TrittwerkTierorthopädie

Glossar der Tierorthopädie.

791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.

37 Begriffe zu Wildtier, alphabetisch

  1. Amputation Wildtier

    Als Amputation bezeichnet man die operative Abtrennung einer Gliedmaße oder eines Gliedmaßenabschnitts. Bei Wildtieren wird sie meist nach schweren Verletzungen durch Fallen, Verkehrsunfälle, Bissverletzungen oder Infektionen notwendig. Ziel ist es, das Überleben des Tieres zu sichern und: wo möglich: eine spätere Auswilderung oder ein dauerhaftes Leben in menschlicher Obhut zu ermöglichen.

  2. Auswilderungsorthese Wildtier

    Eine Auswilderungsorthese ist ein speziell angefertigtes orthopädisches Hilfsmittel, das Wildtieren nach Verletzungen oder Operationen ermöglicht, mit ausreichender Stabilität und Funktion in ihren natürlichen Lebensraum zurückzukehren. Sie unterstützt geschwächte oder dauerhaft beeinträchtigte Gliedmaßen so, dass das Tier wieder eigenständig jagen, fliehen oder sich fortbewegen kann. Ziel ist die Wiederherstellung einer überlebensfähigen Biomechanik unter Wildbedingungen.

  3. Beckenfraktur Wildtier

    Eine Beckenfraktur bezeichnet den Bruch eines oder mehrerer Knochen des knöchernen Beckenrings (Os ilium, Os ischii, Os pubis). Bei Wildtieren entsteht sie meist durch stumpfe Gewalteinwirkung wie Wildunfälle, Stürze oder Prädatorenangriffe. Aufgrund der zentralen Lage des Beckens für Stand, Fortbewegung und innere Organe stellt sie eine schwerwiegende Verletzung dar, die in der Wildtierrehabilitation besondere Anforderungen stellt.

  4. Capture Myopathy Wildtier

    Capture Myopathy (Fangmyopathie) ist eine stressbedingte Muskelerkrankung bei Wildtieren, die durch übermäßige körperliche Anstrengung, Angst und Stress während Fang, Immobilisation oder Transport ausgelöst wird. Sie führt zu Muskelschäden, Stoffwechselentgleisungen und kann orthopädische Folgeschäden wie Lähmungen, Muskelrisse oder Gliedmaßenfehlstellungen verursachen. Ohne rechtzeitige tierärztliche Behandlung verläuft sie häufig tödlich.

  5. Capture-Myopathie Wildtier

    Die Capture-Myopathie (auch Fangmyopathie oder Belastungsmyopathie genannt) ist eine lebensbedrohliche Muskelerkrankung bei Wildtieren, die durch extremen Stress, Panik und übermäßige Muskelanstrengung während des Fangens, Transports oder der Immobilisation ausgelöst wird. Sie führt zu massiven Muskelschädigungen mit Freisetzung von Myoglobin und kann zu akutem Nierenversagen, Herzversagen und Tod führen.

  6. Coracoidfraktur Wildtier

    Eine Coracoidfraktur ist ein Bruch des Rabenbeins (Os coracoideum), eines stabilen Knochens im Schultergürtel von Vögeln, der das Brustbein mit dem Schultergelenk verbindet. Bei Wildvögeln zählt diese Verletzung zu den häufigsten Frakturen des Schultergürtels und entsteht meist durch Kollisionstraumata. Sie führt regelmäßig zum Verlust der Flugfähigkeit und stellt in der Wildtierrehabilitation eine zentrale orthopädische Herausforderung dar.

  7. Distanzimmobilisation Wildtier

    Distanzimmobilisation bezeichnet das Ruhigstellen eines Wildtiers aus der Ferne, meist mittels Betäubungsgewehr, Blasrohr oder Injektionsstab. Sie ist bei Wildtieren häufig die einzige Möglichkeit, verletzte oder erkrankte Tiere sicher untersuchen und orthopädisch versorgen zu können, ohne Mensch und Tier durch direkten Kontakt zu gefährden.

