TrittwerkTierorthopädie

Glossar der Tierorthopädie.

791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.

21 Begriffe mit C

  1. CAE-Arthritis Ziege

    CAE-Arthritis (Caprine Arthritis-Enzephalitis) ist eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung bei Ziegen, die durch das CAE-Virus verursacht wird. Die Erkrankung führt zu progressiven Entzündungen der Gelenke, Schwellungen und zunehmender Lahmheit, besonders in den Karpalgelenken (Vordergliedmaßen) und Tarsalgelenken (Hintergliedmaßen). CAE-Arthritis ist eine nicht heilbare, virusbedingte Erkrankung, die erhebliche Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit und Lebensqualität zur Folge haben kann.

  2. Caprine Arthritis Encephalitis Ziege

    Caprine Arthritis Encephalitis (CAE) ist eine virale Infektionserkrankung bei Ziegen, ausgelöst durch ein Lentivirus. Die Erkrankung manifestiert sich vor allem als chronische Gelenkentzündung (Arthritis) bei erwachsenen Tieren und kann zu erheblichen Bewegungseinschränkungen führen. CAE hat direkte Auswirkungen auf den Bewegungsapparat und erfordert häufig orthopädische Unterstützung.

  3. Caprine Arthritis-Encephalitis Ziege

    Caprine Arthritis-Encephalitis (CAE) ist eine virale Infektionskrankheit bei Ziegen, verursacht durch ein Retrovirus, das chronische Gelenkentzündungen (Arthritis) und neurologische Störungen (Encephalitis) hervorruft. Die Erkrankung führt zu progressiven Gelenkschäden, die den Bewegungsapparat erheblich beeinträchtigen und häufig eine orthopädische Versorgung notwendig machen.

  4. Caprine Arthritis-Enzephalitis Ziege

    Die Caprine Arthritis-Enzephalitis (CAE) ist eine chronische, virale Infektionskrankheit der Ziegen, die durch das CAE-Virus (ein Lentivirus) verursacht wird. Sie äußert sich hauptsächlich in Form von progressiven Gelenkentzündungen (Arthritis) bei erwachsenen Tieren sowie Enzephalitis bei Jungtieren und beeinträchtigt nachhaltig den Bewegungsapparat betroffener Ziegen.

  5. Capture Myopathy Wildtier

    Capture Myopathy (Fangmyopathie) ist eine stressbedingte Muskelerkrankung bei Wildtieren, die durch übermäßige körperliche Anstrengung, Angst und Stress während Fang, Immobilisation oder Transport ausgelöst wird. Sie führt zu Muskelschäden, Stoffwechselentgleisungen und kann orthopädische Folgeschäden wie Lähmungen, Muskelrisse oder Gliedmaßenfehlstellungen verursachen. Ohne rechtzeitige tierärztliche Behandlung verläuft sie häufig tödlich.

  6. Capture-Myopathie Wildtier

    Die Capture-Myopathie (auch Fangmyopathie oder Belastungsmyopathie genannt) ist eine lebensbedrohliche Muskelerkrankung bei Wildtieren, die durch extremen Stress, Panik und übermäßige Muskelanstrengung während des Fangens, Transports oder der Immobilisation ausgelöst wird. Sie führt zu massiven Muskelschädigungen mit Freisetzung von Myoglobin und kann zu akutem Nierenversagen, Herzversagen und Tod führen.

  7. Carapax Reptil

    Der Carapax bezeichnet den oberen, dorsalen Teil des Panzers bei Schildkröten. Er besteht aus verknöcherten Platten, die mit der Wirbelsäule und den Rippen verwachsen sind und von Hornschilden bedeckt werden. Der Carapax dient als Schutz und ist integraler Bestandteil des Bewegungs- und Stützapparates bei Schildkröten.

  8. Carapaxdefekt-Versorgung Reptil

    Die Carapaxdefekt-Versorgung bezeichnet die orthopädisch-medizinische Behandlung von Verletzungen oder Substanzverlusten am Rückenpanzer (Carapax) von Schildkröten. Ziel ist es, die Schutzfunktion des Panzers wiederherzustellen, darunterliegende Organe zu schützen und die natürliche Regeneration der Hornschilder und Knochenplatten zu ermöglichen.

  9. Carpal-Hygrom Alpaka

    Ein Carpal-Hygrom ist eine chronische, flüssigkeitsgefüllte Schwellung im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) beim Alpaka, die durch wiederholte mechanische Reizung und Druckbelastung entsteht. Diese Bursa (Schleimbeutel) entwickelt sich als Schutzreaktion zwischen Haut und Knochen, besonders bei Tieren, die häufig auf harten Untergründen liegen oder knien. Carpal-Hygrome treten bei Alpakas relativ häufig auf und können von kosmetischer Bedeutung bis zu funktionellen Beeinträchtigungen reichen.

  10. Carpus valgus Schaf

    Carpus valgus bezeichnet eine Fehlstellung des Vorderfußwurzelgelenks (Karpalgelenk) beim Schaf, bei der die Gliedmaße unterhalb des Gelenks nach außen (lateral) abweicht, während das Karpalgelenk selbst nach innen (medial) zeigt. Diese X-Bein-Stellung der Vordergliedmaße ist bei Lämmern häufig angeboren oder entwicklungsbedingt und beeinträchtigt die Belastungsverteilung sowie die Bewegungsqualität des Tieres.

  11. Cauda-Equina-Syndrom

    Das Cauda-Equina-Syndrom (CES) bezeichnet eine Kompression oder Reizung der Nervenwurzeln, die am Ende des Rückenmarks aus dem Wirbelkanal austreten. Dieser Nervenfaserbündel: anatomisch dem Pferdeschwanz ähnlich, daher der lateinische Name: verläuft im Bereich des Lenden-Kreuzbein-Übergangs (L7. S1) und versorgt Hintergliedmaßen, Beckenorgane sowie Schwanz.

