TrittwerkTierorthopädie

Glossar der Tierorthopädie.

791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.

67 Begriffe mit H

  1. Hahnentritt Pferd

    Der Hahnentritt (Steppergang) ist eine neurologisch bedingte Gangstörung beim Pferd, bei der die Hintergliedmaßen übermäßig hoch und ruckartig angehoben werden. Diese charakteristische Bewegungsanomalie ähnelt dem Gang eines Hahns und entsteht durch Störungen der Nervenfunktion, die die Kontrolle der Hinterhandmuskulatur beeinträchtigen.

  2. Halsbandagenorthese Alpaka

    Eine Halsbandagenorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das den Halsbereich des Alpakas stabilisiert, entlastet oder in einer definierten Position hält. Sie kommt bei Verletzungen, neurologischen Ausfällen oder nach Operationen im Halswirbelbereich zum Einsatz. Aufgrund des langen, beweglichen Halses von Alpakas erfordert die Anpassung besondere Sorgfalt.

  3. Halsmanschette zervikal Hund

    Eine zervikale Halsmanschette ist eine orthopädische Stützhilfe, die den Halswirbelsäulenbereich (zervikale Wirbelsäule) des Hundes stabilisiert und ruhigstellt. Sie umschließt den Hals zirkulär und schränkt Bewegungen wie Beugung, Streckung und Rotation gezielt ein. Eingesetzt wird sie zur Entlastung der Halswirbelsäule bei Verletzungen, neurologischen Erkrankungen oder nach Operationen.

  4. HD-Grad Hund

    Der HD-Grad bezeichnet die Schweregradeinteilung der Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Hund. Die standardisierte Klassifizierung erfolgt nach den Kriterien der Fédération Cynologique Internationale (FCI) in fünf Grade von A (frei) bis E (schwere Dysplasie) und dient der objektiven Beurteilung des Hüftgelenkszustands anhand von Röntgenaufnahmen.

  5. Herzbeschlag Pferd

    Der Herzbeschlag ist eine spezielle Form des Hufbeschlags beim Pferd, bei dem das Hufeisen in der Zehenmitte eine herzförmige Verbreiterung oder einen nach hinten verlängerten Steg aufweist. Er dient der Entlastung und Stabilisierung des Hufes, insbesondere bei Erkrankungen im Bereich der Trachten, des Strahls oder des Hufbeins. Der Herzbeschlag wird vom Hufschmied in enger Abstimmung mit Tierarzt oder Physiotherapeut angepasst.

  6. High-Rise-Syndrom Katze

    Das High-Rise-Syndrom bezeichnet ein spezifisches Verletzungsmuster bei Katzen nach Stürzen aus großer Höhe, typischerweise aus Fenstern oder von Balkonen in höheren Stockwerken. Es umfasst charakteristische orthopädische und innere Verletzungen wie Kieferfrakturen, Thoraxtrauma, Extremitätenfrakturen und Wirbelsäulenverletzungen, die durch den Aufprall entstehen.

  7. Hilfsgeschirr für Hinterhand Hund

    Ein Hilfsgeschirr für die Hinterhand ist eine orthopädische Tragehilfe, die beim Hund um den hinteren Körperbereich angelegt wird, um geschwächte oder gelähmte Hinterläufe zu unterstützen. Es ermöglicht dem Halter, das Körpergewicht des Hundes teilweise oder vollständig zu tragen und erleichtert so die Fortbewegung bei eingeschränkter Mobilität der Hinterläufe. Diese Hilfsmittel werden besonders bei neurologischen Erkrankungen, nach Operationen oder bei altersbedingten Schwächen eingesetzt.

  8. Hinterfußverband Kaninchen

    Ein Hinterfußverband beim Kaninchen ist ein speziell angelegter Stütz- oder Schutzverband am hinteren Lauf, der zur Entlastung, Wundversorgung oder Stabilisierung der Hintergliedmaße dient. Aufgrund der besonderen Anatomie des Kaninchens: mit dünner Sohlenhaut, fehlenden Ballen und kräftiger Sprunggelenksbelastung: erfordert er eine angepasste Wickeltechnik und Materialwahl.