  8. Externer Fixateur Wildtier

    Ein externer Fixateur ist ein außerhalb des Körpers angebrachtes Stabilisierungssystem zur Behandlung von Frakturen, das über perkutane Pins oder Schrauben mit dem Knochen verbunden ist. Bei Wildtieren wird er insbesondere dann eingesetzt, wenn innere Osteosyntheseverfahren aufgrund von Anatomie, Infektionsrisiko oder geplanter Auswilderung ungeeignet sind. Das System erlaubt eine stabile Knochenheilung bei gleichzeitig minimaler Manipulation am verletzten Tier.

  9. Fallenverletzung Wildtier

    Eine Fallenverletzung ist eine schwere, meist mechanisch bedingte Verletzung an Gliedmaßen von Wildtieren, verursacht durch Tellereisen, Schlingen, Kastenfallen oder Drahtschlingen. Typischerweise betroffen sind Fuß, Zehen, Karpal- oder Tarsalgelenk: oft mit Weichteil-, Nerven-, Gefäß- und Knochenschäden. Fallenverletzungen führen häufig zu Nekrosen, Amputationen oder chronischen Bewegungsstörungen.

  10. Fangschaden Wildtier

    Als Fangschaden werden Verletzungen des Bewegungsapparates bezeichnet, die bei Wildtieren durch den Einfang mittels Netzen, Fallen oder anderen Fangvorrichtungen entstehen. Diese umfassen typischerweise Frakturen, Luxationen, Weichteilverletzungen sowie Sehnen- und Bandrupturen, die durch Flucht- und Abwehrbewegungen in der Fangvorrichtung verursacht werden.

  11. Fangsyndrom Wildtier

    Das Fangsyndrom (auch Capture-Myopathie oder Stress-Myopathie genannt) ist eine schwere, oft tödlich verlaufende Stoffwechselerkrankung der Skelettmuskulatur bei Wildtieren. Es tritt nach extremer körperlicher Anstrengung und Stress auf, wie sie bei Fang, Transport oder Immobilisation entstehen. Folge sind Muskelzerstörung, Bewegungsstörungen und im weiteren Verlauf Organversagen.

  12. Flügelbandage Wildtier

    Eine Flügelbandage ist ein orthopädisches Hilfsmittel zur Stabilisierung, Ruhigstellung oder Korrektur eines verletzten Flügels bei Vögeln. Bei Wildtieren: insbesondere bei verletzten Wildvögeln wie Greifvögeln, Eulen, Wasservögeln oder Singvögeln: wird sie nach Frakturen, Luxationen oder Weichteilverletzungen eingesetzt, um den Flügel in physiologischer Position am Körper zu fixieren und so die Heilung zu unterstützen.

  13. Flügelfraktur Wildtier

    Eine Flügelfraktur bezeichnet den Knochenbruch eines oder mehrerer Knochen des Vogelflügels (Humerus, Radius, Ulna oder Karpometakarpus) bei Wildvögeln. Sie zählt zu den häufigsten Verletzungen bei aufgefundenen Wildvögeln und beeinträchtigt die Flugfähigkeit oft erheblich. Eine fachgerechte Versorgung ist entscheidend für die spätere Auswilderungsfähigkeit.

  14. Flughautriss Wildtier

    Ein Flughautriss bezeichnet eine Verletzung der Patagium-Membran bei fliegenden oder gleitenden Wildtieren, insbesondere bei Fledermäusen und Flughörnchen. Diese dünne, elastische Hautmembran zwischen den Extremitäten ermöglicht den Flug oder das Gleiten und ist anfällig für Traumata durch Kollisionen, Prädatoren oder Verfangen in Hindernissen.

  15. Frakturversorgung bei freilebenden Tieren Wildtier

    Die Frakturversorgung bei freilebenden Tieren umfasst alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung von Knochenbrüchen bei Wildtieren. Sie stellt eine besondere Herausforderung dar, da neben der medizinischen Versorgung auch die spätere Auswilderungsfähigkeit im Vordergrund steht. Ziel ist die vollständige Wiederherstellung der Funktion, damit das Tier in seinem natürlichen Lebensraum überleben kann.

