TrittwerkTierorthopädie

Glossar der Tierorthopädie.

791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.

49 Begriffe mit T

  1. Tail-Rot Reptil

    Tail-Rot (auch Schwanznekrose oder Caudalnekrose genannt) bezeichnet das Absterben von Gewebe am Schwanz von Reptilien, häufig ausgelöst durch Durchblutungsstörungen, Infektionen oder Verletzungen. Betroffen sind vor allem Echsen und Schlangen. Unbehandelt kann sich die Nekrose nach proximal ausbreiten und lebensbedrohlich werden.

  2. Tarsalarthrodese Hund

    Die Tarsalarthrodese ist eine chirurgische Versteifung eines oder mehrerer Gelenke des Sprunggelenks (Tarsus) beim Hund. Sie wird eingesetzt, wenn ein Gelenk durch Verletzung, Instabilität oder Arthrose so stark geschädigt ist, dass eine schmerzfreie Funktion nicht mehr möglich ist. Ziel ist eine knöcherne Verschmelzung der beteiligten Knochen, um Stabilität und Belastbarkeit wiederherzustellen.

  3. Tarsalbandage Katze

    Eine Tarsalbandage ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das das Sprunggelenk (Tarsus) der Katze umschließt und stabilisiert. Sie wird eingesetzt, um Bänder, Sehnen und Gelenkstrukturen zu entlasten, Schwellungen zu reduzieren und die Beweglichkeit gezielt zu führen. Bei Katzen kommt sie vor allem nach Verletzungen, Operationen oder bei chronischen Erkrankungen des Sprunggelenks zum Einsatz.

  4. Tarsalbeuge Kuh

    Die Tarsalbeuge bezeichnet bei der Kuh die Beugeseite des Sprunggelenks (Tarsus) an der Hintergliedmaße. Sie ist die nach vorne gerichtete Falte zwischen Unterschenkel und Mittelfuß, an der sich Haut, Sehnen und Gefäße bei jeder Beugung des Sprunggelenks bewegen. Dieser Bereich ist mechanisch stark beansprucht und anfällig für Druckstellen, Schwellungen und Hautläsionen.

  5. Tarsalbeugekontraktur Kuh

    Die Tarsalbeugekontraktur ist eine Fehlstellung des Sprunggelenks (Tarsus) bei der Kuh, bei der das Gelenk dauerhaft in Beugestellung fixiert ist und nicht vollständig gestreckt werden kann. Ursache sind verkürzte oder fibrosierte Beugesehnen und Muskeln der Hinterhand. Betroffene Rinder zeigen eine typische gebückte, unter den Körper geschobene Stellung der Hintergliedmaßen.

  6. Tarsalgelenk Hund

    Das Tarsalgelenk (Sprunggelenk) ist das komplexe Gelenk zwischen Unterschenkel und Mittelfuß beim Hund. Es besteht aus mehreren Teilgelenken zwischen Tibia, Fibula, den Tarsalknochen und den Mittelfußknochen und ermöglicht hauptsächlich Beugung und Streckung. Das Tarsalgelenk ist für die Fortbewegung, Kraftübertragung und Stoßdämpfung beim Laufen, Springen und Stehen essenziell.

  7. Tarsalgelenkbandage Katze

    Eine Tarsalgelenkbandage ist eine orthopädische Stützbandage, die das Sprunggelenk (Tarsalgelenk) der Katze umschließt und stabilisiert. Sie dient der Unterstützung bei Verletzungen, Instabilitäten oder Entzündungen im Bereich des Sprunggelenks und ermöglicht dabei kontrollierte Bewegungen während der Heilungsphase.

  8. Tarsalgelenksarthrose Pferd

    Die Tarsalgelenksarthrose, auch Spat genannt, ist eine degenerative Gelenkerkrankung der kleinen Gelenke des Sprunggelenks (Tarsus) beim Pferd. Sie führt zu chronischen Entzündungen, Knorpelabbau und knöchernen Zubildungen (Exostosen), die Schmerzen und Lahmheit verursachen. Spat gehört zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen bei Reitpferden und beeinträchtigt die Beweglichkeit erheblich.

