TrittwerkTierorthopädie

Glossar der Tierorthopädie.

791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.

46 Begriffe zu Lama, alphabetisch

  1. Angulare Gliedmaßendeformation Lama

    Eine angulare Gliedmaßendeformation bezeichnet eine seitliche Achsenabweichung der Gliedmaßen bei Lamas, bei der sich die Knochen in einer abnormalen Winkelung zueinander befinden. Diese Fehlstellung tritt meist im Bereich der Wachstumsfugen auf und führt zu einer X- oder O-Beinstellung, die bereits bei Jungtieren (Crias) sichtbar werden kann.

  2. Angulare Gliedmaßendeformität Lama

    Eine angulare Gliedmaßendeformität beim Lama ist eine seitliche Achsabweichung einer Gliedmaße, bei der das Bein in einem Gelenk nach innen (Varus) oder außen (Valgus) abknickt. Besonders häufig betroffen sind Jungtiere (Crias) im Bereich des Karpal- oder Tarsalgelenks. Die Fehlstellung beeinträchtigt das Gangbild und kann langfristig zu Sekundärschäden an Gelenken und Sehnen führen.

  3. Angulare Gliedmaßenfehlstellung Lama

    Eine angulare Gliedmaßenfehlstellung beim Lama bezeichnet eine seitliche Abweichung der Gliedmaßenachse von der senkrechten Belastungslinie. Sie tritt vor allem bei Jungtieren (Cria) auf und betrifft häufig das Karpal- oder Tarsalgelenk. Je nach Richtung spricht man von Valgus- (Abweichung nach außen) oder Varusstellung (Abweichung nach innen).

  4. Ballenabszess Lama

    Ein Ballenabszess ist eine eitrige, abgekapselte Entzündung im Bereich der Sohlenballen bei Lamas, die durch bakterielle Infektionen entsteht. Diese schmerzhafte Erkrankung tritt häufig nach Verletzungen der Ballenhaut auf und kann zu erheblichen Lahmheiten sowie langfristigen Bewegungseinschränkungen führen.

  5. Femoropatellargelenksluxation Lama

    Die Femoropatellargelenksluxation ist das Ausrenken der Kniescheibe (Patella) aus ihrer Gleitrinne am Oberschenkelknochen (Femur). Bei Lamas tritt sie meist als mediale (innen) oder laterale (außen) Verlagerung auf und führt zu einer deutlich gestörten Funktion des Kniegelenks. Sie kann angeboren, entwicklungsbedingt oder traumatisch entstehen und beeinträchtigt das Gangbild der betroffenen Tiere erheblich.

  6. Fersenhornablösung Lama

    Die Fersenhornablösung beim Lama bezeichnet das teilweise oder vollständige Ablösen der hornigen Schutzschicht im hinteren Bereich der Fußsohle (Ferse). Da Lamas auf weichen Sohlenpolstern mit nur zwei Zehennägeln laufen, ist eine intakte Hornschicht essenziell für die Lastverteilung und den Schutz tieferliegender Strukturen. Eine Ablösung führt zu Lahmheit und kann Eintrittspforte für Infektionen sein.

  7. Fesselgelenksdistorsion Lama

    Eine Fesselgelenksdistorsion beim Lama ist eine Verstauchung des Fesselgelenks, bei der die Bänder und Gelenkkapsel überdehnt oder teilweise eingerissen sind, ohne dass es zu einer Fraktur oder vollständigen Luxation kommt. Sie entsteht meist durch Umknicken, Ausrutschen oder Fehltritte auf unebenem Gelände. Klinisch zeigen sich Lahmheit, Schwellung und Schmerzhaftigkeit im Bereich des Fesselgelenks.

  8. Fesselträgerdesmitis Lama

    Die Fesselträgerdesmitis ist eine entzündliche Erkrankung des Fesselträgers (Musculus interosseus medius), eines sehnenartigen Bandes an der Rückseite des Röhrbeins. Beim Lama tritt sie seltener als beim Pferd auf, kann jedoch durch Fehlbelastung, Überlastung oder altersbedingte Degeneration entstehen und führt zu Lahmheit und Schwellung im Fesselbereich.

