Glossar der Tierorthopädie.
791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.
54 Begriffe mit F
Fallenverletzung Wildtier
Eine Fallenverletzung ist eine schwere, meist mechanisch bedingte Verletzung an Gliedmaßen von Wildtieren, verursacht durch Tellereisen, Schlingen, Kastenfallen oder Drahtschlingen. Typischerweise betroffen sind Fuß, Zehen, Karpal- oder Tarsalgelenk: oft mit Weichteil-, Nerven-, Gefäß- und Knochenschäden. Fallenverletzungen führen häufig zu Nekrosen, Amputationen oder chronischen Bewegungsstörungen.
Fangschaden Wildtier
Als Fangschaden werden Verletzungen des Bewegungsapparates bezeichnet, die bei Wildtieren durch den Einfang mittels Netzen, Fallen oder anderen Fangvorrichtungen entstehen. Diese umfassen typischerweise Frakturen, Luxationen, Weichteilverletzungen sowie Sehnen- und Bandrupturen, die durch Flucht- und Abwehrbewegungen in der Fangvorrichtung verursacht werden.
Fangsyndrom Wildtier
Das Fangsyndrom (auch Capture-Myopathie oder Stress-Myopathie genannt) ist eine schwere, oft tödlich verlaufende Stoffwechselerkrankung der Skelettmuskulatur bei Wildtieren. Es tritt nach extremer körperlicher Anstrengung und Stress auf, wie sie bei Fang, Transport oder Immobilisation entstehen. Folge sind Muskelzerstörung, Bewegungsstörungen und im weiteren Verlauf Organversagen.
Federbalgzyste Vogel
Eine Federbalgzyste (Federzyste, Plumafollikulom) ist eine sackartige Erweiterung des Federfollikels beim Vogel, bei der eine deformierte Feder nicht durch die Haut brechen kann und sich im Follikel aufrollt. Es bildet sich eine mit Keratinmaterial gefüllte Umfangsvermehrung, die häufig schmerzhaft und entzündet ist. Besonders betroffen sind Kanarienvögel bestimmter Zuchtlinien sowie Wellensittiche und Großpapageien.
Federfolliculitis Vogel
Die Federfolliculitis ist eine Entzündung der Federfollikel bei Vögeln, also der hautnahen Strukturen, aus denen die Federn wachsen. Sie kann durch bakterielle, virale, parasitäre oder mechanische Reize ausgelöst werden und führt häufig zu Federverlust, Schmerzen und gestörtem Federwachstum. In schweren Fällen kann auch der Bewegungsapparat indirekt betroffen sein, etwa wenn Schwung- oder Steuerfedern dauerhaft geschädigt werden.
Femoropatellargelenksluxation Lama
Die Femoropatellargelenksluxation ist das Ausrenken der Kniescheibe (Patella) aus ihrer Gleitrinne am Oberschenkelknochen (Femur). Bei Lamas tritt sie meist als mediale (innen) oder laterale (außen) Verlagerung auf und führt zu einer deutlich gestörten Funktion des Kniegelenks. Sie kann angeboren, entwicklungsbedingt oder traumatisch entstehen und beeinträchtigt das Gangbild der betroffenen Tiere erheblich.
Femoropatellarluxation Stier
Die Femoropatellarluxation beschreibt das Heraustreten der Kniescheibe (Patella) aus ihrer normalen Gleitrinne am Oberschenkelknochen (Femur). Beim Stier handelt es sich um eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung des Kniegelenks, die zu erheblichen Bewegungseinschränkungen und Standproblemen führt. Sie tritt überwiegend als laterale (nach außen gerichtete) Luxation auf und kann angeboren oder traumatisch bedingt sein.
Femorotibialgelenksarthrose Alpaka
Die Femorotibialgelenksarthrose bezeichnet eine degenerative Gelenkerkrankung des Kniegelenks beim Alpaka, bei der der Knorpel zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbein (Tibia) progredient geschädigt wird. Diese chronische Erkrankung führt zu Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und beeinträchtigt die Lauffähigkeit der Tiere erheblich. Aufgrund des charakteristischen Gangbildes und der Lastverteilung bei Alpakas kann diese Arthrose sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten.
