TrittwerkTierorthopädie

Glossar der Tierorthopädie.

791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.

25 Begriffe mit M

  1. Mandibulafraktur Katze

    Eine Mandibulafraktur ist ein Knochenbruch des Unterkiefers (Mandibula) bei der Katze. Sie zählt zu den häufigsten Frakturen im Kopfbereich von Katzen und entsteht meist durch Trauma. Aufgrund der filigranen Knochenstruktur und der zentralen Funktion des Unterkiefers für Nahrungsaufnahme und Fellpflege erfordert sie eine sorgfältige tierärztliche Versorgung.

  2. Mediale Schulterinstabilität Hund

    Die mediale Schulterinstabilität (MSI) ist eine häufige, oft schleichend verlaufende Erkrankung des Schultergelenks beim Hund, bei der die innenseitigen Stabilisatoren: insbesondere das mediale Glenohumeralband und die Sehne des Musculus subscapularis: überdehnt oder geschädigt sind. Dadurch verliert das Schultergelenk an Halt, und es kommt zu wiederkehrenden Lahmheiten der Vordergliedmaße. Betroffen sind häufig mittelgroße bis große, sportlich aktive Hunde.

  3. Meniskusläsion Hund

    Eine Meniskusläsion ist eine Verletzung der halbmondförmigen Knorpelscheiben (Menisken) im Kniegelenk des Hundes. Sie tritt beim Hund meist in Kombination mit einem Riss des vorderen Kreuzbandes auf und betrifft überwiegend den inneren (medialen) Meniskus. Die Schädigung führt zu Schmerzen, Lahmheit und einer fortschreitenden Arthrose im Knie.

  4. Meniskusschaden Hund

    Ein Meniskusschaden beim Hund bezeichnet eine Verletzung der halbmondförmigen Faserknorpelscheiben (Menisken) im Kniegelenk. Am häufigsten ist der Innenmeniskus (mediale Meniskus) betroffen, meist in Zusammenhang mit einem Kreuzbandriss. Die Verletzung führt zu Schmerzen, Lahmheit und einer eingeschränkten Kniegelenksfunktion.

  5. Metabolic Bone Disease Reptil

    Metabolic Bone Disease (MBD) ist eine bei Reptilien häufig auftretende Stoffwechselerkrankung des Skeletts, die durch einen Mangel an Kalzium, Vitamin D3 oder ein gestörtes Kalzium-Phosphor-Verhältnis entsteht. Die Erkrankung führt zu einer Entmineralisierung der Knochen, Deformationen und einer erhöhten Frakturneigung. MBD ist eine der häufigsten haltungsbedingten Erkrankungen bei in Terrarien gehaltenen Reptilien.

  6. Metabolische Knochenerkrankung Reptil

    Die Metabolische Knochenerkrankung (MBD, Metabolic Bone Disease) ist eine bei Reptilien häufig auftretende Stoffwechselstörung, die zu einer krankhaften Veränderung des Knochengewebes führt. Ursache ist meist ein Ungleichgewicht zwischen Kalzium, Phosphor und Vitamin D3, häufig in Kombination mit unzureichender UV-B-Strahlung. Die Folge sind weiche, verformbare Knochen, Wachstumsstörungen und Bewegungseinschränkungen.

  7. Metacarpalknochen Katze

    Die Metacarpalknochen (Mittelhandknochen) sind die fünf röhrenförmigen Knochen in der Vorderpfote der Katze, die zwischen den Handwurzelknochen (Carpus) und den Zehenknochen (Phalangen) liegen. Sie bilden das strukturelle Gerüst der Mittelhand und ermöglichen die Kraftübertragung beim Gehen, Springen und Landen. Bei Katzen sind die Metacarpalknochen besonders schlank und leicht gebaut, was die typische Wendigkeit und Sprungkraft unterstützt.

  8. Metakarpalperiostitis Lama

    Die Metakarpalperiostitis ist eine entzündliche Reizung der Knochenhaut (Periost) am Mittelfußknochen (Metakarpus) des Lamas. Sie entsteht durch Überlastung, wiederholte Mikrotraumata oder direkte Stöße und führt zu Lahmheit sowie schmerzhaften Schwellungen an der Vordergliedmaße.

