TrittwerkTierorthopädie

Glossar der Tierorthopädie.

791 Fachbegriffe für 17 Tierarten, verständlich erklärt. Nach Tierart, nach Buchstabe, oder ihr sucht direkt.

128 Begriffe mit K

  1. Käfigfraktur Wildtier

    Als Käfigfraktur wird in der Veterinärmedizin eine traumatische Beschädigung der Rippen bezeichnet, die den Brustkorb (Thorax) bilden. Bei Wildtieren entstehen Käfigfrakturen typischerweise durch Kollisionen mit Fahrzeugen, Prädatorenbisse, Stürze oder Einklemmungen. Die Verletzung kann einzelne oder mehrere Rippen betreffen und stellt eine häufige orthopädische und lebensbedrohliche Notfallsituation in der Wildtiermedizin dar.

  2. Kalkaneus Kaninchen

    Der Kalkaneus (Fersenbein, Tuber calcanei) ist der größte Knochen der Sprunggelenksregion und bildet beim Kaninchen den knöchernen Hebel für die kraftvolle Streckung der Hinterhand. An ihm setzt die Achillessehne an, wodurch er bei jeder Sprung- und Absprungbewegung extrem hoch belastet wird.

  3. Kalkaneusbandage Katze

    Eine Kalkaneusbandage ist ein tierorthopädisches Hilfsmittel zur Stabilisierung des Fersenbeins (Calcaneus) und der Achillessehne im Sprunggelenksbereich der Katze. Sie wird eingesetzt, um die Sprunggelenkswinkelung zu unterstützen, das Tarsalgelenk zu entlasten und die Heilung von Sehnen- oder Bandverletzungen zu fördern. Die Bandage hält das Sprunggelenk in einer physiologisch günstigen Position und schützt vor Überlastung.

  4. Kalkaneusfraktur Katze

    Eine Kalkaneusfraktur ist der Bruch des Fersenbeins (Calcaneus), eines der zentralen Knochen im Sprunggelenk der Katze. Der Calcaneus dient als Hebelarm für die Achillessehne und ist entscheidend für die Streckung des Sprunggelenks beim Laufen und Springen. Brüche dieses Knochens führen bei Katzen zu deutlichen Funktionseinschränkungen der Hintergliedmaße.

  5. Karapaxfraktur Wildtier

    Eine Karapaxfraktur ist ein Bruch des oberen Panzerteils (Carapax) bei Schildkröten. Sie tritt bei Wildtieren: insbesondere bei einheimischen Land- und Wasserschildkröten: häufig durch Verkehrsunfälle, Rasenmäher, Hundebisse oder Stürze auf. Die Verletzung betrifft sowohl die knöchernen Panzerplatten als auch die darüberliegenden Hornschilde und kann lebensbedrohlich sein.

  6. Karpalarthrodese Katze

    Die Karpalarthrodese ist eine chirurgische Versteifung des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) der Katze. Sie wird durchgeführt, wenn das Gelenk durch Trauma, schwere Bandverletzungen oder fortgeschrittene Arthrose so instabil oder schmerzhaft ist, dass eine Funktionserhaltung nicht mehr möglich ist. Ziel ist eine schmerzfreie, belastbare Gliedmaße: auch wenn die Beweglichkeit im Gelenk dauerhaft aufgehoben wird.

  7. Karpalbandage Hund

    Eine Karpalbandage ist ein orthopädisches Hilfsmittel zur Stabilisierung und Entlastung des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) beim Hund. Sie kommt bei Verletzungen, Überlastung, Arthrose oder zur postoperativen Versorgung zum Einsatz und unterstützt das Gelenk in seiner physiologischen Funktion. Je nach Ausführung bietet sie leichte Kompression bis hin zu starker Führung mit eingearbeiteten Stäben.

  8. Karpalbandagenstütze Lama

    Eine Karpalbandagenstütze ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Lama das Karpalgelenk: das sogenannte Vorderfußwurzelgelenk, vergleichbar mit unserem Handgelenk: stabilisiert und entlastet. Sie kommt bei Überlastungen, Bandinstabilitäten oder zur Nachsorge nach Verletzungen zum Einsatz. Durch gezielte Führung und Kompression unterstützt sie das Gelenk, ohne die natürliche Bewegung des Tieres vollständig einzuschränken.

  9. Karpalbeugekontraktur Schaf

    Die Karpalbeugekontraktur ist eine Fehlstellung im Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) des Schafes, bei der das Gelenk dauerhaft in gebeugter Position fixiert ist und nicht vollständig gestreckt werden kann. Sie tritt vor allem bei neugeborenen Lämmern als angeborene Anomalie auf, kann aber auch erworben sein. Ursache ist meist eine Verkürzung der Beugesehnen oder der zugehörigen Muskulatur.