  12. Cauda-equina-Syndrom Hund

    Das Cauda-equina-Syndrom bezeichnet eine neurologische Erkrankung beim Hund, bei der die Nervenwurzeln im unteren Lendenwirbelsäulen- und Sakralbereich komprimiert werden. Die Bezeichnung leitet sich von der Ähnlichkeit der Nervenwurzeln mit einem Pferdeschwanz (lat. cauda equina) ab. Es führt zu Schmerzen, Lähmungserscheinungen und Funktionsstörungen der Hintergliedmaßen sowie der Blasen- und Darmfunktion.

  13. Cauda-equina-Syndrom Pferd

    Das Cauda-equina-Syndrom beim Pferd ist eine neurologische Erkrankung, bei der die Nervenwurzeln am Ende des Rückenmarks: im Bereich des Kreuzbeins und Schweifs: geschädigt sind. Betroffen sind die Nerven, die Schweif, After, Blase, Mastdarm und die hintere Gliedmaße versorgen. Typisch sind Lähmungserscheinungen im Hinterhand- und Schweifbereich sowie Probleme beim Kot- und Harnabsatz.

  14. Caudale Zervikale Spondylomyelopathie Hund

    Die Caudale Zervikale Spondylomyelopathie (CCSM), auch als Wobbler-Syndrom bekannt, ist eine neurologische Erkrankung der unteren Halswirbelsäule beim Hund. Sie führt zu einer Kompression des Rückenmarks durch Instabilität, Fehlstellungen oder degenerative Veränderungen der Halswirbel, vorwiegend zwischen C5 und C7. Betroffene Hunde zeigen charakteristische Gangstörungen mit unsicherem, schwankendem Gang.

  15. Chiari-Malformation Hund

    Die Chiari-Malformation (auch Chiari-ähnliche Malformation, CM) ist eine angeborene Fehlbildung des Schädels und Gehirns beim Hund, bei der die hintere Schädelgrube zu klein ist. Dies führt dazu, dass Teile des Kleinhirns durch das Hinterhauptsloch (Foramen magnum) in den Spinalkanal verlagert werden. Die Erkrankung tritt häufig in Kombination mit einer Syringomyelie auf und betrifft vor allem kleine Hunderassen wie Cavalier King Charles Spaniel.

  16. Chipfraktur Esel

    Eine Chipfraktur bezeichnet bei Eseln einen kleinen, abgebrochenen Knochenfragment-Splitter, der sich meist von Gelenkflächen oder gelenknahen Knochenstrukturen löst. Diese Absplitterungen treten beim Esel häufig an den Gelenken der Gliedmaßen auf, insbesondere am Karpal-, Tarsal- oder Fesselgelenk, und entstehen durch Überlastung, Trauma oder chronische Fehlbelastung. Chipfrakturen können akut oder chronisch verlaufen und führen oft zu schmerzhaften Entzündungsprozessen im betroffenen Gelenk.

  17. Coracoidfraktur Vogel

    Eine Coracoidfraktur ist der Bruch des Rabenbeins (Os coracoideum), eines stabilen Knochens im Schultergürtel des Vogels, der das Brustbein mit dem Schultergelenk verbindet. Sie zählt zu den häufigsten Frakturen des Schultergürtels bei Vögeln und beeinträchtigt die Flugfähigkeit erheblich.

  18. Coracoidfraktur Wildtier

    Eine Coracoidfraktur ist ein Bruch des Rabenbeins (Os coracoideum), eines stabilen Knochens im Schultergürtel von Vögeln, der das Brustbein mit dem Schultergelenk verbindet. Bei Wildvögeln zählt diese Verletzung zu den häufigsten Frakturen des Schultergürtels und entsteht meist durch Kollisionstraumata. Sie führt regelmäßig zum Verlust der Flugfähigkeit und stellt in der Wildtierrehabilitation eine zentrale orthopädische Herausforderung dar.

  19. Coxarthrose Katze

    Coxarthrose bezeichnet eine chronisch-degenerative Erkrankung des Hüftgelenks, bei der sich der Gelenkknorpel zwischen Oberschenkelkopf und Hüftpfanne zunehmend abbaut. Bei der Katze tritt sie häufig im höheren Alter auf, kann aber auch Folge einer Hüftgelenksdysplasie, eines Traumas oder einer Luxation sein. Sie führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einer veränderten Belastung der Hintergliedmaße.

  20. Coxofemorale Luxation Vogel

    Eine coxofemorale Luxation bezeichnet die Ausrenkung des Hüftgelenks, bei der der Femurkopf (Oberschenkelkopf) aus der Gelenkpfanne (Acetabulum) des Beckens springt. Beim Vogel ist diese Verletzung selten, aber besonders folgenschwer, da das Hüftgelenk eine zentrale Rolle für Stand, Hüpfen und Landung spielt. Ursachen sind meist Traumata wie Stürze, Anflugverletzungen oder Fangverletzungen.

  21. Cushing-Syndrom Pferd

    Das Cushing-Syndrom beim Pferd, fachlich korrekt als Pituitary Pars Intermedia Dysfunction (PPID) bezeichnet, ist eine chronische hormonelle Erkrankung der Hirnanhangsdrüse. Durch eine Funktionsstörung des mittleren Hypophysenlappens kommt es zu einer übermäßigen Ausschüttung von Hormonen, insbesondere ACTH. Betroffen sind vor allem ältere Pferde und Ponys ab etwa 15 Jahren. Die Erkrankung hat erhebliche Auswirkungen auf Stoffwechsel, Immunsystem und Bewegungsapparat.

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