  9. Tarsalgelenksarthrose Schaf

    Die Tarsalgelenksarthrose bezeichnet eine degenerative Gelenkerkrankung des Sprunggelenks (Tarsus) beim Schaf, bei der der Knorpel zunehmend verschleißt und die Gelenkstrukturen geschädigt werden. Sie tritt häufig bei älteren Schafen sowie bei Tieren mit Fehlstellungen, Überbelastung oder nach Verletzungen auf und führt zu Lahmheit und eingeschränkter Beweglichkeit der Hintergliedmaße.

  10. Tarsalgelenksbandage Kaninchen

    Eine Tarsalgelenksbandage ist ein orthopädisches Hilfsmittel zur Stabilisierung und Entlastung des Sprunggelenks (Tarsalgelenk) am Hinterlauf des Kaninchens. Sie wird bei Verletzungen, Instabilitäten oder degenerativen Veränderungen eingesetzt und unterstützt die anatomisch korrekte Stellung des Gelenks während der Heilung oder dauerhaft als Bewegungshilfe.

  11. Tarsalgelenksdysplasie Lama

    Die Tarsalgelenksdysplasie beim Lama bezeichnet eine angeborene oder früh erworbene Fehlentwicklung des Sprunggelenks (Tarsus), bei der Gelenkflächen, Knochenkerne oder Bandstrukturen nicht regelrecht ausgebildet sind. Sie führt zu Instabilität, Fehlstellungen und einer vorzeitigen Abnutzung des Gelenks. Betroffene Lamas zeigen häufig eine veränderte Hinterhandbelastung und Lahmheit.

  12. Tarsalgelenksinstabilität Zebra

    Die Tarsalgelenksinstabilität beim Zebra bezeichnet eine krankhaft erhöhte Beweglichkeit des Sprunggelenks (Tarsus) der Hintergliedmaße. Sie entsteht durch Schäden an Bändern, Gelenkkapsel oder knöchernen Strukturen und beeinträchtigt die für das Fluchttier essenzielle Stabilität und Sprungkraft.

  13. Tarsalhygrom Kuh

    Ein Tarsalhygrom bei der Kuh ist eine flüssigkeitsgefüllte, meist schmerzarme Umfangsvermehrung im Bereich des Sprunggelenks (Tarsus). Es entsteht typischerweise durch chronische mechanische Reizung, etwa durch hartes oder ungeeignetes Liegeflächenmaterial im Stall. Das Hygrom stellt eine erworbene Schleimbeutel- bzw. Bindegewebstasche dar, die sich als Reaktion auf wiederholten Druck bildet.

  14. Tarsalhyperextension Hund

    Die Tarsalhyperextension beim Hund bezeichnet eine krankhafte Überstreckung des Sprunggelenks (Tarsus), bei der der Winkel zwischen Unterschenkel und Mittelfuß deutlich zu groß wird. Ursache ist meist eine Insuffizienz oder Ruptur des plantaren Bandapparates, wodurch der Hund beim Auftreten in einer sohlengängerartigen Haltung durchtritt. Die Erkrankung führt zu einer instabilen, schmerzhaften Belastung der Hintergliedmaße.

  15. Tarsalhyperflexion Hund

    Tarsalhyperflexion beim Hund bezeichnet eine übermäßige Beugung (Flexion) des Sprunggelenks (Tarsalgelenk), bei der der Winkel zwischen Unterschenkel und Mittelfuß deutlich verkleinert ist. Diese pathologische Fehlstellung führt dazu, dass der Hund beim Stehen oder Gehen mit durchgetretenem Sprunggelenk auftritt, wodurch der Tarsus teilweise oder vollständig den Boden berührt. Die Tarsalhyperflexion entsteht meist durch Schädigungen der Beugesehnen, neurologische Störungen oder Lähmungen der Extensoren.

  16. Tarsalorthese Hund

    Eine Tarsalorthese ist ein individuell angefertigtes orthopädisches Hilfsmittel für das Sprunggelenk (Tarsus) des Hundes. Sie stabilisiert, entlastet oder korrigiert das Gelenk bei Verletzungen, Instabilitäten oder degenerativen Erkrankungen und unterstützt so den Bewegungsapparat der Hintergliedmaße.