Femurfraktur Meerschweinchen
Eine Femurfraktur ist der Bruch des Oberschenkelknochens (Femur). Beim Meerschweinchen zählt sie zu den häufigeren Frakturen der Hintergliedmaße und entsteht meist durch Stürze, Einklemmen der Pfote in Gitterböden oder unsachgemäßes Hochheben. Aufgrund der zarten Knochenstruktur und des hohen Körpergewichts im Verhältnis zu den feinen Knochen ist die Heilung besonders anspruchsvoll.
Femurfraktur-Schienung Reptil
Die Femurfraktur-Schienung bezeichnet die orthopädische Versorgung eines Oberschenkelknochenbruchs (Femur) beim Reptil mittels äußerer Schiene. Da Reptilienknochen aufgrund häufiger Stoffwechselerkrankungen oft brüchig sind, kommt die externe Schienung als schonende Alternative zur Operation in Betracht. Ziel ist die Ruhigstellung des Bruchs, um eine stabile knöcherne Heilung zu ermöglichen.
Femurfraktur-Stabilisierung Reptil
Die Femurfraktur-Stabilisierung bezeichnet die orthopädische Versorgung eines Bruchs des Oberschenkelknochens (Femur) bei Reptilien. Ziel ist die Ruhigstellung der Bruchenden, damit der Knochen in korrekter Position heilen kann. Bei Echsen und Schildkröten kommen dabei je nach Anatomie externe Schienen, Verbände oder chirurgische Verfahren zum Einsatz.
Femurhalsfraktur Katze
Eine Femurhalsfraktur ist ein Bruch des Oberschenkelhalses (Collum femoris), dem Verbindungsstück zwischen Oberschenkelkopf und Oberschenkelschaft. Bei Katzen entsteht diese Fraktur typischerweise durch Hochrasanztraumen wie Verkehrsunfälle oder Stürze aus großer Höhe und führt zu schwerer Lahmheit der betroffenen Hintergliedmaße. Diese Frakturform erfordert in der Regel chirurgische Intervention, da konservative Behandlung meist nicht zu zufriedenstellenden funktionellen Ergebnissen führt.
Femurkopfnekrose Kaninchen
Die Femurkopfnekrose ist ein Absterben des Knochengewebes am Kopf des Oberschenkelknochens (Femur), das durch eine Unterbrechung der Blutversorgung entsteht. Beim Kaninchen tritt sie meist als Folge von Frakturen, Hüftgelenksluxationen oder chronischer Belastungsstörung auf. Der betroffene Femurkopf verliert seine glatte Gelenkfläche, wird brüchig und verursacht Schmerzen sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit im Hüftgelenk.
Femurkopfresektion Hund
Die Femurkopfresektion (auch Femurkopf-Hals-Resektion, FHO) ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem beim Hund der Kopf und der Hals des Oberschenkelknochens (Femur) entfernt werden. Ziel ist es, ein schmerzhaftes Hüftgelenk durch Bildung einer Bindegewebs-Pseudarthrose funktionell zu ersetzen. Der Eingriff kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn andere Behandlungen des Hüftgelenks nicht mehr möglich oder sinnvoll sind.
Fersenbeinfraktur Stier
Eine Fersenbeinfraktur beim Stier ist der teilweise oder vollständige Bruch des Tuber calcanei: des kräftigen Knochenfortsatzes am Sprunggelenk, an dem die Achillessehne ansetzt. Sie tritt bei Stieren häufig durch Sturzereignisse, Tritte oder hohe Zugkräfte über die Achillessehne auf und führt zum charakteristischen Durchtrittsbild der Hintergliedmaße.
Fersenbeinzwischenwandnekrose Schwein
Die Fersenbeinzwischenwandnekrose (Calcaneus-Septen-Nekrose) ist eine beim Schwein auftretende Erkrankung des Fersenbeins (Os calcanei), bei der es zum Absterben von Knochengewebe im Bereich der inneren Knochenbälkchen und -zwischenwände kommt. Diese Nekrose tritt vor allem bei schweren, schnellwüchsigen Mastschweinen auf und kann zu erheblichen Lahmheiten und Bewegungsstörungen führen.