  10. Karpalbeuger-Kontraktur Alpaka

    Die Karpalbeuger-Kontraktur bezeichnet eine dauerhafte Verkürzung und Versteifung der Beugesehnen und -muskeln im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) beim Alpaka. Dies führt zu einer eingeschränkten Streckfähigkeit des Gelenks und resultiert in einer charakteristischen Fehlstellung, bei der das betroffene Bein in Beugestellung fixiert ist.

  11. Karpalbeugesehnenkontraktur Stier

    Die Karpalbeugesehnenkontraktur beim Stier ist eine angeborene oder erworbene Verkürzung und Verhärtung der Beugesehnen im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenks), die zu einer dauerhaften Beugung des Gelenks führt. Diese Fehlstellung beeinträchtigt die normale Stellung der Vordergliedmaße und kann die Fortbewegung erheblich erschweren. Bei Kälbern tritt sie häufig kongenital auf, während erworbene Formen durch Verletzungen oder chronische Fehlbelastungen entstehen können.

  12. Karpalbeugesehnenruptur Kuh

    Eine Karpalbeugesehnenruptur bei der Kuh ist der teilweise oder vollständige Riss einer der Beugesehnen im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk). Betroffen sind meist die oberflächliche oder tiefe Beugesehne, was zu einer typischen Fehlstellung mit durchgetretener Vordergliedmaße führt. Die Verletzung stellt eine ernsthafte orthopädische Erkrankung dar, die das Stehen und Laufen erheblich beeinträchtigt.

  13. Karpalbursitis Stier

    Die Karpalbursitis beim Stier ist eine Entzündung des Schleimbeutels (Bursa) im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk). Sie äußert sich durch eine sicht- und tastbare Schwellung an der Vorderseite des Karpus und tritt bei Stieren überdurchschnittlich häufig auf, da sie aufgrund ihres hohen Körpergewichts beim Aufstehen und Abliegen besonders stark auf die Vorderbeine drücken.

  14. Karpaler Hyperextensionssyndrom Katze

    Das karpale Hyperextensionssyndrom bei der Katze bezeichnet eine krankhafte Überstreckung des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk), bei der die palmare Bandstruktur geschädigt ist und die Pfote beim Auftreten nach unten durchsackt. Die Katze tritt dann statt auf den Zehenballen mit der gesamten Karpalregion auf. Ursache ist meist ein Trauma, seltener degenerative oder immunvermittelte Erkrankungen.

  15. Karpalgelenk Hund

    Das Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) beim Hund ist das komplexe Gelenkgefüge zwischen Unterarm (Radius und Ulna) und Vordermittelfuß (Metakarpalknochen). Es besteht aus mehreren Teilgelenken zwischen sieben kleinen Karpalknochen und ermöglicht Beugung, Streckung sowie geringe seitliche Bewegungen der Vorderpfote. Als stark belastetes Gelenk ist es anfällig für Verletzungen, Instabilitäten und degenerative Erkrankungen.

  16. Karpalgelenk Zebra

    Das Karpalgelenk ist das anatomische Äquivalent zum menschlichen Handgelenk und befindet sich beim Zebra in der Vordergliedmaße zwischen Unterarmknochen (Radius und Ulna) und Mittelfußknochen (Metacarpus). Es ist ein komplexes, mehrreihiges Gelenk, das beim Zebra hohe Belastungen bei Galoppfluchten und auf hartem, unebenem Steppenboden abfedern muss. Funktionell entspricht es weitgehend dem Karpalgelenk des Pferdes, weist aber Zebra-typische Robustheit und Bandstrukturen auf.

  17. Karpalgelenkarthrose Esel

    Karpalgelenkarthrose bezeichnet eine degenerative Gelenkerkrankung des Vorderfußwurzelgelenks (Carpus) bei Eseln, bei der der Knorpel fortschreitend abgebaut wird und es zu schmerzhaften Veränderungen der Gelenkstrukturen kommt. Diese chronische Erkrankung führt zu Lahmheit, eingeschränkter Beweglichkeit und kann die Lebensqualität des Esels erheblich beeinträchtigen.

  18. Karpalgelenksarthrose Kuh

    Die Karpalgelenksarthrose bei der Kuh ist eine chronische, degenerative Erkrankung des Vorderfußwurzelgelenks (Karpus), umgangssprachlich auch 'Vorderknie' genannt. Sie äußert sich durch fortschreitenden Verschleiß von Gelenkknorpel, Kapselverdickung und knöcherne Zubildungen. Die Erkrankung führt zu Schmerzen, Steifheit und einer eingeschränkten Beweglichkeit der Vordergliedmaße.

  19. Karpalgelenksarthrose Lama

    Die Karpalgelenksarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung des Karpus (Vorderfußwurzelgelenk) beim Lama, die durch fortschreitenden Knorpelabbau, Entzündungsprozesse und Knochenveränderungen gekennzeichnet ist. Sie führt zu Schmerzen, Lahmheit und eingeschränkter Beweglichkeit der Vordergliedmaßen und beeinträchtigt damit die Lebensqualität sowie die Nutzbarkeit als Pack- oder Begleittier erheblich.