  9. Hintergliedmaßenparese Kaninchen

    Die Hintergliedmaßenparese beim Kaninchen bezeichnet eine unvollständige Lähmung (Parese) einer oder beider Hintergliedmaßen, bei der noch Restfunktionen vorhanden sind. Anders als bei der kompletten Plegie können betroffene Kaninchen die Hinterbeine noch teilweise bewegen, haben aber deutliche Schwierigkeiten beim Hoppeln, Stehen oder Koordinieren der Bewegungen. Die Parese entsteht durch Schädigungen des Nervensystems, der Wirbelsäule oder der Muskulatur und ist eine häufige neurologische Erkrankung bei Kaninchen.

  10. Hinterhandparese Kaninchen

    Die Hinterhandparese bezeichnet eine unvollständige Lähmung der Hintergliedmaßen beim Kaninchen, bei der die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, aber nicht vollständig aufgehoben ist. Betroffene Kaninchen können die Hinterläufe nicht mehr koordiniert bewegen, zeigen Schwäche beim Hoppeln oder ziehen die Hinterbeine nach. Diese neurologische Störung entsteht meist durch Rückenmarksverletzungen, Wirbelsäulenerkrankungen oder neurologische Infektionen.

  11. Hohle Wand Kuh

    Die Hohle Wand bezeichnet eine Huferkrankung bei Kühen, bei der sich das Wandhorn vom darunterliegenden Gewebe ablöst und Hohlräume zwischen Hornwand und Hufbein entstehen. Diese Separation führt zu Instabilität der Klauenkapsel und kann erhebliche Lahmheiten verursachen. Die Erkrankung tritt häufig als Folge von Klauenrehe, chronischen Entzündungen oder Traumata auf.

  12. Hornkluft Kuh

    Eine Hornkluft ist ein vertikaler Spalt oder Riss im Klauenhorn der Kuh, der von der Kronsaumregion bis zum Tragrand verlaufen kann. Sie betrifft die harte Hornschicht der Klauenwand und kann je nach Tiefe schmerzhaft sein, insbesondere wenn empfindliche Lederhautstrukturen erreicht werden.

  13. Hornsäule Kuh

    Die Hornsäule ist eine säulenartige Verdickung des Klauenhorns an der Klaueninnenwand, die bei Rindern als Reaktion auf chronische Reizungen oder Verletzungen der Lederhaut entsteht. Sie verläuft vertikal von der Kronenrandregion bis zum Tragrand der Klaue und kann zu erheblichen Lahmheiten führen, da sie Druck auf das darunterliegende Klauenbein ausübt.

  14. Hornschuh Kuh

    Ein Hornschuh ist eine Klauenorthese aus Kunststoff oder Metall, die bei Rindern auf die gesunde Klaue eines Klauenpaares geklebt oder geschraubt wird, um die erkrankte Partnerklaue zu entlasten. Durch die Erhöhung wird das Körpergewicht von der schmerzhaften Klaue weggeleitet, sodass Heilungsprozesse ungestört ablaufen können. Hornschuhe sind ein zentrales Hilfsmittel in der modernen Klauenpflege und Rinderorthopädie.

  15. Hornspalt Kuh

    Ein Hornspalt ist ein Riss oder eine Spaltbildung in der Klauenhornwand der Kuh, der vertikal, horizontal oder schräg verlaufen kann. Je nach Tiefe betrifft er nur die oberflächliche Hornschicht oder reicht bis in die empfindliche Lederhaut und verursacht dann Schmerzen und Lahmheit.

  16. Hornspalt Pferd

    Ein Hornspalt ist ein Riss in der Hufwand des Pferdes, der vom Tragerand nach oben oder vom Kronrand nach unten verlaufen kann. Je nach Tiefe betrifft er nur das oberflächliche Hornmaterial oder reicht bis in die empfindliche Huflederhaut. Hornspalten können die Stabilität der Hufkapsel beeinträchtigen und im fortgeschrittenen Stadium zu Lahmheit führen.

  17. Hufabszess Zebra

    Ein Hufabszess ist eine eitrige Entzündung im Inneren des Hufes, bei der sich Eiter zwischen Huflederhaut und Hornkapsel ansammelt. Beim Zebra entsteht er meist durch das Eindringen von Bakterien über kleinste Verletzungen oder Risse im Hornschuh und führt zu hochgradiger Lahmheit. Aufgrund der starren Hornkapsel kann sich der entstehende Druck nicht entladen, was starke Schmerzen verursacht.