  16. Geweihfraktur Wildtier

    Eine Geweihfraktur bezeichnet den teilweisen oder vollständigen Bruch einer Geweihstange bei männlichen Hirschartigen (Cerviden) wie Rothirsch, Damhirsch, Sika oder Reh. Sie tritt vor allem während der Bastphase oder im Rahmen von Brunftkämpfen auf und kann je nach Bruchstelle und Zeitpunkt erhebliche gesundheitliche Folgen haben.

  17. Käfigfraktur Wildtier

    Als Käfigfraktur wird in der Veterinärmedizin eine traumatische Beschädigung der Rippen bezeichnet, die den Brustkorb (Thorax) bilden. Bei Wildtieren entstehen Käfigfrakturen typischerweise durch Kollisionen mit Fahrzeugen, Prädatorenbisse, Stürze oder Einklemmungen. Die Verletzung kann einzelne oder mehrere Rippen betreffen und stellt eine häufige orthopädische und lebensbedrohliche Notfallsituation in der Wildtiermedizin dar.

  18. Karapaxfraktur Wildtier

    Eine Karapaxfraktur ist ein Bruch des oberen Panzerteils (Carapax) bei Schildkröten. Sie tritt bei Wildtieren: insbesondere bei einheimischen Land- und Wasserschildkröten: häufig durch Verkehrsunfälle, Rasenmäher, Hundebisse oder Stürze auf. Die Verletzung betrifft sowohl die knöchernen Panzerplatten als auch die darüberliegenden Hornschilde und kann lebensbedrohlich sein.

  19. Krallenabriss Wildtier

    Ein Krallenabriss bezeichnet das teilweise oder vollständige Ausreißen einer Kralle oder Klaue aus dem Krallenbett. Bei Wildtieren entsteht die Verletzung häufig durch Hängenbleiben in Zäunen, Fallen, Geäst oder durch Stürze. Die Verletzung ist schmerzhaft, blutet meist stark und kann das Tier in seiner Fortbewegung erheblich einschränken.

  20. Luxation des Tarsalgelenks Wildtier

    Die Luxation des Tarsalgelenks bezeichnet die vollständige Verschiebung der Gelenkflächen im Sprunggelenk (Tarsus) bei Wildtieren. Dabei verlieren die knöchernen Strukturen zwischen Unterschenkel und Mittelfuß ihren normalen Kontakt, was häufig mit Zerreißung der stabilisierenden Bänder einhergeht. Diese Verletzung tritt bei Wildtieren meist traumatisch auf und führt zu hochgradiger Lahmheit sowie Instabilität der Hintergliedmaße.

  21. Metallentfernung nach Knochenheilung Wildtier

    Die Metallentfernung nach Knochenheilung bezeichnet die operative Entnahme von Osteosynthesematerial wie Platten, Schrauben, Nägeln oder Drähten, nachdem eine Fraktur bei einem Wildtier vollständig verheilt ist. Bei Wildtieren wird sie besonders sorgfältig abgewogen, da jede weitere Narkose und Handhabung erheblichen Stress und Risiken bedeutet. Ziel ist es, langfristige Komplikationen wie Implantatlockerung, Reizungen oder Infektionen zu vermeiden und die Auswilderungsfähigkeit sicherzustellen.

  22. Osteomyelitis Wildtier

    Osteomyelitis bezeichnet eine bakterielle Entzündung des Knochenmarks und des angrenzenden Knochengewebes, die bei Wildtieren häufig durch offene Frakturen, penetrierende Verletzungen oder hämatogene Streuung entsteht. Die Erkrankung führt zu Knochenzerstörung, Sequesterbildung und kann bei unbehandelten Wildtieren zu chronischen Lahmheiten oder lebensbedrohlichen Sepsis-Zuständen führen. Bei Wildtieren ist die Prognose oft ungünstiger als bei Haustieren, da die Erkrankung meist erst in fortgeschrittenen Stadien erkannt wird.