  9. Fußungswinkelanomalie Lama

    Eine Fußungswinkelanomalie beim Lama bezeichnet eine Abweichung des Winkels, in dem die Zehen beim Auffußen den Boden berühren. Sie betrifft das Zehenendorgan mit den beiden Zehenpolstern und Krallen und kann zu Fehlbelastungen der Gelenke, Sehnen und Bänder der gesamten Gliedmaße führen.

  10. Hyperextension des Karpus Lama

    Die Hyperextension des Karpus bezeichnet eine übermäßige Streckung (Überstreckung) des Vorderfußwurzelgelenks beim Lama, bei der der physiologische Bewegungsumfang überschritten wird. Dies führt zu einer abnormalen Winkelung zwischen Unterarm und Mittelhand, wobei die palmare (handflächenseitige) Gelenkkapsel und Bänder überdehnt werden. Bei Lamas tritt diese Deformität häufig bei Jungtieren auf, kann aber auch erworben durch Trauma oder degenerative Prozesse entstehen.

  11. Karpalbandagenstütze Lama

    Eine Karpalbandagenstütze ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Lama das Karpalgelenk: das sogenannte Vorderfußwurzelgelenk, vergleichbar mit unserem Handgelenk: stabilisiert und entlastet. Sie kommt bei Überlastungen, Bandinstabilitäten oder zur Nachsorge nach Verletzungen zum Einsatz. Durch gezielte Führung und Kompression unterstützt sie das Gelenk, ohne die natürliche Bewegung des Tieres vollständig einzuschränken.

  12. Karpalgelenksarthrose Lama

    Die Karpalgelenksarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung des Karpus (Vorderfußwurzelgelenk) beim Lama, die durch fortschreitenden Knorpelabbau, Entzündungsprozesse und Knochenveränderungen gekennzeichnet ist. Sie führt zu Schmerzen, Lahmheit und eingeschränkter Beweglichkeit der Vordergliedmaßen und beeinträchtigt damit die Lebensqualität sowie die Nutzbarkeit als Pack- oder Begleittier erheblich.

  13. Karpus-valgus-Deformität Lama

    Die Karpus-valgus-Deformität beim Lama ist eine Fehlstellung des Vorderbeins, bei der die untere Gliedmaße ab dem Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) nach außen abweicht. Sie tritt vor allem bei Jungtieren (Crias) auf und kann angeboren oder erworben sein. Unbehandelt führt sie zu fehlerhafter Belastung, Gelenkverschleiß und Bewegungsproblemen.

  14. Karpus-Valgus-Stellung Lama

    Die Karpus-Valgus-Stellung beim Lama ist eine Achsenfehlstellung der Vordergliedmaße, bei der das Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) nach innen abweicht, während die Zehe nach außen zeigt. Es handelt sich um eine winkelbedingte Deformation (Angular Limb Deformity, ALD), die angeboren oder im Wachstum erworben sein kann. Unbehandelt führt sie zu Fehlbelastungen, Gelenkverschleiß und Lahmheit.

  15. Klauenspreizer-Orthese Lama

    Eine Klauenspreizer-Orthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Lama dazu dient, die beiden Zehen (Klauen) in einer definierten Position zueinander zu halten oder leicht zu spreizen. Sie wird eingesetzt, wenn die Zehen krankheitsbedingt zu eng aneinanderstehen, sich überkreuzen oder eine Fehlstellung im Zehenbereich vorliegt. Ziel ist eine physiologische Lastverteilung auf die Sohlenflächen beider Zehen.