  9. Metallentfernung nach Knochenheilung Wildtier

    Die Metallentfernung nach Knochenheilung bezeichnet die operative Entnahme von Osteosynthesematerial wie Platten, Schrauben, Nägeln oder Drähten, nachdem eine Fraktur bei einem Wildtier vollständig verheilt ist. Bei Wildtieren wird sie besonders sorgfältig abgewogen, da jede weitere Narkose und Handhabung erheblichen Stress und Risiken bedeutet. Ziel ist es, langfristige Komplikationen wie Implantatlockerung, Reizungen oder Infektionen zu vermeiden und die Auswilderungsfähigkeit sicherzustellen.

  10. Metatarsalfraktur Lama

    Eine Metatarsalfraktur bezeichnet den Bruch eines oder mehrerer Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia) beim Lama. Diese Knochen verbinden beim Lama die Fußwurzelknochen mit den Zehengliedern und sind essentiell für die Gewichtsverteilung und Fortbewegung. Frakturen entstehen meist durch Traumata wie Tritte, Stürze auf unebenem Gelände oder Einklemmungen im Gatter.

  11. Metatarsalgie Kuh

    Metatarsalgie bezeichnet Schmerzen im Bereich der Mittelfußknochen (Metatarsalknochen) bei Kühen, die sich als Lahmheit und Belastungsunwilligkeit der Hintergliedmaßen äußern. Diese Erkrankung ist häufig mit Entzündungen der Weichteile, Überlastung oder strukturellen Veränderungen des Mittelfußes verbunden und tritt besonders bei Hochleistungskühen in der Stallhaltung auf.

  12. Metatarsus Kaninchen

    Der Metatarsus (Mittelfuß) ist der Abschnitt der Hintergliedmaße zwischen Sprunggelenk (Tarsus) und Zehen. Beim Kaninchen besteht er aus vier kräftigen, langgestreckten Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia II. V), die einen wesentlichen Teil der Standfläche bilden. Im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren tritt das Kaninchen sohlengängig auf, sodass der gesamte Metatarsus beim Sitzen Bodenkontakt hat.

  13. Mobilitätsgeschirr Hund

    Ein Mobilitätsgeschirr ist eine spezielle orthopädische Tragehilfe für Hunde mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit. Es ermöglicht dem Halter, den Hund beim Gehen, Aufstehen oder Treppensteigen gezielt zu unterstützen, indem Griffe oder Gurte das Anheben und Stabilisieren des Körpers erleichtern. Mobilitätsgeschirre werden sowohl temporär während der Rehabilitation als auch dauerhaft bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt.

  14. Moderhinke Schaf

    Moderhinke (Klauenfäule) ist eine hochansteckende bakterielle Erkrankung der Klauen bei Schafen, verursacht durch das Bakterium Dichelobacter nodosus. Sie führt zu schweren Entzündungen der Klauenlederhaut, Ablösung des Klauenhorns und ausgeprägter Lahmheit. Die Erkrankung ist wirtschaftlich bedeutsam und kann ganze Herden betreffen.

  15. Moderhinke Ziege

    Moderhinke ist eine hochansteckende, bakteriell verursachte Klauenerkrankung bei Ziegen, die durch das Zusammenspiel von Dichelobacter nodosus und Fusobacterium necrophorum entsteht. Sie führt zu einer schmerzhaften Entzündung und Ablösung des Klauenhorns und verursacht eine ausgeprägte Lahmheit. Auch wenn Ziegen etwas widerstandsfähiger gelten als Schafe, kann die Erkrankung im Bestand erhebliche Probleme bereiten.

  16. Mortellaro-Dermatitis Kuh

    Die Mortellaro-Dermatitis, auch Dermatitis digitalis oder Erdbeerkrankheit genannt, ist eine hochansteckende bakterielle Erkrankung der Klauenhaut bei Rindern. Sie manifestiert sich typischerweise als schmerzhafte, erdbeerfarbene Hautveränderung im Bereich der Fesselbeuge und des Ballens und führt zu erheblichen Lahmheiten.

  17. Mukopolysaccharidose Katze

    Mukopolysaccharidose (MPS) ist eine seltene erbliche Stoffwechselerkrankung der Katze, bei der bestimmte Enzyme zum Abbau von Glykosaminoglykanen (Mukopolysacchariden) fehlen oder defekt sind. Die unverdauten Substanzen lagern sich in Knochen, Knorpel, Bindegewebe und inneren Organen ab und führen zu fortschreitenden Skelett- und Bewegungsstörungen. Bei Katzen sind vor allem die Formen MPS I, MPS VI und MPS VII beschrieben.