  20. Karpalgelenksbandage Stier

    Eine Karpalgelenksbandage für den Stier ist ein orthopädisches Hilfsmittel zur Stabilisierung und Entlastung des Vorderfußwurzelgelenks (Karpus). Sie wird bei Verletzungen, Überlastungen oder Instabilitäten eingesetzt und unterstützt die Heilung sowie die Bewegungsführung des kräftig belasteten Gelenks.

  21. Karpalgelenksbursitis Ziege

    Die Karpalgelenksbursitis ist eine Entzündung des Schleimbeutels (Bursa) im Bereich des Karpalgelenks: also des Vorderfußwurzelgelenks, das beim Menschen etwa dem Handgelenk entspricht. Bei Ziegen tritt sie häufig als Folge chronischer mechanischer Belastung beim Abliegen auf harten Untergründen auf und zeigt sich als deutlich sichtbare, prall-elastische Schwellung an der Vorderseite des Knies.

  22. Karpalgelenkshygrom Hund

    Ein Karpalgelenkshygrom ist eine flüssigkeitsgefüllte, weiche Schwellung im Bereich des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) beim Hund. Es handelt sich um eine nicht-infektiöse Bursa (Schleimbeutel), die durch chronischen Druck oder wiederholte Traumata entsteht, meist an der Streckseite des Gelenks. Diese häufig bei großwüchsigen Hunderassen auftretende Veränderung ist in der Regel schmerzfrei, kann aber bei Größenzunahme oder Entzündung behandlungsbedürftig werden.

  23. Karpalgelenksinstabilität Katze

    Die Karpalgelenksinstabilität bei der Katze beschreibt einen Verlust der normalen Stabilität im Karpus (Handwurzelgelenk) der Vordergliedmaße. Betroffen sind meist Bänder, Gelenkkapsel und Sehnen, wodurch das Gelenk abnormal beweglich wird und häufig in eine Überstreckung (Hyperextension) fällt. Die Katze zeigt dann eine typische durchgetretene Vordergliedmaße mit abgeflachtem Fußungswinkel.

  24. Karpalgelenksorthese Kaninchen

    Eine Karpalgelenksorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Kaninchen am Vorderlauf im Bereich des Handwurzelgelenks (Karpus) angelegt wird. Sie stabilisiert, entlastet oder korrigiert das Gelenk bei Verletzungen, Fehlstellungen oder degenerativen Veränderungen. Beim Kaninchen kommt sie aufgrund der filigranen Anatomie und des geringen Körpergewichts in besonders leichter, individuell angepasster Bauweise zum Einsatz.

  25. Karpalhyperextension Hund

    Die Karpalhyperextension beim Hund bezeichnet eine krankhafte Überstreckung des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk), bei der die Pfote weiter nach hinten/unten abknickt als anatomisch vorgesehen. Ursache ist meist eine Schädigung des palmaren Bandapparates oder der Faserknorpelplatte. Die betroffene Gliedmaße zeigt eine typische durchgetretene Stellung, vergleichbar mit einem 'Plattfuß'.

  26. Karpalhyperextensionssyndrom Katze

    Das Karpalhyperextensionssyndrom bei der Katze bezeichnet eine krankhafte Überstreckung des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk), bei der die Pfote unter Belastung tiefer absinkt als anatomisch vorgesehen. Ursache ist meist eine Schädigung des palmaren Bandapparates und der Faserknorpelplatten an der Beugeseite des Gelenks. Die Katze tritt dabei nicht mehr auf den Zehenballen, sondern flächig oder sogar mit dem Mittelfuß auf.

  27. Karpalorthese Hund

    Eine Karpalorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das das Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) des Hundes stabilisiert, entlastet oder in einer definierten Position hält. Sie kommt zum Einsatz, wenn Bänder, Sehnen oder Gelenkstrukturen im Bereich des Karpus geschwächt, verletzt oder überdehnt sind. Je nach Bauform kann sie das Gelenk teilweise beweglich lassen oder vollständig ruhigstellen.

  28. Karpalorthese Katze

    Eine Karpalorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel zur Stabilisierung des Karpalgelenks (Vorderfußwurzelgelenk) der Katze. Sie unterstützt verletzte, überdehnte oder geschwächte Strukturen im Bereich des Handgelenks und kann je nach Indikation entlasten, korrigieren oder ruhigstellen.

  29. Karpaltunnel Katze

    Der Karpaltunnel ist ein anatomischer Engpass an der Beugeseite des Karpalgelenks (Vorderfußwurzel) der Katze. Durch diesen Kanal verlaufen Beugesehnen, Blutgefäße und Nerven, die für die Beweglichkeit und Sensibilität der Vordergliedmaße wichtig sind. Bei der Katze ist der Karpaltunnel klein, schmal und durch ein straffes Bandsystem (Retinaculum flexorum) begrenzt.

