TrittwerkTierorthopädie

Glossar der Tierorthopädie.

791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.

12 Begriffe mit Z

  1. Zehendeformation Vogel

    Eine Zehendeformation beim Vogel bezeichnet eine angeborene oder erworbene Fehlstellung einer oder mehrerer Zehen, bei der die normale Greif- und Stützfunktion eingeschränkt ist. Typische Formen sind eingerollte Zehen (Curled Toes), seitlich abweichende Zehen oder Spreizfußstellungen. Sie führen häufig zu Schmerzen, Belastungsproblemen und Folgeerkrankungen wie Pododermatitis.

  2. Zehendeformität Zebra

    Eine Zehendeformität beim Zebra bezeichnet eine angeborene oder erworbene Fehlstellung der Zehe, also des knöchernen und hornigen Endglieds der Gliedmaße. Da Zebras: wie alle Equiden: nur eine funktionale Zehe pro Bein besitzen (die in den Huf mündet), wirkt sich jede Deformität direkt auf Stand, Gangbild und Belastbarkeit der gesamten Gliedmaße aus.

  3. Zehenfehlstellung Lama

    Zehenfehlstellungen beim Lama bezeichnen angeborene oder erworbene Abweichungen der Zehenstellung von der anatomisch korrekten Position. Bei Lamas, die als Zehenspitzengänger zwei funktionale Zehen (Digit III und IV) besitzen, können Fehlstellungen wie Varus- oder Valgusdeformitäten, verdrehte Zehen oder abnorme Zehenwinkel auftreten. Diese beeinträchtigen die Belastungsverteilung, den Gang und können zu chronischen Schmerzen und Folgeschäden führen.

  4. Zehenknöchelverband Hund

    Der Zehenknöchelverband ist ein stabilisierender Verband, der beim Hund die Zehen und den Vorderfuß bis zum Karpalgelenk (Vorderpfote) oder Tarsalgelenk (Hinterpfote) umfasst. Er dient der Ruhigstellung und Protektion bei Verletzungen der Zehen, Ballen, Krallen oder distalen Gliedmaßenabschnitte. Der Verband wird in der Tierorthopädie häufig als temporäre Maßnahme vor oder ergänzend zu orthopädischen Hilfsmitteln eingesetzt.

  5. Zehenpolsterverletzung Lama

    Eine Zehenpolsterverletzung beim Lama bezeichnet eine Schädigung der dicken, schwieligen Polster an den Zehenspitzen, die als Sohlenballen fungieren. Diese Polster sind entscheidend für die Lastverteilung und Stoßdämpfung beim Gehen, insbesondere auf hartem oder unebenem Untergrund. Verletzungen können durch Fremdkörper, übermäßige Abnutzung, Verbrennungen oder Infektionen entstehen.

  6. Zehenspreizorthese Lama

    Eine Zehenspreizorthese ist ein tierorthopädisches Hilfsmittel, das beim Lama die beiden Zehen (Zehenstrahlen) in einer definierten Position zueinander hält oder deren Spreizung korrigiert. Sie kommt zum Einsatz, wenn die natürliche Stellung der Zehen durch Verletzung, Bänderschwäche oder Fehlbelastung gestört ist. Ziel ist es, die Lastverteilung auf der Sohle zu normalisieren und schmerzhafte Fehlstellungen zu vermeiden.

  7. Zehenverbandsschuh Alpaka

    Ein Zehenverbandsschuh ist eine schützende Überziehhilfe für den Zehenbereich, die beim Alpaka einen Verband oder eine Wundauflage an der Zehe vor Nässe, Schmutz und mechanischer Belastung schützt. Er wird über den zweizehigen Fuß gezogen und stabilisiert gleichzeitig den Verband, ohne die Sohlenschwiele übermäßig zu belasten. Zum Einsatz kommt er vor allem bei Verletzungen, Nagelbetterkrankungen oder nach chirurgischen Eingriffen an der Zehe.

  8. Zwanghuf Pferd

    Der Zwanghuf ist eine schmerzhafte Huferkrankung beim Pferd, bei der die Hornkapsel durch pathologische Veränderungen in ihrer natürlichen Elastizität eingeschränkt ist und sich nicht mehr physiologisch ausdehnen kann. Diese Einengung führt zu chronischem Druck auf die empfindlichen inneren Strukturen des Hufes, insbesondere die Huflederhaut und den Strahlbereich. Der Zwanghuf gilt als fortgeschrittenes Stadium einer chronischen Hufrehe oder kann durch anatomische Fehlstellungen, unzureichende Hufpflege oder genetische Disposition entstehen.

  9. Zwischenklauenphlegmone Kuh

    Die Zwischenklauenphlegmone (auch Panaritium interdigitale genannt) ist eine akute, eitrige Entzündung des Zwischenklauenspalts bei Rindern, die durch bakterielle Infektion: meist mit Fusobacterium necrophorum: entsteht. Sie zählt zu den häufigsten und schmerzhaftesten Klauenerkrankungen bei Kühen und führt zu ausgeprägter Lahmheit sowie erheblichen wirtschaftlichen Verlusten in der Milchviehhaltung.

  10. Zwischenklauenphlegmone Lama

    Die Zwischenklauenphlegmone ist eine akute, eitrig-entzündliche Infektion des Weichteilgewebes im Zwischenklauenspalt. Beim Lama betrifft sie den Bereich zwischen den beiden Zehen und führt zu erheblicher Lahmheit sowie Schwellung der gesamten Zehenregion.

  11. Zwischenklauenschwiele Kuh

    Eine Zwischenklauenschwiele (Tyloma, auch Limax) ist eine chronische, hautbedeckte Wucherung im Zwischenklauenspalt der Kuh. Sie entsteht durch dauerhafte mechanische Reizung oder chronische Entzündung der Haut zwischen den beiden Klauen und kann zu deutlichen Lahmheiten führen.

  12. Zwischenzehennekrose Schaf

    Die Zwischenzehennekrose (Interdigital Necrobacillosis), auch als Moderhinke oder Panaritium bezeichnet, ist eine bakterielle Entzündung der Zwischenklauenhaut beim Schaf. Sie wird hauptsächlich durch das Bakterium Fusobacterium necrophorum verursacht und führt zu schmerzhaften Nekrosen im Zwischenzehenspalt mit hochgradiger Lahmheit.

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