  17. Tarsitis Lama

    Tarsitis bezeichnet eine Entzündung des Sprunggelenks (Tarsalgelenk) beim Lama. Sie betrifft die Gelenkstrukturen einschließlich Gelenkkapsel, Synovialmembran und umgebender Weichteile und führt zu Lahmheit, Schwellung und Bewegungseinschränkung. Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen und erfordert zeitnahe tierärztliche Behandlung.

  18. Tarsitis Stier

    Tarsitis bezeichnet eine Entzündung des Sprunggelenks (Tarsus) beim Stier. Sie betrifft Gelenkkapsel, Synovialmembran und umliegende Strukturen und führt zu Lahmheit, Schwellung und reduzierter Belastbarkeit der Hintergliedmaße. Tarsitis tritt bei Stieren häufig durch hohe Gewichtsbelastung, harte Stallböden oder Deckaktivität auf.

  19. Tarsometatarsus Vogel

    Der Tarsometatarsus ist ein typischer Knochen des Vogelskeletts, der durch Verschmelzung von Teilen der Fußwurzel (Tarsus) und der Mittelfußknochen (Metatarsus) entsteht. Er bildet den sichtbaren, unbefiederten Abschnitt zwischen Sprunggelenk (Intertarsalgelenk) und Zehen und ist zentral für Stand, Gang und Sprungkraft beim Vogel.

  20. Tarsus Katze

    Der Tarsus (Sprunggelenk) ist bei der Katze die komplexe Gelenkregion zwischen Unterschenkel und Mittelfuß, die aus mehreren kleinen Knochen besteht und erhebliche Beweglichkeit sowie Stoßdämpfung beim Springen und Landen ermöglicht. Anatomisch entspricht das Sprunggelenk der menschlichen Fußwurzel und bildet eine entscheidende Struktur für die charakteristische Sprungkraft und Wendigkeit der Katze.

  21. Telemetrie-Monitoring Wildtier

    Telemetrie-Monitoring bezeichnet die drahtlose Übertragung physiologischer oder bewegungsbezogener Daten eines Tieres an einen externen Empfänger. Bei Wildtieren wird diese Technik eingesetzt, um Vitalparameter, Aktivitätsmuster oder die Gangmechanik aus der Ferne zu überwachen, ohne das Tier wiederholt einfangen zu müssen. In der tierorthopädischen Nachsorge von Wildtieren erlaubt sie eine objektive Kontrolle des Heilungsverlaufs nach Verletzungen oder Versorgung mit Hilfsmitteln.

  22. Tendinitis der oberflächlichen Beugesehne Esel

    Die Tendinitis der oberflächlichen Beugesehne (Musculus flexor digitalis superficialis) ist eine entzündliche Erkrankung der Sehne, die an der Rückseite des Unterbeins verläuft und das Fesselgelenk beugt. Beim Esel tritt sie seltener auf als beim Pferd, kann jedoch durch Überlastung, Fehlstellungen oder chronische Hufprobleme entstehen. Charakteristisch sind eine schmerzhafte Schwellung, Lahmheit und eine veränderte Belastung der betroffenen Gliedmaße.

  23. Tendinitis der oberflächlichen Beugesehne Pferd

    Die Tendinitis der oberflächlichen Beugesehne (OBS, lat. Musculus flexor digitorum superficialis) ist eine entzündliche Erkrankung der oberflächlichen Beugesehne beim Pferd, häufig infolge einer Überlastung oder akuten Faserzerreißung. Sie zählt zu den häufigsten Sehnenverletzungen beim Sportpferd und betrifft vor allem die Vordergliedmaßen. Umgangssprachlich wird sie auch als 'Sehnenschaden' bezeichnet.

  24. Tendinitis der tiefen Beugesehne Pferd

    Die Tendinitis der tiefen Beugesehne (Musculus flexor digitorum profundus) ist eine Entzündung der tiefen Beugesehne beim Pferd, die meist durch Überlastung, Fehlbelastung oder traumatische Ereignisse entsteht. Sie tritt häufig im Bereich der Fessel, des Hufes oder der Hufrolle auf und führt zu Lahmheit sowie Schwellung. Diese Erkrankung gehört zu den häufigsten Sehnenverletzungen beim Sport- und Freizeitpferd.

