TrittwerkTierorthopädie

Glossar der Tierorthopädie.

791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.

11 Begriffe mit I

  1. Iliopsoas-Myopathie Hund

    Die Iliopsoas-Myopathie ist eine schmerzhafte Erkrankung des Musculus iliopsoas, eines wichtigen Hüftbeugers beim Hund. Sie entsteht durch akute Zerrungen, chronische Überlastung oder wiederholte Mikrotraumata und äußert sich häufig in Lahmheit, Bewegungsunlust und Schmerzen im Bereich der Hüfte und Leiste.

  2. Iliopsoas-Zerrung Hund

    Eine Iliopsoas-Zerrung ist eine überdehnungsbedingte Verletzung des Musculus iliopsoas, eines wichtigen Hüftbeugers beim Hund. Sie entsteht meist durch ruckartige Bewegungen, Ausrutschen oder Überlastung im Sport. Betroffene Hunde zeigen Lahmheit der Hintergliedmaße und Schmerzen bei Streckung oder Innenrotation der Hüfte.

  3. Iliosakralluxation Katze

    Eine Iliosakralluxation ist die vollständige Verrenkung (Luxation) des Iliosakralgelenks: der knöchernen Verbindung zwischen Darmbein (Ilium) und Kreuzbein (Sakrum): bei der Katze. Sie entsteht meist durch ein erhebliches Trauma und führt dazu, dass das Becken aus seiner normalen Position im Bezug zur Wirbelsäule abrutscht. Die Folge ist eine schmerzhafte Instabilität des hinteren Beckenrings mit deutlicher Bewegungseinschränkung der Hinterhand.

  4. Infraspinatus-Kontraktur Hund

    Die Infraspinatus-Kontraktur ist eine fibrotische Schrumpfung des Musculus infraspinatus, eines wichtigen Schultermuskels beim Hund. Durch den narbigen Umbau des Muskels verliert dieser seine Dehnfähigkeit, was zu einer charakteristischen Bewegungseinschränkung der Schultergliedmaße führt. Betroffen sind meist mittelgroße bis große, aktive Jagd- und Arbeitshunde.

  5. Infraspinatuskontraktur Hund

    Die Infraspinatuskontraktur ist eine fibrotische Veränderung des Musculus infraspinatus, eines Schultermuskels, beim Hund. Dabei wird das ursprünglich elastische Muskelgewebe durch narbiges Bindegewebe ersetzt, was zu einer typischen Bewegungseinschränkung der Vordergliedmaße führt. Betroffen sind vor allem mittelgroße bis große, sportlich oder jagdlich aktive Hunde.

  6. Interdigitale Dermatitis Schaf

    Die Interdigitale Dermatitis ist eine bakterielle Entzündung der Haut im Zwischenklauenspalt des Schafes. Sie gilt als Vorstufe der Moderhinke und wird vor allem durch das Bakterium Dichelobacter nodosus in Verbindung mit Fusobacterium necrophorum verursacht. Die Erkrankung führt zu Lahmheiten und beeinträchtigt den Bewegungsapparat erheblich.

  7. Interdigitalhyperplasie Stier

    Die Interdigitalhyperplasie, umgangssprachlich auch Limax oder Tylom genannt, ist eine gutartige, chronische Wucherung der Haut im Zwischenklauenspalt beim Stier. Sie entsteht durch dauerhafte mechanische Reizung und Entzündungsprozesse zwischen den beiden Klauen und kann zu erheblichen Lahmheiten führen.

  8. Interdigitalphlegmone Schaf

    Die Interdigitalphlegmone (auch Panaritium oder Zwischenklauenphlegmone) ist eine akute, eitrig-nekrotisierende Entzündung der Haut und des Unterhautgewebes im Zwischenklauenspalt des Schafes. Sie entsteht meist durch bakterielle Infektion nach kleinen Verletzungen der Zwischenklauenhaut und führt zu hochgradiger Lahmheit. Verantwortlich sind vor allem Fusobacterium necrophorum in Kombination mit anderen anaeroben Keimen.

  9. Interphalangealluxation Katze

    Die Interphalangealluxation ist die Verrenkung (Luxation) eines Zehengelenks zwischen zwei Zehenknochen (Phalangen) bei der Katze. Dabei verlieren die gelenkbildenden Knochenenden ihren normalen Kontakt zueinander, meist infolge eines Traumas. Betroffen sind die feinen Gelenke der Zehen, die für das lautlose, präzise Auftreten der Katze essenziell sind.

  10. Ischiadicusparese Katze

    Die Ischiadicusparese ist eine Lähmung oder Funktionsstörung des Nervus ischiadicus (Ischiasnerv) bei der Katze, die zu Bewegungseinschränkungen der Hintergliedmaßen führt. Der Nervus ischiadicus ist der größte periphere Nerv und versorgt die Muskulatur der hinteren Extremität sowie Teile der Haut. Eine Schädigung führt typischerweise zu charakteristischen Ausfallerscheinungen wie hängender Pfote, eingeschränkter Streckfähigkeit und Sensibilitätsstörungen.

  11. IsolierterProcessusAnconaeus Hund

    Der isolierte Processus Anconaeus (IPA) ist eine Entwicklungsstörung des Ellenbogengelenks beim Hund, bei der der Processus anconaeus (Hakenfortsatz) der Elle nicht mit dem Ellenschaft verwächst und isoliert bleibt. Diese Erkrankung gehört zu den häufigsten Ellenbogengelenksdysplasien (ED) bei Hunden großer Rassen und tritt typischerweise zwischen dem 4. und 12. Lebensmonat auf. Die fehlende knöcherne Verbindung führt zu Instabilität, Entzündungen und progressiver Arthrose im Ellenbogengelenk.

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