  30. Karpaltunnel-Syndrom Hund

    Das Karpaltunnel-Syndrom (KTS) ist eine Kompressionsneuropathie des Nervus medianus im Bereich des Karpaltunnels am Vorderfuß des Hundes. Es entsteht durch Einengung des Nervs zwischen den Handwurzelknochen und dem darüber liegenden Karpalband (Retinaculum flexorum), was zu Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und motorischen Ausfällen führen kann. Beim Hund ist diese Erkrankung deutlich seltener als beim Menschen, kann aber nach Traumata, chronischen Entzündungen oder durch anatomische Anomalien auftreten.

  31. Karpus-valgus-Deformität Lama

    Die Karpus-valgus-Deformität beim Lama ist eine Fehlstellung des Vorderbeins, bei der die untere Gliedmaße ab dem Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) nach außen abweicht. Sie tritt vor allem bei Jungtieren (Crias) auf und kann angeboren oder erworben sein. Unbehandelt führt sie zu fehlerhafter Belastung, Gelenkverschleiß und Bewegungsproblemen.

  32. Karpus-Valgus-Stellung Lama

    Die Karpus-Valgus-Stellung beim Lama ist eine Achsenfehlstellung der Vordergliedmaße, bei der das Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk) nach innen abweicht, während die Zehe nach außen zeigt. Es handelt sich um eine winkelbedingte Deformation (Angular Limb Deformity, ALD), die angeboren oder im Wachstum erworben sein kann. Unbehandelt führt sie zu Fehlbelastungen, Gelenkverschleiß und Lahmheit.

  33. Kaudale Kreuzbandruptur Katze

    Eine kaudale Kreuzbandruptur ist der teilweise oder vollständige Riss des hinteren Kreuzbandes (Ligamentum cruciatum caudale) im Kniegelenk der Katze. Sie tritt bei Katzen deutlich seltener auf als eine vordere Kreuzbandruptur und entsteht meist durch ein akutes Trauma. Die Verletzung führt zu einer Instabilität des Kniegelenks und kann langfristig eine Arthrose begünstigen.

  34. Keel Bone Deviation Vogel

    Keel Bone Deviation (Brustbeindeformation) bezeichnet eine Verformung des Brustbeinkamms (Sternum/Carina sterni) bei Vögeln, insbesondere bei Legehennen. Der normalerweise gerade Kiel weist dabei seitliche Verbiegungen, Einkerbungen oder S-förmige Deformationen auf. Die Veränderung entsteht meist durch mechanischen Druck, metabolische Belastung oder Frakturheilung.

  35. Kieferdeformation Reptil

    Eine Kieferdeformation bei Reptilien bezeichnet eine krankhafte Veränderung der Kieferknochen (Ober- und/oder Unterkiefer), die häufig zu Fehlstellungen, Weichheit oder asymmetrischem Wachstum führt. Sie tritt besonders bei Echsen und Schildkröten auf und ist meist Folge von Stoffwechselstörungen, Haltungsfehlern oder Traumata. Betroffene Tiere können nicht mehr richtig fressen und leiden unter Folgeschäden am gesamten Skelett.

  36. Kieferdeformation bei MBD Reptil

    Eine Kieferdeformation bei MBD (Metabolic Bone Disease) ist eine krankhafte Verformung des Ober- und/oder Unterkiefers bei Reptilien, verursacht durch eine Störung des Kalzium-Phosphor-Stoffwechsels. Die Knochen werden weich, verlieren ihre Stabilität und verformen sich unter Muskelzug und Eigengewicht. Typisch sind ein verkürzter, gummiartiger Unterkiefer (sogenanntes 'Rubber Jaw') sowie Fehlstellungen, die Nahrungsaufnahme und Atmung beeinträchtigen können.

  37. Kielbeinfraktur Vogel

    Eine Kielbeinfraktur ist ein Bruch des Brustbeinkamms (Carina sterni, umgangssprachlich Kiel) beim Vogel. Das Kielbein dient als zentraler Ansatzpunkt der großen Flugmuskulatur und ist daher für Flug, Atmung und Körperhaltung von entscheidender Bedeutung. Frakturen entstehen meist durch Anpralltraumata, Stürze oder Fensterkollisionen.

  38. Kielbeinnekrose Vogel

    Die Kielbeinnekrose bezeichnet das Absterben von Gewebe am Brustbeinkamm (Carina sterni, sogenannter Kiel) von Vögeln. Sie entsteht meist durch chronischen Druck, mangelnde Polsterung oder Durchblutungsstörungen über dem prominenten Knochen und betrifft Haut, Unterhaut sowie im fortgeschrittenen Stadium auch den Knochen selbst.

  39. Kissing Spines Esel

    Kissing Spines (Baastrup-Syndrom, Processus spinosi imminentes) bezeichnet das pathologische Aneinanderstoßen oder Überlappen der Dornfortsätze benachbarter Brust- und Lendenwirbel. Beim Esel tritt diese Erkrankung deutlich seltener auf als beim Pferd, kann aber bei Reit- oder Tragetieren sowie bei Tieren mit ungünstiger Rückenstatik vorkommen. Die enge Lage der Dornfortsätze führt zu Knochenkontakt, Entzündung und Schmerzen im Rückenbereich.