Fersengeschwür Kaninchen
Ein Fersengeschwür (Pododermatitis plantaris) ist eine entzündliche, oft ulzerierende Erkrankung der Fußsohlen bei Kaninchen, die durch chronischen Druck auf die Ferse entsteht. Die Erkrankung beginnt meist mit Haarausfall und Rötung an den Fersen der Hinterläufe und kann sich zu tiefen, schmerzhaften Wunden mit bakterieller Infektion entwickeln. Unbehandelt führt sie zu erheblichen Bewegungseinschränkungen und chronischen Schmerzen.
Fersenhornablösung Lama
Die Fersenhornablösung beim Lama bezeichnet das teilweise oder vollständige Ablösen der hornigen Schutzschicht im hinteren Bereich der Fußsohle (Ferse). Da Lamas auf weichen Sohlenpolstern mit nur zwei Zehennägeln laufen, ist eine intakte Hornschicht essenziell für die Lastverteilung und den Schutz tieferliegender Strukturen. Eine Ablösung führt zu Lahmheit und kann Eintrittspforte für Infektionen sein.
Fessel Pferd
Die Fessel bezeichnet beim Pferd den Bereich zwischen dem Fesselgelenk und dem Hufballen, der anatomisch aus dem Fesselbein (Phalanx proximalis), dem Fesselgelenkskomplex und den unterstützenden Sehnen- und Bandstrukturen besteht. Sie bildet eine wichtige funktionelle Einheit für die Stoßdämpfung und Kraftübertragung während der Bewegung. Der Begriff wird umgangssprachlich auch für das Fesselgelenk selbst verwendet.
Fesselbandruptur Pferd
Eine Fesselbandruptur bezeichnet den teilweisen oder vollständigen Riss eines oder mehrerer Fesselbänder (Ligamenta sesamoidea) beim Pferd. Diese Bänder stabilisieren das Fesselgelenk und tragen wesentlich zur Tragfähigkeit der Gliedmaße bei. Eine Ruptur führt zu akuter Lahmheit und ist eine schwerwiegende Verletzung, die oft langwierige Behandlung erfordert.
Fesselbeugesehnenentzündung Stier
Die Fesselbeugesehnenentzündung (Tendinitis der Beugesehnen) ist eine schmerzhafte Reizung oder Schädigung der oberflächlichen oder tiefen Beugesehne im Bereich der Fesselregion. Beim Stier tritt sie meist durch das hohe Körpergewicht, harte Untergründe und Fehlbelastungen auf. Sie führt zu Lahmheit und Belastungsschmerz an den betroffenen Gliedmaßen.
Fesselgelenkarthrose Esel
Die Fesselgelenkarthrose beim Esel ist eine chronisch-degenerative Erkrankung des Fesselgelenks (Articulatio metacarpophalangea bzw. metatarsophalangea), bei der Gelenkknorpel fortschreitend abgebaut wird. Sie führt zu Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit und veränderter Belastung der betroffenen Gliedmaße. Esel zeigen die Symptome oft subtiler als Pferde, wodurch die Erkrankung häufig erst spät erkannt wird.
Fesselgelenkchip Pferd
Ein Fesselgelenkchip bezeichnet ein freies Knochenfragment (Chip) im Fesselgelenk des Pferdes, das durch Absprengung oder Absplitterung von Knochensubstanz entsteht. Diese intraartikulären Fragmente können zu chronischen Lahmheiten, Gelenkentzündungen und degenerativen Veränderungen führen. Fesselgelenkchips gehören zu den häufigsten orthopädischen Befunden bei Sport- und Rennpferden und erfordern meist eine arthroskopische Entfernung.