  25. Tendovaginitis Kuh

    Die Tendovaginitis ist eine Entzündung der Sehnenscheide, also der bindegewebigen Hülle, die Sehnen umgibt und deren reibungsarmes Gleiten ermöglicht. Bei der Kuh tritt sie vor allem an den distalen Gliedmaßen auf und führt zu Schwellungen, Schmerzen und Lahmheit. Sie kann akut oder chronisch verlaufen und ist in der Milchviehhaltung ein relevantes Lahmheitsproblem.

  26. Tendovaginitis Lama

    Tendovaginitis ist eine Entzündung der Sehnenscheide (Vagina tendinis), die bei Lamas häufig die Sehnen der distalen Gliedmaßen betrifft. Die Erkrankung entsteht durch mechanische Überlastung, Traumata oder Infektionen und führt zu Schwellung, Schmerzhaftigkeit und Lahmheit. Unbehandelt kann eine chronische Tendovaginitis zu dauerhaften Bewegungseinschränkungen führen.

  27. Tendovaginitis Pferd

    Die Tendovaginitis bezeichnet eine Entzündung der Sehnenscheide: jener flüssigkeitsgefüllten Hülle, die bestimmte Sehnen am Pferdebein umgibt und schützt. Beim Pferd treten Tendovaginitiden besonders häufig an den Beugesehnen im Fessel- und Karpalbereich auf. Sie äußern sich durch Schwellungen, Schmerzhaftigkeit und mitunter Lahmheit.

  28. Tendovaginitis der Beugesehne Schaf

    Die Tendovaginitis der Beugesehne ist eine Entzündung der Sehnenscheide, die die Beugesehnen an Vorder- oder Hintergliedmaße umhüllt. Beim Schaf betrifft sie meist die tiefe oder oberflächliche Beugesehne im Bereich von Fessel und Karpus bzw. Tarsus und führt zu Schwellung, Schmerz und Lahmheit.

  29. Tibiafraktur Kaninchen

    Eine Tibiafraktur bezeichnet einen Knochenbruch des Schienbeins (Tibia) beim Kaninchen. Die Tibia ist der größere der beiden Unterschenkelknochen und trägt die Hauptlast bei der Fortbewegung. Aufgrund der zarten Knochenstruktur und des kräftigen Bewegungsapparates sind Kaninchen besonders anfällig für solche Frakturen.

  30. Tibiale Torsion Lama

    Die tibiale Torsion bezeichnet eine Verdrehung des Schienbeins (Tibia) um seine Längsachse. Beim Lama äußert sie sich als Fehlstellung der Hintergliedmaße, bei der die untere Beinachse gegenüber dem Knie nach innen oder außen rotiert ist. Diese Deformation kann angeboren oder durch Wachstumsstörungen erworben sein und beeinträchtigt die Stand- und Gangmechanik.

  31. Tibiaplateauwinkel Hund

    Der Tibiaplateauwinkel (TPA, engl. Tibial Plateau Angle) bezeichnet beim Hund den Neigungswinkel der Gelenkfläche des Schienbeinkopfes (Tibiaplateau) gegenüber der Längsachse des Schienbeins. Er ist ein zentraler Messwert in der Kniegelenksdiagnostik und spielt insbesondere beim vorderen Kreuzbandriss eine wichtige Rolle. Ein physiologischer TPA liegt beim Hund etwa zwischen 18° und 24°.

  32. Tibiotarsalgelenksarthritis Lama

    Die Tibiotarsalgelenksarthritis bezeichnet eine entzündliche Erkrankung des Sprunggelenks (Articulatio tibiotarsalis) beim Lama, bei der es zu schmerzhaften Entzündungsprozessen der Gelenkstrukturen kommt. Diese Erkrankung beeinträchtigt die Beweglichkeit und Belastbarkeit der Hintergliedmaße erheblich und kann ohne angemessene Behandlung zu dauerhaften Gelenkschäden und Lahmheit führen.