  23. Panzerfraktur Wildtier

    Eine Panzerfraktur ist ein Bruch oder Riss im Knochenpanzer (Carapax und/oder Plastron) von Schildkröten. Bei Wildtieren: insbesondere freilebenden Land- und Wasserschildkröten: entsteht sie meist durch traumatische Einwirkungen wie Verkehrsunfälle, Bissverletzungen oder Stürze. Sie zählt zu den orthopädisch anspruchsvollsten Verletzungen im Wildtierbereich, da der Panzer integraler Bestandteil des Skeletts ist.

  24. Rehabilitationsauswilderung Wildtier

    Die Rehabilitationsauswilderung bezeichnet den strukturierten Prozess, ein verletztes, erkranktes oder verwaistes Wildtier nach medizinischer Behandlung und Rekonvaleszenz wieder in seinen natürlichen Lebensraum zu entlassen. Sie umfasst orthopädische Nachsorge, Konditionstraining und die Beurteilung der Überlebensfähigkeit im Freiland. Ziel ist die vollständige Wiederherstellung der artgerechten Bewegungs- und Verhaltensmuster.

  25. Schussfraktur Wildtier

    Eine Schussfraktur ist ein Knochenbruch, der durch ein Projektil (Kugel, Schrot, Pfeil) verursacht wird. Bei Wildtieren entsteht sie typischerweise durch Jagdverletzungen, Wilderei oder unsachgemäße Bejagung und ist häufig mit ausgedehnten Weichteilschäden, Knochensplitterung und einem hohen Infektionsrisiko verbunden.

  26. Schussverletzung Wildtier

    Eine Schussverletzung bei Wildtieren entsteht durch Geschosse aus Jagdwaffen und kann je nach Trefferlage, Kaliber und Geschosstyp unterschiedlich schwere Verletzungen des Bewegungsapparates verursachen. Neben direkten Knochenfrakturen und Weichteilverletzungen kommt es häufig zu Gefäß- und Nervenschädigungen, die langfristige orthopädische Folgen haben können. Schussverletzungen bei Wildtieren betreffen sowohl jagdlich erlegte Tiere als auch Unfallpatienten in Wildtierauffangstationen.

  27. Sehnenruptur Wildtier

    Eine Sehnenruptur bezeichnet den vollständigen oder teilweisen Riss einer Sehne, die Muskeln mit Knochen verbindet. Bei Wildtieren tritt diese Verletzung häufig durch traumatische Ereignisse wie Flucht, Sprünge, Kollisionen oder Kämpfe auf und beeinträchtigt die Bewegungsfähigkeit erheblich, was in freier Wildbahn oft lebensbedrohlich ist.

  28. Selbsttraumatisierung Wildtier

    Selbsttraumatisierung bezeichnet bei Wildtieren körperliche Verletzungen, die sich das Tier selbst zufügt: meist durch Fluchtversuche, Stress oder Reaktionen auf Schmerz und Fremdkörper. In der tierorthopädischen Versorgung von Wildtieren ist sie eine der größten Herausforderungen, da sie Heilungsprozesse erheblich behindern kann.

  29. Stressfraktur Wildtier

    Eine Stressfraktur ist ein feiner Haarriss im Knochen, der durch wiederholte Überlastung entsteht: ohne einmaliges Trauma. Bei Wildtieren tritt sie vor allem an stark belasteten Knochen der Gliedmaßen auf, etwa bei Fluchttieren nach längerer Verfolgung, bei Zoo- oder Gehegetieren durch monotone Bewegungsmuster oder bei rehabilitierten Wildtieren mit veränderter Belastung.