  16. Kniegelenksdysplasie Lama

    Die Kniegelenksdysplasie beim Lama bezeichnet eine angeborene oder früh erworbene Fehlentwicklung des Kniegelenks (Articulatio genus), bei der die knöchernen und weichteiligen Strukturen nicht korrekt zueinander passen. Betroffen sind vor allem die Gleitrinne der Kniescheibe (Trochlea femoris), die Kreuzbänder oder die Menisken. Die Folge sind Instabilität, Fehlbelastung und langfristig degenerative Gelenkveränderungen.

  17. Kotbeinbruch Lama

    Ein Kotbeinbruch (auch Kotflügelbruch) bezeichnet beim Lama eine Fraktur im Bereich des Hüfthöckers (Tuber coxae), also des seitlich am Becken hervorstehenden Knochenvorsprungs. Die Verletzung entsteht meist durch stumpfe Gewalteinwirkung wie Stürze, Tritte oder Zusammenstöße im Stall. Charakteristisch ist eine sichtbare Asymmetrie der Beckenkontur mit abgesenkter Hüftseite.

  18. Kotflügelorthese für Sprunggelenk Lama

    Eine Kotflügelorthese für das Sprunggelenk ist eine seitlich umfassende, schalenförmige Orthese, die das Tarsalgelenk (Sprunggelenk) des Lamas stabilisiert und vor seitlichem Wegknicken schützt. Die Bauform erinnert an einen Kotflügel, der das Gelenk wie eine schützende Hülle umgibt und gleichzeitig die Beweglichkeit in der Sagittalebene erlaubt. Beim Lama kommt sie vor allem bei Bandinstabilitäten, nach Verletzungen oder bei Achsfehlstellungen zum Einsatz.

  19. Krallendeformation Lama

    Krallendeformation beim Lama bezeichnet krankhafte Veränderungen der Zehennägel (Krallen), die durch Wachstumsstörungen, falsche Haltung oder mangelnde Pflege entstehen. Die häufigste Form ist das übermäßige Längenwachstum mit Verbiegungen, das zu Fehlstellungen der Zehen und Lahmheiten führt. Krallendeformationen beeinträchtigen die Gewichtsverteilung und können chronische Gelenkprobleme verursachen.

  20. Krallenkapselriss Lama

    Ein Krallenkapselriss beim Lama bezeichnet einen Längs- oder Querriss in der hornigen Krallenkapsel, die die Zehenspitze umgibt. Solche Risse können oberflächlich bleiben oder bis in die sensible Lederhaut reichen und zu Lahmheit, Infektionen sowie Instabilität der gesamten Zehe führen.

  21. Metakarpalperiostitis Lama

    Die Metakarpalperiostitis ist eine entzündliche Reizung der Knochenhaut (Periost) am Mittelfußknochen (Metakarpus) des Lamas. Sie entsteht durch Überlastung, wiederholte Mikrotraumata oder direkte Stöße und führt zu Lahmheit sowie schmerzhaften Schwellungen an der Vordergliedmaße.

  22. Metatarsalfraktur Lama

    Eine Metatarsalfraktur bezeichnet den Bruch eines oder mehrerer Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia) beim Lama. Diese Knochen verbinden beim Lama die Fußwurzelknochen mit den Zehengliedern und sind essentiell für die Gewichtsverteilung und Fortbewegung. Frakturen entstehen meist durch Traumata wie Tritte, Stürze auf unebenem Gelände oder Einklemmungen im Gatter.

  23. Os-coxae-Luxation Lama

    Eine Os-coxae-Luxation beim Lama bezeichnet die Verrenkung im Bereich des Hüftbeins (Os coxae), meist als Luxation des Hüftgelenks, bei der der Oberschenkelkopf aus der Gelenkpfanne (Acetabulum) springt. Sie tritt beim Lama vergleichsweise selten auf, ist aber ein schwerwiegender orthopädischer Notfall, der zu akuter Lahmheit und Bewegungsunfähigkeit führt. Häufigste Ursache sind Traumata wie Stürze, Ausrutschen auf glattem Untergrund oder Rangkämpfe innerhalb der Herde.