  33. Tibiotarsus Vogel

    Der Tibiotarsus ist ein zentraler Knochen im Hinterbein des Vogels, der durch die evolutionäre Verschmelzung des Schienbeins (Tibia) mit den oberen Fußwurzelknochen (proximale Tarsalia) entstanden ist. Er bildet das funktionelle Pendant zum Unterschenkel bei Säugetieren und überträgt Belastungen vom Kniegelenk auf das Intertarsalgelenk.

  34. Tibiotarsusfraktur Vogel

    Die Tibiotarsusfraktur ist ein Knochenbruch des Tibiotarsus, des längsten und tragenden Unterschenkelknochens bei Vögeln. Diese Fraktur gehört zu den häufigsten orthopädischen Verletzungen in der Vogelmedizin und beeinträchtigt die Fortbewegung erheblich, da der Tibiotarsus die Hauptlast beim Stehen, Hüpfen und Landen trägt.

  35. Tiefe Beugesehne Esel

    Die tiefe Beugesehne (Tendo musculi flexoris digitorum profundi) ist eine kräftige Sehne an der Rückseite der Esel-Gliedmaße, die vom tiefen Zehenbeuger bis zum Hufbein zieht. Sie spielt eine zentrale Rolle bei der Beugung des Hufgelenks und der Abfederung des Schritts. Beim Esel ist sie an Vorder- und Hintergliedmaße vorhanden und wesentlicher Bestandteil des Bewegungsapparats.

  36. TPLO Hund

    TPLO steht für Tibial Plateau Leveling Osteotomy, zu Deutsch: Nivellierung des Schienbeinplateaus. Es handelt sich um ein chirurgisches Verfahren beim Hund zur Behandlung eines Kreuzbandrisses, bei dem der Neigungswinkel des Schienbeinkopfes durch einen gezielten Knochenschnitt verändert wird. Ziel ist es, das Kniegelenk auch ohne intaktes vorderes Kreuzband zu stabilisieren.

  37. Trachtenzwanghuf Pferd

    Der Trachtenzwanghuf ist eine Hufdeformation beim Pferd, bei der sich der Hornschuh im hinteren Hufbereich: den sogenannten Trachten: krankhaft verengt. Diese Einengung führt zu einer Kompression der inneren Hufstrukturen und kann Schmerzen sowie Lahmheiten verursachen. Es handelt sich um eine spezielle Form des Zwanghufs, die häufig durch fehlerhafte Hufbearbeitung, Bewegungsmangel oder Fehlbelastung entsteht.

  38. Trageerschöpfung Pferd

    Trageerschöpfung beim Pferd bezeichnet eine funktionelle Schwäche der Rumpfträgermuskulatur, die den Brustkorb zwischen den Vordergliedmaßen aktiv anheben und stabilisieren soll. Dadurch sinkt der Rumpf zwischen den Schulterblättern ab, die Rückenlinie verändert sich und die gesamte Biomechanik des Pferdes wird beeinträchtigt. Es handelt sich nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um ein komplexes muskuläres Erschöpfungssyndrom.

  39. Tragerandausbruch Esel

    Ein Tragerandausbruch beim Esel bezeichnet das Ausbrechen oder Absplittern eines Teils des Hufrandes (Tragerand), also jener Hornstruktur, die beim Auffußen den Hauptteil des Körpergewichts trägt. Bei Eseln tritt dies häufig im Zusammenhang mit trockenem, sprödem Hufhorn, langen Bearbeitungsintervallen oder Stoffwechselerkrankungen auf. Der Defekt kann die Hufstabilität beeinträchtigen und zu Fehlbelastungen führen.

  40. Trageriss Pferd

    Ein Trageriss bezeichnet beim Pferd eine Schädigung des Trageapparats am Huf, insbesondere eine Trennung oder einen Riss der weißen Linie zwischen Hufwand und Sohle. Dabei lockert sich die Verbindung zwischen Hornkapsel und tieferliegenden Strukturen, was zu Instabilität und Schmerzen führen kann. Trageriss ist ein häufiges Problem bei Pferden mit Fehlstellungen, mangelhafter Hufpflege oder chronischen Hufkrankheiten.