  18. Hufbein Pferd

    Das Hufbein (Os ungulare oder Phalanx distalis) ist der unterste Knochen des Pferdebeins und liegt vollständig innerhalb der Hufkapsel. Es bildet das knöcherne Fundament des Hufes und ist über Gelenke, Sehnen und das Hufbeinträger-Aufhängesystem mit den umgebenden Strukturen verbunden. Aufgrund seiner zentralen Rolle für Stabilität und Belastungsverteilung ist das Hufbein bei vielen orthopädischen Erkrankungen des Pferdes betroffen.

  19. Hufbeinrotation Esel

    Die Hufbeinrotation ist eine krankhafte Lageveränderung des Hufbeins innerhalb der Hufkapsel des Esels, bei der sich das Hufbein aus seiner natürlichen Position kippt. Sie tritt meist als Folge einer Hufrehe (Laminitis) auf, wenn die Verbindung zwischen Hufbein und Hufwand geschädigt wird. Beim Esel verläuft die Erkrankung häufig schleichender und wird durch dessen Stoizismus oft spät erkannt.

  20. Hufbeinrotation Pferd

    Die Hufbeinrotation beschreibt eine pathologische Lageveränderung des Hufbeins im Huf des Pferdes, bei der sich das distale Ende des Hufbeins nach unten-hinten neigt. Diese Rotation entsteht meist als Folge einer Hufrehe und führt zu einer veränderten Statik sowie zu erheblichen Schmerzen und Bewegungsstörungen.

  21. Hufbeschlag Zebra

    Der Hufbeschlag bezeichnet das Anbringen von schützenden oder korrigierenden Beschlägen unter den Hufen eines Equiden. Beim Zebra ist ein klassischer Hufbeschlag unüblich, da Zebras überwiegend in Wildtierhaltung, Zoos oder Wildparks leben und ihre Hufe an natürlichen Untergrund angepasst sind. In Sonderfällen: etwa bei Hufkrankheiten, Fehlstellungen oder dauerhafter Haltung auf harten Böden: kann ein angepasster Hufschutz orthopädisch sinnvoll sein.

  22. Hufbeschlagorthese Pferd

    Eine Hufbeschlagorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das in Kombination mit oder anstelle eines klassischen Hufbeschlags eingesetzt wird, um den Huf des Pferdes therapeutisch zu unterstützen, Fehlstellungen auszugleichen oder erkrankte Strukturen zu entlasten. Sie wird individuell an Hufform und Krankheitsbild angepasst und kann aus Kunststoff, Metall, Leder oder Kombinationsmaterialien gefertigt sein. Ziel ist die Wiederherstellung einer physiologischen Belastung und Abrollbewegung.

  23. Hufeisenkorrektur Pferd

    Die Hufeisenkorrektur bezeichnet die gezielte Anpassung von Hufeisen oder huforthopädischen Hilfsmitteln zur Korrektur von Fehlstellungen, Ganganomalien oder zur therapeutischen Unterstützung des Bewegungsapparates beim Pferd. Sie umfasst sowohl präventive als auch therapeutische Maßnahmen und wird individuell auf die anatomischen Gegebenheiten und orthopädischen Bedürfnisse des Pferdes abgestimmt.

  24. Hufgelenkentzündung Esel

    Die Hufgelenkentzündung (Podarthritis) beim Esel ist eine entzündliche Erkrankung des Hufgelenks, also der Verbindung zwischen Kron- und Hufbein innerhalb der Hufkapsel. Sie kann akut nach Trauma oder chronisch durch dauerhafte Fehlbelastung entstehen und führt zu Lahmheit sowie eingeschränkter Beweglichkeit. Beim Esel wird sie oft spät erkannt, da die Tiere Schmerzen stoisch verbergen.

  25. Hufgelenksentzündung Pferd

    Eine Hufgelenksentzündung beim Pferd ist eine entzündliche Veränderung des Hufgelenks (Articulatio interphalangealis distalis), das zwischen Kron- und Hufbein liegt. Sie kann akut oder chronisch verlaufen und führt zu Lahmheit, Schmerzen und im weiteren Verlauf häufig zu degenerativen Gelenkveränderungen (Arthrose). Die Erkrankung zählt zu den häufigsten orthopädischen Problemen im Bereich der distalen Vordergliedmaße.