  24. Patellafixation Lama

    Die Patellafixation (Upward Fixation of the Patella) ist eine Funktionsstörung des Kniegelenks, bei der die Kniescheibe (Patella) am oberen Ende der Oberschenkelrolle hängenbleibt. Beim Lama führt dies zu einer typischen Streckhaltung der Hintergliedmaße, da das Bein nicht aktiv gebeugt werden kann. Es handelt sich um eine mechanische Blockade des Streckapparates, die spontan oder dauerhaft auftreten kann.

  25. Phalangealgelenksluxation Lama

    Die Phalangealgelenksluxation bezeichnet das Ausrenken (Luxation) eines Zehengelenks beim Lama, wobei die Gelenkflächen der Zehenknochen (Phalangen) ihre normale anatomische Position verlieren. Bei Lamas betrifft dies meist die Gelenke zwischen den drei Zehengliedern der zweigliedrigen Zehen. Diese Verletzung entsteht häufig durch Traumata, Fehltritte in unebenem Gelände oder übermäßige Belastung und erfordert zeitnahe tierärztliche Versorgung.

  26. Phalanx-distalis-Fraktur Lama

    Eine Phalanx-distalis-Fraktur bezeichnet beim Lama den Bruch des Klauenbeins: des letzten Zehenknochens, der sich innerhalb der Klauenkapsel befindet. Diese Fraktur betrifft den distalen Endpunkt der Zehe und ist beim Lama eine seltene, aber schwerwiegende orthopädische Erkrankung, die zu hochgradiger Lahmheit führt.

  27. Polsterbandage Lama

    Eine Polsterbandage ist eine weiche, gepolsterte Wickelbandage, die bei Lamas zum Schutz und zur Stabilisierung verletzter oder entzündeter Gliedmaßen eingesetzt wird. Sie dient der Druckverteilung, Polsterung empfindlicher Bereiche und der Unterstützung bei Wundheilung oder orthopädischen Problemen an Beinen und Gelenken.

  28. Rückenmarkskompression der Halswirbelsäule Lama

    Eine Rückenmarkskompression der Halswirbelsäule beim Lama beschreibt eine Einengung des Rückenmarks im Bereich der sieben Halswirbel (Vertebrae cervicales), die zu neurologischen Ausfällen führt. Ursachen können knöcherne Veränderungen, Bandscheibenprobleme, Traumata oder Fehlbildungen sein. Betroffene Lamas zeigen typischerweise Koordinationsstörungen, Schwäche in den Gliedmaßen oder eine veränderte Kopf-Hals-Haltung.

  29. Schiene für Hyperflexion Lama

    Eine Schiene für Hyperflexion ist eine orthopädische Hilfe, die beim Lama eingesetzt wird, um eine übermäßige Beugung (Hyperflexion) eines Gelenks: meist im Bereich des Fessel- oder Karpalgelenks: mechanisch zu begrenzen und die betroffene Gliedmaße in eine physiologisch korrekte Stellung zu bringen. Sie stabilisiert geschwächte Sehnen- und Bandstrukturen und ermöglicht eine kontrollierte Belastung während der Heilungs- oder Wachstumsphase.

  30. Schiene zur Karpusstabilisierung Lama

    Eine Schiene zur Karpusstabilisierung ist eine orthopädische Hilfsmittelversorgung, die das Karpalgelenk (entspricht dem Handgelenk beim Menschen) des Lamas in einer definierten Position fixiert oder unterstützt. Sie wird eingesetzt, um Überlastungen, Instabilitäten oder Fehlstellungen im Bereich des Vorderbeins zu kontrollieren und die Heilung geschädigter Strukturen zu fördern. Die Schiene kann starr, teilflexibel oder gelenkig ausgeführt sein: je nach Indikation und Therapieziel.