  40. Kissing Spines Pferd

    Kissing Spines (dorsale Spinalprozessberührung) bezeichnet bei Pferden eine Skeletterkrankung, bei der sich die Dornfortsätze der Brustwirbel- oder Lendenwirbelsäule pathologisch berühren oder überlappen. Dies führt zu chronischen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Rittigkeitsproblemen. Die Erkrankung entsteht durch zu geringe Abstände zwischen den Processus spinosi und äußert sich häufig in Rückenverspannungen und Leistungsminderung.

  41. Kissing-Spines-Operation Pferd

    Die Kissing-Spines-Operation ist ein chirurgischer Eingriff beim Pferd, bei dem eng aneinanderstehende oder sich berührende Dornfortsätze der Brust- und Lendenwirbelsäule behandelt werden. Ziel ist es, den schmerzhaften Kontakt zwischen benachbarten Dornfortsätzen zu beseitigen. Der Eingriff kommt zum Einsatz, wenn konservative Therapien nicht ausreichend wirken.

  42. Klauenamputation Kuh

    Die Klauenamputation ist ein chirurgischer Eingriff bei der Kuh, bei dem eine einzelne Klaue (in der Regel die stärker erkrankte Außen- oder Innenklaue) vollständig entfernt wird. Sie kommt als letzte Behandlungsoption bei schweren, nicht mehr konservativ therapierbaren Klauenerkrankungen zum Einsatz, um das betroffene Tier vor anhaltenden Schmerzen zu bewahren und die Nutzungsdauer zu verlängern.

  43. Klauenbadwanne Schaf

    Eine Klauenbadwanne ist ein flaches, wannenartiges Behältnis, das mit einer desinfizierenden oder pflegenden Lösung gefüllt wird und durch das Schafe hindurchlaufen oder in dem sie kurz stehen. Sie dient der Vorbeugung und unterstützenden Behandlung von Klauenerkrankungen wie Moderhinke, Panaritium oder Klauenfäule. Bei Schafen ist sie ein zentrales Werkzeug der Herdenhygiene und ergänzt die orthopädische Klauenpflege.

  44. Klauenbandage Ziege

    Eine Klauenbandage ist eine speziell geformte textile oder elastische Stützvorrichtung, die bei Ziegen zum Schutz und zur Stabilisierung verletzter oder entzündeter Klauen eingesetzt wird. Sie dient der Entlastung, Ruhigstellung und dem Schutz der betroffenen Klaue während des Heilungsprozesses, ohne die Mobilität der Ziege vollständig einzuschränken.

  45. Klauenchirurgie Kuh

    Die Klauenchirurgie umfasst alle chirurgischen Eingriffe an den Klauen der Kuh zur Behandlung von Klauenerkrankungen und -verletzungen. Sie reicht von minimal-invasiven Eingriffen wie der therapeutischen Klauenpflege bis hin zu komplexen Operationen bei eitrigen Entzündungen, Geschwüren oder Klauendefekten. Ziel ist die Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit, Schmerzlinderung und Verhinderung chronischer Lahmheiten.

  46. Klauenfäule Kuh

    Klauenfäule ist eine bakterielle Infektionskrankheit der Klauen bei Rindern, die vor allem das Klauenhorn und das umliegende Gewebe befällt. Sie entsteht meist in feuchten, unhygienischen Stallbedingungen und führt zu schmerzhaften Lahmheiten, die unbehandelt die Stabilität des gesamten Bewegungsapparats der Kuh beeinträchtigen können.

  47. Klauenfäule Schaf

    Klauenfäule (Panaritium, Moderhinke) ist eine hochansteckende bakterielle Erkrankung der Klauen bei Schafen, die durch das Bakterium Dichelobacter nodosus in Kombination mit Fusobacterium necrophorum verursacht wird. Sie führt zu schmerzhaften Entzündungen, Lahmheit und Ablösungen des Klauenhorns und stellt eine der häufigsten Lahmheitsursachen in Schafherden weltweit dar.

  48. Klauengelenksentzündung Stier

    Eine Klauengelenksentzündung (Arthritis der Klauengelenke) ist eine entzündliche Erkrankung der Zehengelenke beim Stier, die häufig durch bakterielle Infektionen, Traumata oder chronische Überlastung entsteht. Sie führt zu schmerzhaften Schwellungen, Lahmheit und eingeschränkter Beweglichkeit. Unbehandelt kann die Entzündung auf Sehnen, Bänder und Knochen übergreifen und die Nutzungsdauer des Tieres erheblich verkürzen.

  49. Klauengeschwür Schaf

    Ein Klauengeschwür beim Schaf ist eine umschriebene, tiefe Gewebsläsion an der Klauensohle oder im Ballenbereich, bei der die Lederhaut freiliegt und sich entzündet. Es entsteht meist durch chronische Druckbelastung, Fehlstellungen oder unzureichende Klauenpflege und führt zu deutlicher Lahmheit. Die Erkrankung ist schmerzhaft und kann ohne Behandlung tiefe Strukturen wie Sehnen, Bänder oder das Klauengelenk einbeziehen.