  26. Hufgeschwür Pferd

    Ein Hufgeschwür ist eine bakterielle Entzündung im Inneren des Pferdehufs, bei der sich Eiter zwischen Hornkapsel und Huflederhaut ansammelt. Der entstehende Druck verursacht meist plötzlich auftretende, hochgradige Lahmheit. Es zählt zu den häufigsten Ursachen akuter Lahmheit beim Pferd.

  27. Hufkapseldeformation Esel

    Eine Hufkapseldeformation beim Esel bezeichnet die krankhafte Veränderung der äußeren Hornkapsel des Hufes in Form, Symmetrie oder Struktur. Sie entsteht meist durch chronische Fehlbelastung, mangelhafte Hufpflege oder Erkrankungen wie Hufrehe und kann die Statik der gesamten Gliedmaße beeinträchtigen.

  28. Hufknorpel Pferd

    Die Hufknorpel (Cartilagines ungulae) sind zwei flexible Knorpelplatten, die seitlich am Hufbein des Pferdes ansetzen und bis über den Kronrand hinausreichen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Stoßdämpfung und dem Mechanismus der Hufbeinbewegung während der Belastungsphase. Erkrankungen oder Verknöcherungen der Hufknorpel können die Biomechanik des Hufes erheblich beeinträchtigen.

  29. Hufknorpelverknöcherung Pferd

    Die Hufknorpelverknöcherung (Verknöcherung der Hufknorpel, medizinisch: Ossifikation der Cartilago ungulae) ist eine pathologische Umwandlung der elastischen Hufknorpel in starres Knochengewebe beim Pferd. Die Hufknorpel sind normalerweise flexible, knorpelige Strukturen seitlich am Hufbein, die für die natürliche Stoßdämpfung und Durchblutung des Hufes essentiell sind. Durch Verknöcherung verlieren sie ihre Elastizität, was zu Lahmheit und eingeschränkter Hufmechanik führen kann.

  30. Hufknorpelverknöcherung Zebra

    Die Hufknorpelverknöcherung (Ossifikation der Hufknorpel, auch Verknöcherung der Seitenknorpel) beschreibt die zunehmende Umwandlung der seitlich am Hufbein gelegenen elastischen Knorpel in starres Knochengewebe. Beim Zebra ist dieser Prozess aufgrund der hohen Belastung der Hufe in steinigen Savannenhabitaten und langer Wanderstrecken von besonderer biomechanischer Relevanz. Die Verknöcherung reduziert die Stoßdämpfung im Huf und kann zu Lahmheiten führen.

  31. Hufkrebs Pferd

    Hufkrebs (Pododermatitis chronica verrucosa) ist eine chronische, wuchernde Erkrankung der Huflederhaut beim Pferd. Betroffen sind vor allem Strahl, Strahlfurchen und Sohlenbereich, wo das Horn nicht mehr regelrecht verhornt, sondern eine käsig-blumenkohlartige, übelriechende Wucherung entsteht. Unbehandelt breitet sich die Erkrankung fortschreitend aus und kann die Hufstabilität erheblich beeinträchtigen.

  32. Hufrehe Pferd

    Hufrehe ist eine schmerzhafte, aseptische Entzündung der Huflederhaut beim Pferd, die zur Lockerung der Verbindung zwischen Hufbein und Hornkapsel führt. Sie entsteht durch Durchblutungsstörungen und kann akut oder chronisch verlaufen. Unbehandelt droht eine Rotation oder Senkung des Hufbeins, was die Prognose erheblich verschlechtert.

  33. Hufrehe Zebra

    Hufrehe (Laminitis) ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut, bei der sich die Verbindung zwischen Hufbein und Hufkapsel lockert. Beim Zebra tritt sie vor allem in Zoohaltung, bei Fehlfütterung oder als Folgeerkrankung auf und kann zu einer Rotation oder Absenkung des Hufbeins führen.

  34. Hufrehe-Orthese Esel

    Eine Hufrehe-Orthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim an Hufrehe erkrankten Esel den entzündeten Huf entlastet und die Belastung gezielt umverteilt. Sie unterstützt die Hufkapsel, reduziert den Zug der tiefen Beugesehne und schafft Bedingungen, unter denen sich Hornkapsel und Hufbein stabilisieren können. Beim Esel kommt sie aufgrund der häufigen Stoffwechsel-bedingten Reheform besonders oft zum Einsatz.