  18. Mukopolysaccharidose VI Katze

    Mukopolysaccharidose VI (MPS VI) ist eine erbliche lysosomale Speicherkrankheit bei der Katze, die durch einen Mangel des Enzyms Arylsulfatase B verursacht wird. Dadurch reichern sich Glykosaminoglykane (insbesondere Dermatansulfat) in Zellen und Geweben an, was zu schweren Skelett- und Gelenkveränderungen führt. Betroffene Katzen zeigen typischerweise Wachstumsstörungen, Skelettdeformationen und neurologische Symptome.

  19. Muskelatrophie der Hintergliedmaßen Meerschweinchen

    Muskelatrophie der Hintergliedmaßen beim Meerschweinchen bezeichnet den sichtbaren Rückgang der Muskelmasse an den hinteren Läufen. Sie entsteht meist durch Schonhaltung, Bewegungsmangel, Fehlernährung oder neurologische bzw. orthopädische Erkrankungen und schwächt die Standfestigkeit des Tieres zusätzlich.

  20. Muskelatrophie der Oberschenkelmuskulatur Hund

    Muskelatrophie der Oberschenkelmuskulatur bezeichnet den krankhaften Abbau und Volumenverlust der Skelettmuskulatur am Oberschenkel (M. quadriceps femoris, ischiocrurale Muskulatur) beim Hund. Diese Rückbildung entsteht durch Inaktivität, neurologische Störungen, chronische Schmerzen oder direkte Muskelerkrankungen und führt zu deutlich sichtbarer Verschmächtigung des betroffenen Beins.

  21. Muskeldystrophie durch Selenmangel Schaf

    Die Muskeldystrophie durch Selenmangel, auch Weißmuskelkrankheit (Nutritional Muscular Dystrophy) genannt, ist eine ernährungsbedingte Erkrankung der Skelett- und Herzmuskulatur bei Schafen. Sie entsteht durch einen Mangel an Selen und/oder Vitamin E und führt zu degenerativen Veränderungen des Muskelgewebes. Besonders Lämmer in den ersten Lebenswochen sind betroffen.

  22. Mycoplasma-hyorhinis-Polyserositis Schwein

    Die Mycoplasma-hyorhinis-Polyserositis ist eine bakterielle Erkrankung beim Schwein, die durch das Bakterium Mycoplasma hyorhinis verursacht wird. Sie führt zu Entzündungen der serösen Häute (Brustfell, Bauchfell, Herzbeutel) und der Gelenkinnenhäute. Die Erkrankung betrifft vor allem Absatz- und Mastferkel und kann zu Lahmheit und Bewegungsstörungen führen.

  23. Mycoplasma-hyosynovae-Arthritis Schwein

    Die Mycoplasma-hyosynovae-Arthritis ist eine durch das Bakterium Mycoplasma hyosynoviae verursachte Gelenkentzündung beim Schwein. Sie tritt vor allem bei Mast- und Jungschweinen im Alter von 10 bis 24 Wochen auf und betrifft überwiegend die großen Gliedmaßengelenke. Die Erkrankung äußert sich durch Lahmheit und Bewegungsunlust, ohne dass es meist zu einer eitrigen Zerstörung der Gelenke kommt.

  24. Mycoplasma-hyosynoviae-Arthritis Schwein

    Die Mycoplasma-hyosynoviae-Arthritis ist eine durch das Bakterium Mycoplasma hyosynoviae verursachte Gelenkentzündung beim Schwein. Sie tritt überwiegend bei Mast- und Jungschweinen im Alter von 10 bis 24 Wochen auf und betrifft vor allem die großen Gliedmaßengelenke. Klinisch zeigt sich die Erkrankung durch akute Lahmheit und Bewegungsunlust ohne ausgeprägte Allgemeinstörung.

  25. Mykoplasmen-Polyarthritis Ziege

    Die Mykoplasmen-Polyarthritis ist eine durch Mykoplasmen (zellwandlose Bakterien) ausgelöste Entzündung mehrerer Gelenke bei Ziegen. Besonders Jungtiere sind betroffen, wobei vor allem Mycoplasma mycoides subsp. capri und Mycoplasma capricolum als Erreger eine Rolle spielen. Die Erkrankung führt zu schmerzhaften Gelenkschwellungen, Lahmheit und kann den Bewegungsapparat dauerhaft schädigen.

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