Fesselgelenksarthrose Esel
Die Fesselgelenksarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung des Fesselgelenks beim Esel, bei der der Gelenkknorpel fortschreitend abgebaut wird und es zu schmerzhaften Veränderungen der Gelenkstrukturen kommt. Sie tritt häufig als Folge von chronischer Überbelastung, altersbedingtem Verschleiß oder vorausgegangenen Verletzungen auf. Die Erkrankung führt zu Lahmheit, eingeschränkter Beweglichkeit und kann die Lebensqualität des Esels erheblich beeinträchtigen.
Fesselgelenksdistorsion Lama
Eine Fesselgelenksdistorsion beim Lama ist eine Verstauchung des Fesselgelenks, bei der die Bänder und Gelenkkapsel überdehnt oder teilweise eingerissen sind, ohne dass es zu einer Fraktur oder vollständigen Luxation kommt. Sie entsteht meist durch Umknicken, Ausrutschen oder Fehltritte auf unebenem Gelände. Klinisch zeigen sich Lahmheit, Schwellung und Schmerzhaftigkeit im Bereich des Fesselgelenks.
Fesselgelenkshyperextension Alpaka
Die Fesselgelenkshyperextension beim Alpaka beschreibt eine krankhafte Überstreckung des Fesselgelenks (Articulatio metacarpophalangea bzw. metatarsophalangea), bei der der Fesselstand deutlich nach hinten durchtritt und die Sohle bzw. das Fußpolster teilweise oder vollständig den Boden berührt. Ursache ist meist eine Schwäche oder Insuffizienz der Beugesehnen und des Fesselträgers. Betroffene Alpakas zeigen einen typischen bärenartigen, weichen Gang mit tiefgetretener Fessel.
Fesselringband Esel
Das Fesselringband (Ligamentum anulare palmare bzw. plantare) ist ein ringförmiges Halteband im Bereich des Fesselgelenks beim Esel. Es umschließt die tiefe und oberflächliche Beugesehne und hält sie eng an der Rückseite des Fesselgelenks, sodass diese bei Bewegung nicht von der Knochenrinne abweichen.
Fesselringband-Syndrom Esel
Das Fesselringband-Syndrom beschreibt eine schmerzhafte Verdickung oder Einengung im Bereich des Fesselringbandes (Ligamentum anulare palmare/plantare), das die tiefe und oberflächliche Beugesehne im Bereich der Fesselbeuge umschließt. Beim Esel führt diese Stenose zu einer Beeinträchtigung des Sehnengleitens und damit zu Lahmheit und veränderter Belastung. Auch wenn das Krankheitsbild beim Esel seltener beschrieben wird als beim Pferd, kommt es vor allem bei älteren Arbeits- und Reiteseln vor.
Fesselringbandsyndrom Pferd
Das Fesselringbandsyndrom (englisch: Annular Ligament Syndrome) ist eine schmerzhafte Erkrankung der Fesselbeuge beim Pferd, bei der das Fesselringband (Ligamentum anulare palmare/plantare) die darunterliegenden Beugesehnen einengt. Es entsteht meist durch chronische Reizung, Verdickung des Ringbands oder Schwellungen der tiefen und oberflächlichen Beugesehne. Klinisch zeigt sich häufig eine Lahmheit, die unter Belastung zunimmt.
Fesselträger Pferd
Der Fesselträger (Musculus interosseus medius) ist eine zentrale Stützstruktur im Bewegungsapparat des Pferdes. Er verläuft an der Hinterseite des Röhrbeins und dient der Stabilisierung des Fesselgelenks sowie der Dämpfung von Belastungen während der Bewegung. Erkrankungen des Fesselträgers gehören zu den häufigsten orthopädischen Problemen bei Sport- und Freizeitpferden.
Fesselträgerdesmitis Lama
Die Fesselträgerdesmitis ist eine entzündliche Erkrankung des Fesselträgers (Musculus interosseus medius), eines sehnenartigen Bandes an der Rückseite des Röhrbeins. Beim Lama tritt sie seltener als beim Pferd auf, kann jedoch durch Fehlbelastung, Überlastung oder altersbedingte Degeneration entstehen und führt zu Lahmheit und Schwellung im Fesselbereich.