  35. Hufrissversorgung Zebra

    Die Hufrissversorgung beim Zebra bezeichnet die orthopädische Behandlung und Stabilisierung von Rissen im Hufhorn, die von der Tragrandkante bis in tiefere Hornschichten reichen können. Ziel ist es, den Riss zu stabilisieren, ein Fortschreiten in die Lederhaut zu verhindern und ein gesundes Nachwachsen des Hufhorns zu ermöglichen. Beim Zebra erfolgt die Versorgung häufig unter besonderen Bedingungen, da Handling und Fixation deutlich anspruchsvoller sind als beim Hauspferd.

  36. Hufrollenblockade Pferd

    Als Hufrollenblockade bezeichnet man eine diagnostische und therapeutische Leitungsanästhesie der Nerven, die den hinteren Hufbereich und die Hufrolle (Podotrochlea) versorgen. Beim Pferd wird sie eingesetzt, um Lahmheiten im Bereich des Strahlbeins, der tiefen Beugesehne und der Hufrollenschleimbeutel zu lokalisieren. Es handelt sich nicht um eine Behandlung, sondern um ein wichtiges Diagnostikum in der Lahmheitsuntersuchung.

  37. Hufrollenbursitis Pferd

    Die Hufrollenbursitis ist eine Entzündung des Schleimbeutels (Bursa podotrochlearis) im Bereich der sogenannten Hufrolle des Pferdes. Sie zählt zum Formenkreis des Podotrochlose-Syndroms und betrifft vorwiegend die Vorderhufe. Typisch ist eine schmerzhafte Lahmheit, die sich besonders auf hartem Boden oder im Zirkel verstärkt.

  38. Hufrollenbursoskopie Pferd

    Die Hufrollenbursoskopie ist ein minimalinvasives endoskopisches Verfahren zur direkten Betrachtung der Bursa podotrochlearis (Hufrollenschleimbeutel) im Pferdehuf. Über kleine Zugänge wird eine Kamera in den Schleimbeutel eingeführt, um Schäden an der tiefen Beugesehne, am Strahlbein und an den umgebenden Strukturen zu beurteilen und ggf. therapeutisch zu behandeln.

  39. Hufrollenentzündung Esel

    Die Hufrollenentzündung (Podotrochlose) ist eine schmerzhafte Erkrankung im hinteren Hufbereich, bei der das Strahlbein, die tiefe Beugesehne und der Schleimbeutel betroffen sind. Beim Esel tritt sie deutlich seltener auf als beim Pferd, kann jedoch durch Fehlbelastung, falsche Hufbearbeitung oder Übergewicht entstehen. Sie führt zu Lahmheit und chronischen Schmerzen im Bereich der Vordergliedmaßen.

  40. Hufrollenentzündung Pferd

    Die Hufrollenentzündung (Podotrochlose, Podotrochitis) ist eine schmerzhafte, degenerative Erkrankung des Strahlbeins, der Strahlbeinbänder und der umgebenden Strukturen im Hufbereich des Pferdes. Sie gehört zu den häufigsten Lahmheitsursachen der Vordergliedmaßen und betrifft besonders häufig Warmblutpferde mittleren Alters. Die Erkrankung führt zu chronischen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die eine erhebliche Beeinträchtigung der Rittigkeit und Leistungsfähigkeit nach sich ziehen.

  41. Hufrollenentzündung Zebra

    Die Hufrollenentzündung (Podotrochlose) ist eine entzündliche bis degenerative Erkrankung des Hufrollenkomplexes, der aus Strahlbein, tiefer Beugesehne und Hufrollenschleimbeutel besteht. Beim Zebra tritt sie selten auf, kann aber bei in Menschenhand gehaltenen Tieren (Zoo, Wildpark, Auffangstation) durch ungeeignete Bodenverhältnisse oder Hufpflegeprobleme entstehen. Sie führt zu chronischen Lahmheiten der Vordergliedmaßen.