  31. Sehnenscheidenentzündung der Beugesehnen Lama

    Die Sehnenscheidenentzündung der Beugesehnen (Tendovaginitis) beim Lama ist eine schmerzhafte Entzündung der schützenden Sehnenscheide, die die tiefe und oberflächliche Beugesehne an den Gliedmaßen umgibt. Sie führt zu Lahmheit, Schwellung und eingeschränkter Bewegungsfreiheit, vor allem im Bereich der Fessel und des Karpal- bzw. Sprunggelenks. Beim Lama tritt sie häufig durch Überlastung, Fehlbelastung oder ungewohnte Untergründe auf.

  32. Sesambeinentzündung Lama

    Eine Sesambeinentzündung (Sesamoiditis) bezeichnet eine entzündliche Erkrankung der kleinen Sesambeine, die bei Lamas vor allem im Bereich der Zehengelenke zu finden sind. Diese erbsengroßen Knochen sind in Sehnen eingebettet und fungieren als Umlenkrollen, um die Hebelwirkung der Beugesehnen zu verbessern. Entzündungen entstehen meist durch chronische Überlastung, Fehlstellungen oder Traumata und führen zu Lahmheit.

  33. Skapulohumeralgelenksarthrose Lama

    Die Skapulohumeralgelenksarthrose beim Lama ist eine chronisch-degenerative Erkrankung des Schultergelenks, bei der Knorpel zwischen Schulterblatt (Scapula) und Oberarmknochen (Humerus) fortschreitend abgebaut wird. Sie führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkung und einer typischen Vorderhandlahmheit. Bei Lamas tritt sie meist im höheren Alter oder nach chronischer Überlastung auf.

  34. Sohlenlederhautentzündung Lama

    Die Sohlenlederhautentzündung (Pododermatitis aseptica) ist eine schmerzhafte Entzündung der Lederhaut unter der Sohle des Lamas. Sie betrifft das stark durchblutete Gewebe zwischen Zehenknochen und Sohlenhorn und führt zu deutlicher Lahmheit. Beim Lama tritt sie häufig durch Haltungs-, Untergrund- oder Pflegefehler auf.

  35. Stellschiene für Zehenkorrektur Lama

    Eine Stellschiene für Zehenkorrektur ist ein individuell angefertigtes orthopädisches Hilfsmittel, das beim Lama eingesetzt wird, um Fehlstellungen der Zehen schrittweise zu korrigieren oder zu stabilisieren. Sie wirkt durch gezielten Druck und definierte Achsenführung auf die betroffene Zehe und kann sowohl bei jungen Tieren mit Wachstumsfehlstellungen als auch bei erwachsenen Lamas nach Verletzungen verwendet werden.

  36. Stützverband für Zehenglieder Lama

    Ein Stützverband für Zehenglieder ist eine gezielt angelegte, semi-rigide Verbandstechnik zur Stabilisierung der Zehenknochen (Phalangen) und der zugehörigen Gelenke beim Lama. Er entlastet verletzte Strukturen, schützt vor Fehlbelastung und unterstützt die Heilung von Bändern, Sehnen oder Knochen im Bereich der gespaltenen Klauen.

  37. Suspensorium-Desmopathie Lama

    Die Suspensorium-Desmopathie ist eine degenerative oder traumatisch bedingte Erkrankung des Fesselträgers (Musculus interosseus medius), eines wichtigen Stützbandes der distalen Gliedmaße. Beim Lama betrifft sie vor allem Tiere mit Fehlstellungen, Überlastung oder altersbedingtem Verschleiß und führt zu Lahmheit und Absinken der Fesselgelenke. Die Erkrankung kann an Ursprung, Schenkeln oder Endsehne lokalisiert sein.

  38. Tarsalgelenksdysplasie Lama

    Die Tarsalgelenksdysplasie beim Lama bezeichnet eine angeborene oder früh erworbene Fehlentwicklung des Sprunggelenks (Tarsus), bei der Gelenkflächen, Knochenkerne oder Bandstrukturen nicht regelrecht ausgebildet sind. Sie führt zu Instabilität, Fehlstellungen und einer vorzeitigen Abnutzung des Gelenks. Betroffene Lamas zeigen häufig eine veränderte Hinterhandbelastung und Lahmheit.