Fesselträgerdesmitis (Alpaka) Alpaka
Die Fesselträgerdesmitis ist eine Entzündung des Fesselträgers (Musculus interosseus medius), einer wichtigen Sehnenstruktur, die bei Alpakas die Zehengelenke stabilisiert. Bei Alpakas tritt diese Erkrankung vor allem durch Überlastung, ungeeignete Bodenverhältnisse oder Fehlstellungen auf und äußert sich in Lahmheit und Schwellung im Bereich der Gliedmaßen. Die Erkrankung kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen und erfordert eine zeitnahe tierärztliche Diagnostik und Behandlung.
Fesselträgerentzündung Esel
Die Fesselträgerentzündung (Desmitis des Musculus interosseus medius) ist eine schmerzhafte Erkrankung des Fesselträgers, einer sehnenartigen Struktur an der Rückseite des Röhrbeins. Beim Esel tritt sie seltener auf als beim Pferd, kann aber durch Fehlbelastung, Übergewicht oder ungeeigneten Untergrund entstehen und führt zu Lahmheit sowie Bewegungseinschränkung.
Fesselträgerschaden Stier
Ein Fesselträgerschaden beim Stier bezeichnet die Schädigung des Musculus interosseus medius: einer sehnigen Struktur an der Rückseite des Mittelfuß- bzw. Mittelhandknochens, die das Fesselgelenk stabilisiert. Beim Stier entstehen solche Schäden vor allem durch das hohe Körpergewicht, intensive Belastung im Deckeinsatz oder ungünstige Bodenverhältnisse im Stall. Die Folge sind Lahmheiten, Stützfunktionsstörungen und chronische Überlastungssymptome an der betroffenen Gliedmaße.
Fesselträgerschaden Zebra
Ein Fesselträgerschaden beim Zebra ist eine Verletzung oder degenerative Veränderung des Musculus interosseus medius (Fesselträger), einer zentralen Stützstruktur an der Rückseite des Röhrbeins. Diese Sehnen-Muskel-Struktur stabilisiert das Fesselgelenk und ist beim Zebra durch die hohe Lauf- und Fluchtleistung in freier Wildbahn sowie durch Haltungsbedingte Belastungen in Zoos oder Auffangstationen besonders beansprucht.
Fesselträgerschenkelerkrankung Pferd
Die Fesselträgerschenkelerkrankung (Desmopathie der Fesselträgerschenkel) ist eine schmerzhafte Schädigung der seitlichen Anteile (Schenkel) des Fesselträgers beim Pferd. Sie zählt zu den häufigsten chronischen Lahmheitsursachen und betrifft vor allem Sport- und Freizeitpferde mittleren Alters. Die Erkrankung kann eine oder mehrere Gliedmaßen betreffen und führt unbehandelt häufig zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen.
Festliegen Kuh
Festliegen bezeichnet bei Kühen einen Zustand, in dem das Tier aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen kann und in Seitenlage verbleibt. Diese lebensbedrohliche Situation tritt häufig im Zusammenhang mit der Gebärkrankheit (Hypokalzämie) auf, kann aber auch durch Verletzungen, Nervenschäden oder Muskel-Skelett-Erkrankungen verursacht werden.
Fibromatöse Hyperplasie Alpaka
Fibromatöse Hyperplasie bezeichnet eine gutartige Vermehrung von Bindegewebe (Fibroblasten) in verschiedenen Körperregionen, die zu knotigen Verdickungen oder diffusen Gewebeveränderungen führt. Bei Alpakas tritt diese Erkrankung vor allem an den Gliedmaßen auf und kann durch chronische Reizungen, Verletzungen oder Entzündungen ausgelöst werden. Die Verdickungen können die Beweglichkeit einschränken und zu Lahmheiten führen, weshalb orthopädische Hilfsmittel zur Entlastung und Stabilisierung eingesetzt werden.