  42. Hufrollenkomplex Pferd

    Der Hufrollenkomplex (auch Podotrochlose-Komplex) bezeichnet eine Gruppe schmerzhafter Veränderungen im hinteren Hufbereich des Pferdes, die das Strahlbein, die tiefe Beugesehne, den Hufrollenschleimbeutel und umliegende Bandstrukturen betreffen. Er gehört zu den häufigsten Ursachen für chronische Vorderhandlahmheiten beim Reitpferd. Statt einer einzelnen Erkrankung handelt es sich um ein Zusammenspiel mehrerer pathologischer Prozesse.

  43. Hufrollenresektion Pferd

    Die Hufrollenresektion ist ein chirurgischer Eingriff beim Pferd, bei dem der Nervus digitalis palmaris im Fesselbereich durchtrennt wird, um Schmerzen aus dem Hufrollenbereich (Podotrochlose-Syndrom) auszuschalten. Fachlich korrekt spricht man von einer Neurektomie der Palmarnerven. Sie gilt als letzte Behandlungsoption bei chronischen Hufrollenerkrankungen, wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind.

  44. Hufrollensyndrom Pferd

    Das Hufrollensyndrom, auch Podotrochlose oder Podotrochlose-Syndrom genannt, ist eine schmerzhafte Erkrankung im hinteren Hufbereich des Pferdes. Betroffen sind das Strahlbein (Os sesamoideum distale), die tiefe Beugesehne sowie der Hufrollenschleimbeutel (Bursa podotrochlearis). Die Erkrankung zählt zu den häufigsten Ursachen für chronische Vorderhandlahmheit beim Pferd.

  45. Hufschuh Pferd

    Ein Hufschuh ist ein temporär am Pferdehuf befestigter Schutz, der den Huf wie ein Schuh umschließt. Er dient als Alternative oder Ergänzung zum festen Hufbeschlag und kommt sowohl bei Barhufpferden im Training als auch therapeutisch bei Huferkrankungen zum Einsatz.

  46. Hüftbandage Hund

    Eine Hüftbandage für den Hund ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das das Hüftgelenk umschließt und stabilisiert. Sie unterstützt die Muskulatur, wirkt schmerzlindernd durch Kompression und Wärme und wird bei degenerativen oder traumatischen Erkrankungen der Hüfte eingesetzt. Ziel ist es, die Bewegung zu erleichtern und Fehlbelastungen zu reduzieren.

  47. Hüftdysplasie Hund

    Hüftdysplasie (HD) ist eine erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks beim Hund, bei der Hüftpfanne (Acetabulum) und Oberschenkelkopf (Femurkopf) nicht optimal zueinander passen. Diese Inkongruenz führt zu Instabilität, abnormaler Belastung und fortschreitenden degenerativen Veränderungen des Gelenks. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten orthopädischen Problemen bei mittelgroßen bis großen Hunderassen und manifestiert sich meist im Wachstum oder mittleren Lebensalter.

  48. Hüftdysplasie Katze

    Die Hüftdysplasie (HD) der Katze ist eine meist genetisch bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks, bei der Oberschenkelkopf und Hüftpfanne nicht passgenau ineinandergreifen. Die daraus resultierende Instabilität führt langfristig zu Knorpelabnutzung und Arthrose. Anders als beim Hund verläuft die HD bei Katzen häufig lange klinisch unauffällig und wird oft nur als Zufallsbefund entdeckt.

  49. Hüftgelenksdysplasie Katze

    Die Hüftgelenksdysplasie (HD) der Katze ist eine meist erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks, bei der Oberschenkelkopf und Hüftpfanne nicht exakt zueinander passen. Dadurch kommt es zu einer Lockerung des Gelenks, im Verlauf häufig zu Arthrose. Bei Katzen verläuft die Erkrankung oft lange unauffällig, da die Tiere ihre Bewegungen geschickt anpassen.

  50. Hüftgelenksluxation Kuh

    Eine Hüftgelenksluxation bei der Kuh bezeichnet das vollständige Ausrenken des Oberschenkelkopfes (Caput femoris) aus der Hüftpfanne (Acetabulum). Sie tritt häufig bei Festliegen, im Rahmen der Geburt oder durch Ausrutschen auf glattem Untergrund auf. Die Luxation ist ein orthopädischer Notfall, der eine umgehende tierärztliche Abklärung erfordert.