  50. Klauengeschwür Schwein

    Ein Klauengeschwür ist eine schmerzhafte, oft eitrige Läsion am Klauenhorn oder der Klauensohle beim Schwein, die durch mechanische Belastung, Entzündungen oder Infektionen entsteht. Es führt zu Lahmheit, beeinträchtigt die Beweglichkeit und kann bei unzureichender Behandlung chronisch werden oder systemische Infektionen nach sich ziehen.

  51. Klauengipsverband Kuh

    Ein Klauengipsverband ist ein stabilisierender Verband aus Gips oder modernem Kunstharz, der bei Rindern um die Klaue oder das untere Gliedmaßenende angelegt wird. Er dient der Ruhigstellung bei Verletzungen, Frakturen oder nach Klauenoperationen. Der Verband entlastet die betroffene Klaue und fördert die Heilung von Knochen, Sehnen oder Weichteilen.

  52. Klauenhornriss Ziege

    Ein Klauenhornriss ist eine Spaltbildung oder ein Riss im Horngewebe der Ziegenklaue, der vertikal, horizontal oder schräg verlaufen kann. Diese Verletzung beeinträchtigt die Stabilität und Schutzfunktion der Klaue und kann zu Lahmheit, Schmerzen und Sekundärinfektionen führen. Klauenhornrisse entstehen häufig durch mechanische Überlastung, Fehlstellungen, unsachgemäße Klauenpflege oder Nährstoffmängel.

  53. Klauenhornsäulen Ziege

    Klauenhornsäulen sind säulenartige, verstärkte Hornstrukturen, die sich an der Klaue der Ziege als Reaktion auf lokale Druck- oder Zugbelastung bilden. Sie entstehen meist an der Sohle oder im Übergangsbereich zwischen Sohle und Wand und können die Belastungsverteilung im Klauenapparat verändern. Klauenhornsäulen sind sowohl ein diagnostisches Zeichen für Fehlbelastungen als auch eine mögliche Ursache für Lahmheiten.

  54. Klauenhornsohlengeschwür Schaf

    Ein Klauenhornsohlengeschwür ist eine schmerzhafte Läsion der Klauensohle beim Schaf, bei der das Sohlenhorn beschädigt ist und sich eine Wunde in der Lederhaut bildet. Die Erkrankung entsteht meist durch mechanische Überlastung, mangelhafte Klauenpflege oder ungünstige Haltungsbedingungen und führt zu ausgeprägter Lahmheit.

  55. Klauenhornspalt Ziege

    Ein Klauenhornspalt bei der Ziege ist ein Riss oder Spalt im Hornschuh der Klaue, der längs (vertikal) oder quer (horizontal) verlaufen kann. Er entsteht durch mechanische Überlastung, Hornqualitätsstörungen oder Verletzungen und kann je nach Tiefe bis in die sensible Lederhaut reichen. Klauenhornspalten beeinträchtigen die Stabilität des Klauenschuhs und können zu Lahmheit führen.

  56. Klauenkappe Kuh

    Eine Klauenkappe ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das über die erkrankte oder verletzte Klaue der Kuh gestülpt wird, um sie zu schützen, ruhigzustellen und die Belastung zu reduzieren. Sie wird meist aus Kunststoff oder Gummi gefertigt und dient als temporäre Schutzhülle bei Klauenerkrankungen. Klauenkappen unterscheiden sich vom klassischen Klauenklotz dadurch, dass sie die Klaue vollständig umschließen.

  57. Klauenklotz Kuh

    Ein Klauenklotz ist ein keilförmiges Hilfsmittel aus Holz, Kunststoff oder Gummi, das bei der Kuh auf die gesunde Klaue eines Klauenpaares aufgeklebt wird. Dadurch wird die erkrankte Partnerklaue entlastet und kann ungestört abheilen. Klauenklötze sind ein zentrales Element der modernen funktionellen Klauenpflege beim Rind.

  58. Klauenklotz Stier

    Ein Klauenklotz ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das an einer gesunden Klaue des Stiers aufgeklebt wird, um die kranke Partnerklaue zu entlasten. Durch die Höherstellung der gesunden Klaue trägt diese das Gewicht, während die erkrankte Klaue geschont wird und abheilen kann. Klauenklötze bestehen meist aus Holz, Kunststoff oder Gummi und werden im Rahmen der funktionellen Klauenpflege eingesetzt.

  59. Klauenkorrektur Schaf

    Die Klauenkorrektur beim Schaf bezeichnet das fachgerechte Beschneiden und Formen der Klauen, um Fehlstellungen, Überlängen oder krankhafte Veränderungen zu beheben. Ziel ist die Wiederherstellung einer physiologischen Klauenform und einer gleichmäßigen Belastung der Gliedmaßen. Sie ist sowohl prophylaktische Pflegemaßnahme als auch therapeutischer Eingriff bei Klauenerkrankungen.

