der Gelenkfläche des Schienbeinkopfes (Tibiaplateau) gegenüber der Längsachse des Schienbeins. Er ist ein zentraler Messwert in der Kniegelenksdiagnostik und spielt insbesondere beim vorderen Kreuzbandriss eine wichtige Rolle. Ein physiologischer TPA liegt beim Hund etwa zwischen 18° und 24°.
TPLO Hund
TPLO steht für Tibial Plateau Leveling Osteotomy, zu Deutsch: Nivellierung des Schienbeinplateaus. Es handelt sich um ein chirurgisches Verfahren beim Hund zur Behandlung eines Kreuzbandrisses, bei dem der Neigungswinkel des Schienbeinkopfes durch einen gezielten Knochenschnitt verändert wird. Ziel ist es, das Kniegelenk auch ohne intaktes vorderes Kreuzband zu stabilisieren.
Triple-Pelvic-Osteotomy Hund
Die Triple-Pelvic-Osteotomy (TPO) ist ein chirurgisches Verfahren beim jungen Hund mit Hüftgelenksdysplasie, bei dem das Becken an drei Stellen durchtrennt und neu ausgerichtet wird. Ziel ist es, die Pfanne über den Oberschenkelkopf zu drehen und so die Gelenkstabilität zu verbessern. Der Eingriff wird vor dem Auftreten arthrotischer Veränderungen durchgeführt, üblicherweise im Alter von etwa 5 bis 10 Monaten.
TTA Hund
TTA (Tibial Tuberosity Advancement, deutsch: Tibiaplateau-Vorverlagerung) ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung des Kreuzbandrisses beim Hund. Dabei wird der Ansatzpunkt des geraden Kniescheibenbandes (Tuberositas tibiae) nach vorne verlagert, um die biomechanischen Kräfte im Kniegelenk zu stabilisieren, ohne das gerissene Kreuzband direkt zu ersetzen.
Valgusstellung Hund
Die Valgusstellung (auch X-Bein genannt) bezeichnet eine Fehlstellung der Gliedmaßen beim Hund, bei der die Gelenke nach außen abweichen und die Pfoten nach innen zeigen. Die Extremität weicht dabei von der physiologischen Körperachse nach lateral (außen) ab, sodass zwischen den Oberschenkeln oder Unterarmen ein vergrößerter Winkel entsteht. Diese Fehlstellung kann angeboren oder erworben sein und führt zu ungleichmäßiger Belastung der Gelenke sowie des Bewegungsapparates.
Varusstellung Hund
Die Varusstellung bezeichnet eine Fehlstellung einer Gliedmaße, bei der die Extremität nach innen (zur Körpermitte hin) abweicht. Beim Hund betrifft dies meist die Vordergliedmaßen, wobei Unterarm, Vorderfußwurzelgelenk oder Pfote nach innen gekippt sind, sodass die Zehen nach innen zeigen. Diese O-Bein-Stellung führt zu unphysiologischer Belastungsverteilung und kann Gelenkschäden verursachen.
Vorderfußstützorthese Hund
Eine Vorderfußstützorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel für Hunde, das die Vordergliedmaße im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenks) und der Pfote stabilisiert. Sie wird eingesetzt, wenn Bänder, Sehnen oder Knochenstrukturen geschwächt sind und der Hund seine Vorderpfote nicht mehr ausreichend belasten kann. Die Orthese übernimmt die Stützfunktion und ermöglicht ein physiologischeres Gangbild.
Wobbler-Syndrom Hund
Das Wobbler-Syndrom (zervikale Spondylomyelopathie) ist eine neurologische Erkrankung der Halswirbelsäule beim Hund, bei der es zu Kompressionen des Rückenmarks durch Fehlbildungen, Instabilitäten oder degenerative Veränderungen der Halswirbel kommt. Die Erkrankung führt zu charakteristischen Gangstörungen mit taumelndem, unsicherem Gang (daher "Wobbler" = Wackler) und betrifft vor allem große und Riesenrassen. Typischerweise sind die hinteren Gliedmaßen stärker betroffen als die vorderen.
Zehenknöchelverband Hund
Der Zehenknöchelverband ist ein stabilisierender Verband, der beim Hund die Zehen und den Vorderfuß bis zum Karpalgelenk (Vorderpfote) oder Tarsalgelenk (Hinterpfote) umfasst. Er dient der Ruhigstellung und Protektion bei Verletzungen der Zehen, Ballen, Krallen oder distalen Gliedmaßenabschnitte. Der Verband wird in der Tierorthopädie häufig als temporäre Maßnahme vor oder ergänzend zu orthopädischen Hilfsmitteln eingesetzt.
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