Fissurfraktur Zebra
Eine Fissurfraktur ist ein feiner Haarriss im Knochen, bei dem die Knochenstruktur zwar gespalten, aber nicht vollständig durchbrochen ist. Beim Zebra tritt sie meist an den langen Röhrenknochen der Gliedmaßen auf, häufig als Folge von Tritten, Stürzen oder Belastungsspitzen bei Flucht. Da das Zebra ein Fluchttier mit hoher Bewegungsintensität ist, kann eine unerkannte Fissur schnell zu einer vollständigen Fraktur fortschreiten.
Flachhuf Pferd
Als Flachhuf wird beim Pferd eine Hufform bezeichnet, bei der die Sohle nicht ausreichend gewölbt ist und nahezu auf gleicher Ebene mit dem Tragrand verläuft. Dadurch verliert der Huf einen Teil seiner natürlichen Stoßdämpfung und Schutzfunktion. Flachhufe sind häufig empfindlich gegenüber hartem oder steinigem Untergrund und neigen zu Lahmheiten.
Flügelamputation Vogel
Die Flügelamputation ist die chirurgische Entfernung eines Flügels oder eines Flügelteils beim Vogel. Sie wird als letzte Maßnahme bei schweren Verletzungen, Tumoren, irreparablen Frakturen oder fortgeschrittenen Nekrosen durchgeführt, wenn der Flügel nicht mehr erhalten werden kann. Nach dem Eingriff verliert der Vogel die Flugfähigkeit und benötigt eine angepasste Haltung sowie häufig orthopädische Unterstützung zur Wahrung des Gleichgewichts.
Flügelbandage Vogel
Eine Flügelbandage ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das den Flügel eines Vogels in einer definierten Position fixiert, um Heilungsprozesse nach Verletzungen oder Operationen zu unterstützen. Sie schränkt die Bewegung gezielt ein, schützt empfindliche Strukturen wie Knochen, Sehnen und Federn und verhindert sekundäre Verletzungen durch unkontrollierte Flugversuche.
Flügelbandage Wildtier
Eine Flügelbandage ist ein orthopädisches Hilfsmittel zur Stabilisierung, Ruhigstellung oder Korrektur eines verletzten Flügels bei Vögeln. Bei Wildtieren: insbesondere bei verletzten Wildvögeln wie Greifvögeln, Eulen, Wasservögeln oder Singvögeln: wird sie nach Frakturen, Luxationen oder Weichteilverletzungen eingesetzt, um den Flügel in physiologischer Position am Körper zu fixieren und so die Heilung zu unterstützen.
Flügelfraktur Wildtier
Eine Flügelfraktur bezeichnet den Knochenbruch eines oder mehrerer Knochen des Vogelflügels (Humerus, Radius, Ulna oder Karpometakarpus) bei Wildvögeln. Sie zählt zu den häufigsten Verletzungen bei aufgefundenen Wildvögeln und beeinträchtigt die Flugfähigkeit oft erheblich. Eine fachgerechte Versorgung ist entscheidend für die spätere Auswilderungsfähigkeit.
Flughautriss Wildtier
Ein Flughautriss bezeichnet eine Verletzung der Patagium-Membran bei fliegenden oder gleitenden Wildtieren, insbesondere bei Fledermäusen und Flughörnchen. Diese dünne, elastische Hautmembran zwischen den Extremitäten ermöglicht den Flug oder das Gleiten und ist anfällig für Traumata durch Kollisionen, Prädatoren oder Verfangen in Hindernissen.
Foot Abscess Schaf
Ein Foot Abscess (Klauenabszess) beim Schaf ist eine eitrige Entzündung im Bereich der Klaue, bei der sich Eiter in tieferen Gewebeschichten, häufig unter dem Klauenhorn oder im Bereich der Klauenlederhaut, ansammelt. Typisch ist eine plötzlich auftretende, hochgradige Lahmheit eines einzelnen Beines. Unbehandelt kann sich der Abszess auf Sehnen, Gelenke und Knochen ausbreiten.