  60. Klauenkorrekturschnitt Schaf

    Der Klauenkorrekturschnitt ist eine fachgerechte Beschneidung der Schafklaue, bei der überschüssiges Horn entfernt und die physiologische Klauenform wiederhergestellt wird. Ziel ist eine gleichmäßige Lastverteilung auf beide Klauen sowie die Vermeidung von Fehlstellungen, Lahmheiten und Klauenerkrankungen. Der Schnitt orientiert sich an der natürlichen Anatomie und Statik des Schafhufs.

  61. Klauenlederhautentzündung Kuh

    Die Klauenlederhautentzündung (Pododermatitis) ist eine schmerzhafte Entzündung der sensiblen Lederhaut (Dermis) im Inneren der Rinderklaue. Sie entsteht meist durch mechanische Belastung, Infektionen oder Stoffwechselstörungen und beeinträchtigt die Bewegungsfähigkeit der Kuh erheblich. Unbehandelt kann sie zu chronischen Lahmheiten und dauerhaften Klauenschäden führen.

  62. Klauenpflege-Anguss Kuh

    Ein Klauenpflege-Anguss (auch Klötzchen, Klauenklotz oder Trachtenerhöhung) ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das bei Kühen auf eine gesunde Klaue aufgeklebt wird, um die erkrankte Partnerklaue zu entlasten. Er besteht meist aus Holz, Kunststoff oder Gummi und wird mit speziellem Zwei-Komponenten-Kleber auf der Klauensohle fixiert. Der Anguss hebt die kranke Klaue vom Boden ab und ermöglicht so eine ungestörte Heilung von Sohlengeschwüren, Klauenrehe oder anderen Klauenerkrankungen.

  63. Klauenpflegestand Kuh

    Ein Klauenpflegestand ist eine spezielle Vorrichtung zur sicheren Fixierung von Rindern während der Klauenpflege und -behandlung. Der Stand ermöglicht es, einzelne Gliedmaßen anzuheben und in einer ergonomischen Position zu halten, sodass der Klauenpfleger oder Tierarzt gefahrlos arbeiten kann. Klauenpflegestände sind essentiell für die präventive Klauengesundheit und die Behandlung orthopädischer Probleme bei Kühen.

  64. Klauenpflegestand Schaf

    Ein Klauenpflegestand ist eine spezielle Haltevorrichtung, in der Schafe sicher fixiert werden, um Klauenpflege, Untersuchungen oder Behandlungen am Bewegungsapparat durchzuführen. Das Tier wird dabei meist in Seitenlage oder aufrecht stehend mit Gurten gestützt, sodass alle vier Klauen zugänglich sind. Der Stand entlastet sowohl das Schaf als auch die behandelnde Person und ermöglicht ein präzises, stressärmeres Arbeiten.

  65. Klauenrehe Kuh

    Klauenrehe (Pododermatitis aseptica diffusa) ist eine nicht-infektiöse, schmerzhafte Entzündung der Lederhaut in den Klauen von Rindern. Sie entsteht durch Stoffwechselstörungen, die zu Durchblutungsstörungen in der Klauenlederhaut führen und schwere Lahmheiten sowie langfristige Klauenschäden verursachen können.

  66. Klauenrehe Ziege

    Klauenrehe (Laminitis) ist eine schmerzhafte, meist nichtinfektiöse Entzündung der Klauenlederhaut bei der Ziege. Sie führt zu einer gestörten Durchblutung und Aufhängung des Klauenbeins in der Hornkapsel und kann akut, subklinisch oder chronisch verlaufen.

  67. Klauenrolle Kuh

    Die Klauenrolle bezeichnet bei der Kuh eine gezielte orthopädische Maßnahme an der Klaue, bei der das Tragrandprofil so beschliffen wird, dass der Abrollvorgang erleichtert und schmerzhafte Bereiche entlastet werden. Ziel ist eine biomechanisch günstigere Belastung der Klaue während der Stand- und Bewegungsphase. Die Klauenrolle ist ein zentrales Element der funktionellen Klauenpflege beim Rind.

  68. Klauenrollen Kuh

    Klauenrollen bezeichnet bei der Kuh eine spezielle Form der funktionellen Klauenpflege, bei der die Tragfläche der Klaue so gestaltet wird, dass das Abrollen über die Klauenspitze erleichtert wird. Ziel ist eine physiologische Belastungsverteilung und Entlastung schmerzhafter oder erkrankter Klauenabschnitte. Klauenrollen ist ein zentrales Element der modernen Klauenpflege im Milchvieh- und Mastrinderbereich.

  69. Klauenrollschuh Schaf

    Ein Klauenrollschuh ist eine orthopädische Hilfskonstruktion, die an der Klaue eines Schafes befestigt wird, um die gegenüberliegende, erkrankte oder operierte Klaue zu entlasten. Durch eine erhöhte Sohle mit abgerundeter Abrollkante wird das Gewicht auf die gesunde Klaue verlagert und gleichzeitig ein physiologisches Abrollen beim Gehen ermöglicht.