  39. Tarsitis Lama

    Tarsitis bezeichnet eine Entzündung des Sprunggelenks (Tarsalgelenk) beim Lama. Sie betrifft die Gelenkstrukturen einschließlich Gelenkkapsel, Synovialmembran und umgebender Weichteile und führt zu Lahmheit, Schwellung und Bewegungseinschränkung. Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen und erfordert zeitnahe tierärztliche Behandlung.

  40. Tendovaginitis Lama

    Tendovaginitis ist eine Entzündung der Sehnenscheide (Vagina tendinis), die bei Lamas häufig die Sehnen der distalen Gliedmaßen betrifft. Die Erkrankung entsteht durch mechanische Überlastung, Traumata oder Infektionen und führt zu Schwellung, Schmerzhaftigkeit und Lahmheit. Unbehandelt kann eine chronische Tendovaginitis zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen führen.

  41. Tibiale Torsion Lama

    Die tibiale Torsion bezeichnet eine Verdrehung des Schienbeins (Tibia) um seine Längsachse. Beim Lama äußert sie sich als Fehlstellung der Hintergliedmaße, bei der die untere Beinachse gegenüber dem Knie nach innen oder außen rotiert ist. Diese Deformation kann angeboren oder durch Wachstumsstörungen erworben sein und beeinträchtigt die Stand- und Gangmechanik.

  42. Tibiotarsalgelenksarthritis Lama

    Die Tibiotarsalgelenksarthritis bezeichnet eine entzündliche Erkrankung des Sprunggelenks (Articulatio tibiotarsalis) beim Lama, bei der es zu schmerzhaften Entzündungsprozessen der Gelenkstrukturen kommt. Diese Erkrankung beeinträchtigt die Beweglichkeit und Belastbarkeit der Hintergliedmaße erheblich und kann ohne angemessene Behandlung zu dauerhaften Gelenkschäden und Lahmheit führen.

  43. Zehenfehlstellung Lama

    Zehenfehlstellungen beim Lama bezeichnen angeborene oder erworbene Abweichungen der Zehenstellung von der anatomisch korrekten Position. Bei Lamas, die als Zehenspitzengänger zwei funktionale Zehen (Digit III und IV) besitzen, können Fehlstellungen wie Varus- oder Valgusdeformitäten, verdrehte Zehen oder abnorme Zehenwinkel auftreten. Diese beeinträchtigen die Belastungsverteilung, den Gang und können zu chronischen Schmerzen und Folgeschäden führen.

  44. Zehenpolsterverletzung Lama

    Eine Zehenpolsterverletzung beim Lama bezeichnet eine Schädigung der dicken, schwieligen Polster an den Zehenspitzen, die als Sohlenballen fungieren. Diese Polster sind entscheidend für die Lastverteilung und Stoßdämpfung beim Gehen, insbesondere auf hartem oder unebenem Untergrund. Verletzungen können durch Fremdkörper, übermäßige Abnutzung, Verbrennungen oder Infektionen entstehen.

  45. Zehenspreizorthese Lama

    Eine Zehenspreizorthese ist ein tierorthopädisches Hilfsmittel, das beim Lama die beiden Zehen (Zehenstrahlen) in einer definierten Position zueinander hält oder deren Spreizung korrigiert. Sie kommt zum Einsatz, wenn die natürliche Stellung der Zehen durch Verletzung, Bänderschwäche oder Fehlbelastung gestört ist. Ziel ist es, die Lastverteilung auf der Sohle zu normalisieren und schmerzhafte Fehlstellungen zu vermeiden.

  46. Zwischenklauenphlegmone Lama

    Die Zwischenklauenphlegmone ist eine akute, eitrig-entzündliche Infektion des Weichteilgewebes im Zwischenklauenspalt. Beim Lama betrifft sie den Bereich zwischen den beiden Zehen und führt zu erheblicher Lahmheit sowie Schwellung der gesamten Zehenregion.

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