  51. Hüftgelenksprothese Katze

    Eine Hüftgelenksprothese bei der Katze ist ein künstlicher Ersatz des Hüftgelenks, bei dem Oberschenkelkopf und Gelenkpfanne operativ durch Implantate ersetzt werden. Dieses chirurgische Verfahren, auch Total Hip Replacement (THR) genannt, wird bei schwerwiegenden, schmerzhaften Hüfterkrankungen eingesetzt, wenn konservative Therapien nicht mehr ausreichen. Bei Katzen ist der Eingriff seltener als beim Hund, kommt aber zunehmend zum Einsatz.

  52. Hüftorthese Hund

    Eine Hüftorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Hund das Hüftgelenk von außen stabilisiert, führt und entlastet. Sie wird individuell angefertigt und kommt vor allem bei Erkrankungen wie Hüftdysplasie, Arthrose, Luxationen oder nach Operationen zum Einsatz. Ziel ist die Verbesserung der Gelenkführung, die Reduktion von Schmerzen und der Erhalt der Mobilität.

  53. Humerus-Kondylusfraktur Katze

    Eine Humerus-Kondylusfraktur ist ein Bruch am unteren Ende des Oberarmknochens (Humerus) der Katze, genauer im Bereich der Gelenkrolle (Kondylus), die das Ellbogengelenk bildet. Sie betrifft das Gelenk direkt und zählt zu den anspruchsvollen Frakturen, da sie chirurgisch versorgt werden muss, um die Gelenkfunktion zu erhalten.

  54. hund

    Der Hund (Canis lupus familiaris) ist ein domestiziertes Säugetier aus der Familie der Canidae und einer der häufigsten Patienten in der Tierorthopädie. Aufgrund seiner anatomischen Vielfalt durch züchterische Selektion, seiner Lebensweise und Nutzung zeigt der Hund eine breite Palette orthopädischer Erkrankungen des Bewegungsapparates.

  55. Hydrotherapie Hund

    Hydrotherapie ist die therapeutische Anwendung von Wasser zur Behandlung von Bewegungs- und Funktionsstörungen beim Hund. Sie nutzt physikalische Eigenschaften des Wassers wie Auftrieb, Widerstand und Wärme, um Muskulatur aufzubauen, Gelenke schonend zu mobilisieren und die Rehabilitation nach Operationen oder Verletzungen zu unterstützen.

  56. Hygrom Stier

    Ein Hygrom ist eine flüssigkeitsgefüllte, meist schmerzlose Schwellung unter der Haut, die durch wiederholten Druck und Reibung über Knochenvorsprüngen entsteht. Beim Stier tritt es typischerweise im Bereich der Karpalgelenke (Vorderknie) und der Sprunggelenke auf, oft als Folge harter, ungepolsterter Liegeflächen. Es handelt sich um eine sogenannte falsche Gelenkkapsel, die der Körper als Schutzreaktion bildet.

  57. Hygroma carpi Stier

    Hygroma carpi ist eine flüssigkeitsgefüllte, meist schmerzlose Schwellung über dem Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) des Stiers. Sie entsteht durch wiederholten Druck und Reibung beim Aufstehen, Abliegen und Liegen auf zu harten oder zu wenig eingestreuten Untergründen. Es handelt sich um eine erworbene Schleimbeutelbildung (Bursa), die bei chronischer Belastung deutlich an Größe zunehmen kann.

  58. Hyperextension des Fesselgelenks Kuh

    Die Hyperextension des Fesselgelenks bei der Kuh bezeichnet eine übermäßige Streckung (Durchtrittigkeit) des Fesselgelenks, bei der die Zehen weiter als physiologisch üblich nach oben zeigen und die Fessel dem Boden näher kommt. Ursache ist meist eine Schwäche oder Verletzung des Beugesehnenapparates oder des Fesselträgers. Die Kuh belastet das Bein dann in einer unphysiologischen, bärentatzenartigen Stellung.

  59. Hyperextension des Fesselgelenks (Alpaka) Alpaka

    Die Hyperextension des Fesselgelenks beim Alpaka beschreibt eine krankhafte Überstreckung des Fesselgelenks, bei der die Zehe nach oben und die Fessel Richtung Boden absinkt. Ursache ist meist eine Schwäche oder Überdehnung des Fesseltrageapparats. Betroffene Tiere zeigen ein durchtrittiges Gangbild bis hin zum Bodenkontakt der Fessel.