FragmentierterProcessusCoronoideus Hund
Der fragmentierte Processus coronoideus (FPC) ist eine erblich bedingte Entwicklungsstörung des Ellbogengelenks beim Hund, bei der sich ein Knochenfragment vom medialen Kronfortsatz der Elle (Ulna) ablöst. Diese Erkrankung gehört zu den primären Ellbogengelenksdysplasien (ED) und tritt bevorzugt bei jungen, schnellwachsenden Hunden großer Rassen auf. FPC führt zu schmerzhaften Entzündungen, Lahmheit und frühzeitiger Arthrose im betroffenen Gelenk.
Frakturfixation mit externem Fixateur Reptil
Die Frakturfixation mit externem Fixateur ist ein chirurgisches Verfahren zur Stabilisierung von Knochenbrüchen, bei dem Pins oder Kirschnerdrähte durch die Haut in den Knochen eingebracht und außerhalb des Körpers über Verbindungsstäbe oder Acrylharz miteinander verbunden werden. Bei Reptilien ist diese Methode besonders verbreitet, da sie die oft dünne, schlecht heilende Knochenstruktur schont und an die anatomischen Besonderheiten von Echsen, Schlangen und Schildkröten angepasst werden kann.
Frakturstabilisierung Meerschweinchen
Die Frakturstabilisierung beschreibt die Ruhigstellung eines gebrochenen Knochens, damit dieser in korrekter Position heilen kann. Beim Meerschweinchen kommen aufgrund der zarten Knochenstruktur und des geringen Körpergewichts häufig externe Stabilisierungen wie Schienen, Verbände oder spezielle Orthesen zum Einsatz. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, Fehlstellungen zu vermeiden und die Knochenheilung optimal zu unterstützen.
Frakturversorgung Zebra
Die Frakturversorgung beim Zebra umfasst alle medizinischen und orthopädischen Maßnahmen zur Stabilisierung und Heilung von Knochenbrüchen. Aufgrund der Fluchttierbiologie, des hohen Körpergewichts und des temperamentvollen Verhaltens stellt sie eine besondere Herausforderung dar. Ziel ist die Wiederherstellung der Belastbarkeit der betroffenen Gliedmaße bei gleichzeitiger Minimierung von Stress und Komplikationen.
Frakturversorgung bei freilebenden Tieren Wildtier
Die Frakturversorgung bei freilebenden Tieren umfasst alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung von Knochenbrüchen bei Wildtieren. Sie stellt eine besondere Herausforderung dar, da neben der medizinischen Versorgung auch die spätere Auswilderungsfähigkeit im Vordergrund steht. Ziel ist die vollständige Wiederherstellung der Funktion, damit das Tier in seinem natürlichen Lebensraum überleben kann.
Frakturversorgung mit Fixateur externe Vogel
Die Frakturversorgung mit Fixateur externe ist eine chirurgische Methode zur Stabilisierung von Knochenbrüchen bei Vögeln, bei der Knochenfragmente über außerhalb des Körpers liegende Verbindungselemente und durch die Haut eingebrachte Pins fixiert werden. Diese Technik ist besonders bei Vögeln aufgrund der dünnwandigen, pneumatisierten Knochen und des geringen Weichteilmantels eine bewährte Versorgungsform. Sie ermöglicht eine stabile Heilung bei gleichzeitig guter Beurteilbarkeit der Frakturzone.
Furcula Vogel
Die Furcula, umgangssprachlich auch Gabelbein oder Wunschknochen genannt, ist ein V- oder U-förmiger Knochen im Schultergürtel von Vögeln. Sie entsteht durch die Verschmelzung der beiden Schlüsselbeine (Claviculae) und stabilisiert den Brustkorb während des Flügelschlags. Die Furcula wirkt wie eine elastische Feder, die mechanische Energie speichert und wieder abgibt.
Fußungswinkelanomalie Lama
Eine Fußungswinkelanomalie beim Lama bezeichnet eine Abweichung des Winkels, in dem die Zehen beim Auffußen den Boden berühren. Sie betrifft das Zehenendorgan mit den beiden Zehenpolstern und Krallen und kann zu Fehlbelastungen der Gelenke, Sehnen und Bänder der gesamten Gliedmaße führen.
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