  41. Trageschaden Esel

    Ein Trageschaden beim Esel beschreibt eine chronische Überlastung und Schädigung der sogenannten Trageeinrichtung: jenes Systems aus Muskeln, Sehnen und Bändern, das den Rumpf zwischen den Vordergliedmaßen abstützt. Er entsteht typischerweise durch dauerhafte Fehlbelastung, unpassende Last oder mangelnde muskuläre Stabilisierung und führt zu einer absinkenden Rückenlinie sowie Bewegungseinschränkungen.

  42. Tragrand Pferd

    Der Tragrand ist der äußere, tragende Rand der Hufkapsel des Pferdes, der die Hauptlast des Körpergewichts auf den Boden überträgt. Er bildet den Übergang zwischen Hufwand und Sohle und ist die zentrale Auflagefläche, auf der ein Hufeisen befestigt wird oder auf der das Barhufpferd läuft.

  43. Transportmyopathie Wildtier

    Die Transportmyopathie ist eine stressbedingte Muskelerkrankung bei Wildtieren, die während oder nach Transport, Einfang oder Immobilisation auftritt. Sie ist eng mit der Capture-Myopathie verwandt und führt zu Muskelzelluntergang, Bewegungsstörungen und in schweren Fällen zum Tod. Besonders betroffen sind Huftiere wie Hirsche, Rehe, Gazellen und Wildequiden.

  44. Traumatische Klauenbeinfraktur Schaf

    Eine traumatische Klauenbeinfraktur beim Schaf ist ein Knochenbruch des Klauenbeins (Os ungulare), der durch äußere Gewalteinwirkung entsteht. Typische Auslöser sind Stürze, Tritte, das Einklemmen der Klaue in Spalten oder harte Aufpralle auf unebenem Untergrund. Die Fraktur führt zu plötzlicher, hochgradiger Lahmheit an der betroffenen Gliedmaße.

  45. Triple-Pelvic-Osteotomy Hund

    Die Triple-Pelvic-Osteotomy (TPO) ist ein chirurgisches Verfahren beim jungen Hund mit Hüftgelenksdysplasie, bei dem das Becken an drei Stellen durchtrennt und neu ausgerichtet wird. Ziel ist es, die Pfanne über den Oberschenkelkopf zu drehen und so die Gelenkstabilität zu verbessern. Der Eingriff wird vor dem Auftreten arthrotischer Veränderungen durchgeführt, üblicherweise im Alter von etwa 5 bis 10 Monaten.

  46. TTA Hund

    TTA (Tibial Tuberosity Advancement, deutsch: Tibiaplateau-Vorverlagerung) ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung des Kreuzbandrisses beim Hund. Dabei wird der Ansatzpunkt des geraden Kniescheibenbandes (Tuberositas tibiae) nach vorne verlagert, um die biomechanischen Kräfte im Kniegelenk zu stabilisieren, ohne das gerissene Kreuzband direkt zu ersetzen.

  47. Tylom Kuh

    Ein Tylom (auch Tyloma interdigitale oder Limax) ist eine chronische, hautartige Wucherung in der Zwischenklauenspalte des Rindes. Es handelt sich um eine reaktive Verdickung der Haut, die sich als zungenförmiger Hautwulst zwischen den beiden Klauen vorwölbt und die Klauengesundheit erheblich beeinträchtigen kann.

  48. Tylom Ziege

    Ein Tylom (auch Schwiele oder Hyperkeratose genannt) ist eine umschriebene, stark verdickte Hornhautwucherung der Haut, die durch chronischen Druck oder Reibung entsteht. Bei Ziegen tritt ein Tylom typischerweise an Auflagestellen wie Karpalgelenken (Vorderknie), Sprunggelenken oder am Brustbein auf. Es handelt sich um eine Schutzreaktion der Haut, die jedoch bei fortschreitender Belastung schmerzhaft werden und sich entzünden kann.

  49. Tylom interdigitale Kuh

    Ein Tylom interdigitale, auch Limax oder Zwischenklauenwulst genannt, ist eine chronische, hautbedeckte Wucherung im Zwischenklauenspalt der Kuh. Es entsteht durch dauerhafte mechanische Reizung und Entzündungsprozesse der Haut zwischen den beiden Klauen und kann je nach Größe zu erheblichen Lahmheiten führen.

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