  30. Stressfraktur der Röhrenknochen Wildtier

    Eine Stressfraktur der Röhrenknochen ist ein feiner Ermüdungsbruch, der durch wiederholte Belastung oder Überbeanspruchung des Knochens ohne akutes Trauma entsteht. Bei Wildtieren betrifft sie vor allem die langen Knochen der Gliedmaßen wie Metakarpus, Metatarsus, Tibia oder Radius. Typisch sind Mikrorisse in der Knochenrinde (Kortikalis), die sich bei anhaltender Belastung zu einer vollständigen Fraktur ausweiten können.

  31. Stresskaskade Wildtier

    Die Stresskaskade beschreibt bei Wildtieren die aufeinanderfolgende Ausschüttung von Stresshormonen (Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol) als Reaktion auf Bedrohung, Schmerz oder Manipulation. Sie beeinflusst Kreislauf, Muskeltonus, Immunsystem und Wundheilung: und ist in der Wildtierorthopädie ein zentraler Faktor bei Versorgung, Anpassung und Rehabilitation.

  32. Stressmyopathie Wildtier

    Die Stressmyopathie (auch Capture Myopathy) ist eine bei Wildtieren auftretende Muskelerkrankung, die durch extreme körperliche und psychische Belastung: etwa während Fang, Transport oder Immobilisation: ausgelöst wird. Sie führt zu Muskelzelluntergang, Bewegungsstörungen und kann tödlich verlaufen. Betroffen sind vor allem Huftiere, Hasenartige und Vögel.

  33. Telemetrie-Monitoring Wildtier

    Telemetrie-Monitoring bezeichnet die drahtlose Übertragung physiologischer oder bewegungsbezogener Daten eines Tieres an einen externen Empfänger. Bei Wildtieren wird diese Technik eingesetzt, um Vitalparameter, Aktivitätsmuster oder die Gangmechanik aus der Ferne zu überwachen, ohne das Tier wiederholt einfangen zu müssen. In der tierorthopädischen Nachsorge von Wildtieren erlaubt sie eine objektive Kontrolle des Heilungsverlaufs nach Verletzungen oder Versorgung mit Hilfsmitteln.

  34. Transportmyopathie Wildtier

    Die Transportmyopathie ist eine stressbedingte Muskelerkrankung bei Wildtieren, die während oder nach Transport, Einfang oder Immobilisation auftritt. Sie ist eng mit der Capture-Myopathie verwandt und führt zu Muskelzelluntergang, Bewegungsstörungen und in schweren Fällen zum Tod. Besonders betroffen sind Huftiere wie Hirsche, Rehe, Gazellen und Wildequiden.

  35. Wildfangtrauma Wildtier

    Ein Wildfangtrauma bezeichnet die Gesamtheit aller körperlichen und psychischen Verletzungen, die ein Wildtier beim Einfangen, während des Transports oder durch die plötzliche Gefangenschaft erleidet. Dazu gehören insbesondere Verletzungen des Bewegungsapparates wie Frakturen, Luxationen, Sehnen- und Bänderrisse sowie Weichteilverletzungen, die durch Panik, Fluchtversuche und Abwehrreaktionen entstehen.

  36. Wildtiernarkose Wildtier

    Die Wildtiernarkose bezeichnet die medikamentöse Sedierung oder Vollnarkose von Wildtieren, um diese ohne Gefahr für Tier und Mensch untersuchen, behandeln oder transportieren zu können. Sie ist im orthopädischen Kontext häufig Voraussetzung für Diagnostik, Anpassung von Hilfsmitteln und chirurgische Eingriffe, da Wildtiere weder kooperieren noch fixiert werden können wie Haustiere.

  37. Wildtierprothese Wildtier

    Eine Wildtierprothese ist ein individuell angefertigtes orthopädisches Hilfsmittel, das ein fehlendes Gliedmaßensegment bei einem Wildtier funktionell ersetzt. Sie kommt zum Einsatz, wenn ein Bein oder ein Teil davon durch Verletzung, Amputation oder angeborene Fehlbildung nicht mehr vorhanden ist. Ziel ist es, dem Tier eine artgerechte Fortbewegung und ein möglichst schmerzfreies Leben: häufig in Auffangstationen, Zoos oder Wildparks: zu ermöglichen.

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