  60. Hyperextension des Karpus Lama

    Die Hyperextension des Karpus bezeichnet eine übermäßige Streckung (Überstreckung) des Vorderfußwurzelgelenks beim Lama, bei der der physiologische Bewegungsumfang überschritten wird. Dies führt zu einer abnormalen Winkelung zwischen Unterarm und Mittelhand, wobei die palmare (handflächenseitige) Gelenkkapsel und Bänder überdehnt werden. Bei Lamas tritt diese Deformität häufig bei Jungtieren auf, kann aber auch erworben durch Trauma oder degenerative Prozesse entstehen.

  61. Hyperostosis congenita Schwein

    Hyperostosis congenita ist eine angeborene Knochenerkrankung beim Ferkel, bei der es zu einer übermäßigen Verdickung der Röhrenknochen, vor allem an den Vordergliedmaßen, kommt. Betroffene Ferkel zeigen verdickte, spindelförmig aufgetriebene Gliedmaßen und sind häufig nicht lebensfähig. Die Erkrankung wird auch als 'Dickbeinigkeit' der Ferkel bezeichnet und tritt meist sporadisch innerhalb eines Wurfes auf.

  62. Hyperparathyreoidismus Reptil

    Hyperparathyreoidismus bezeichnet eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit erhöhter Ausschüttung von Parathormon. Bei Reptilien tritt vor allem der sekundäre nutritive Hyperparathyreoidismus (NSHP) auf, ausgelöst durch Kalzium- und Vitamin-D3-Mangel oder ein falsches Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Die Folge ist ein fortschreitender Knochenabbau (Metabolic Bone Disease, MBD) mit erheblichen orthopädischen Auswirkungen.

  63. Hyperparathyreoidismus nutritionalis Katze

    Der nutritive sekundäre Hyperparathyreoidismus (Hyperparathyreoidismus nutritionalis) ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der eine kalziumarme und/oder phosphorreiche Fütterung zu einer dauerhaften Überproduktion des Parathormons führt. Bei Katzen tritt sie vor allem bei einseitiger Fleischfütterung ohne Kalziumergänzung auf und führt zu einer fortschreitenden Entkalkung des Skeletts. Die Folge sind weiche, brüchige Knochen, Fehlstellungen und Frakturen.

  64. Hypertrophe Osteopathie Katze

    Die Hypertrophe Osteopathie (HO), auch Marie-Bamberger-Syndrom genannt, ist eine seltene Erkrankung der Katze, bei der es zu knöchernen Auflagerungen (Periostproliferationen) an den langen Röhrenknochen kommt. Sie tritt meist sekundär als Reaktion auf eine Erkrankung im Brust- oder Bauchraum auf, etwa Tumoren oder chronische Entzündungen. Die Knochenveränderungen führen zu schmerzhaften Schwellungen und Lahmheiten an mehreren Gliedmaßen.

  65. HypertrophischeOsteodystrophie Hund

    Die Hypertrophische Osteodystrophie (HOD) ist eine schmerzhafte Wachstumsstörung junger, meist großwüchsiger Hunde, bei der es zu Entzündungen im Bereich der Wachstumsfugen der langen Röhrenknochen kommt. Betroffen sind vor allem die Metaphysen von Radius, Ulna und Tibia. Die Erkrankung tritt typischerweise zwischen dem 2. und 8. Lebensmonat auf und äußert sich durch Lahmheit, Fieber und geschwollene Gliedmaßen.

  66. Hypervitaminose A Katze

    Hypervitaminose A ist eine chronische Vergiftung durch übermäßige Zufuhr von Vitamin A, die bei der Katze typischerweise durch jahrelange, fast ausschließliche Fütterung von roher Leber entsteht. Sie führt zu schmerzhaften Knochenzubildungen (Exostosen), vor allem an der Halswirbelsäule und den Vorderbeinen, und beeinträchtigt die Beweglichkeit erheblich.

  67. Hypovitaminose C Meerschweinchen

    Hypovitaminose C bezeichnet einen Mangel an Vitamin C (Ascorbinsäure) im Organismus. Meerschweinchen können: wie Menschen und Primaten. Vitamin C nicht selbst synthetisieren und müssen es täglich über die Nahrung aufnehmen. Ein Mangel führt zu schwerwiegenden Störungen des Bindegewebes, des Bewegungsapparates und des Immunsystems und ist auch unter dem Begriff Skorbut bekannt.

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