  70. Klauenrollverband Kuh

    Ein Klauenrollverband ist ein spezieller Verband an der Klaue der Kuh, der so angelegt wird, dass die Abrollbewegung beim Gehen unterstützt und gleichzeitig eine erkrankte Klauenhälfte entlastet wird. Er kombiniert Wundversorgung mit funktioneller Entlastung und wird häufig nach Klauenoperationen oder bei schmerzhaften Klauenerkrankungen eingesetzt.

  71. Klauenrollverband Stier

    Ein Klauenrollverband ist ein speziell modellierter Stützverband an der Klaue eines Stieres, der die Abrollbewegung des Klauenschuhs nachahmt und so die Belastung auf erkrankte oder verletzte Bereiche der Klaue reduziert. Er wird häufig nach Klauenoperationen, bei Sohlengeschwüren oder zur Entlastung einzelner Klauenbereiche eingesetzt. Ziel ist es, dem Tier ein möglichst physiologisches Gangbild trotz Erkrankung zu ermöglichen.

  72. Klauenruptur Schaf

    Eine Klauenruptur beim Schaf bezeichnet einen Riss oder Abriss von Gewebestrukturen im Bereich der Klaue, insbesondere des Klauenhorns, der Lederhaut oder des Aufhängeapparats des Klauenbeins. Sie führt zu akuter Lahmheit und erfordert tierärztliche Abklärung, da sowohl das Horn als auch tieferliegende Strukturen betroffen sein können.

  73. Klauenschuh Kuh

    Ein Klauenschuh ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das auf die gesunde Partnerklaue einer Kuh geklebt wird, um die erkrankte Klaue zu entlasten. Durch das Anheben wird der Bodenkontakt der kranken Klaue reduziert, sodass Druckschmerz vermindert und die Heilung von Klauenerkrankungen unterstützt wird.

  74. Klauenspalt Kuh

    Der Klauenspalt bezeichnet bei der Kuh den anatomischen Zwischenraum zwischen den beiden Hauptklauen (Außen- und Innenklaue) an jedem Fuß. Diese Spalte ist eine natürliche Struktur bei Paarhufern und spielt eine wichtige Rolle für die Klauengesundheit, da sich hier häufig Schmutz, Steine oder Mistpartikel ansammeln können, die zu Entzündungen und Infektionen führen können.

  75. Klauenspaltbandage Stier

    Eine Klauenspaltbandage ist eine speziell entwickelte orthopädische Bandage zur Stabilisierung und Entlastung bei Verletzungen oder Erkrankungen im Klauenspalt (Zwischenklauenspalt) beim Stier. Sie dient der Ruhigstellung, Kompression und Schutzfunktion bei Klauenspaltentzündungen, Phlegmonen oder Dermatitis digitalis, um den Heilungsprozess zu unterstützen und weitere Schädigungen zu verhindern.

  76. Klauenspaltenentzündung Schwein

    Die Klauenspaltenentzündung (Interdigitale Dermatitis) ist eine schmerzhafte Entzündung der Haut im Zwischenklauenspalt beim Schwein. Sie entsteht häufig durch mechanische Reizung, Feuchtigkeit und bakterielle Infektion und führt zu Lahmheit sowie eingeschränkter Mobilität. Unbehandelt kann sie chronisch werden und zu dauerhaften Klauenschäden führen.

  77. Klauenspaltennekrose Ziege

    Klauenspaltennekrose ist eine bakterielle Entzündung im Zwischenklauenspalt der Ziege, bei der es zu nekrotischen (absterbenden) Gewebeveränderungen kommt. Die Erkrankung wird vor allem durch Fusobacterium necrophorum und Treponema spp. verursacht und führt zu schmerzhaften Schwellungen, Lahmheiten und eitrigem Ausfluss zwischen den Klauen.

  78. Klauenspreizer (Alpaka) Alpaka

    Ein Klauenspreizer ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Alpaka zwischen die beiden Zehen (Klauen) eingesetzt wird, um diese in einer physiologisch korrekten Position auseinanderzuhalten. Er wird eingesetzt, wenn die Klauen nicht mehr ausreichend abgespreizt werden oder sich aneinanderreiben und Druckstellen, Entzündungen oder Fehlstellungen entstehen. Das Hilfsmittel unterstützt die natürliche Klauenmechanik und entlastet die Zehenzwischenhaut.

  79. Klauenspreizer-Orthese Lama

    Eine Klauenspreizer-Orthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Lama dazu dient, die beiden Zehen (Klauen) in einer definierten Position zueinander zu halten oder leicht zu spreizen. Sie wird eingesetzt, wenn die Zehen krankheitsbedingt zu eng aneinanderstehen, sich überkreuzen oder eine Fehlstellung im Zehenbereich vorliegt. Ziel ist eine physiologische Lastverteilung auf die Sohlenflächen beider Zehen.

  80. Klauenverband Kuh

    Ein Klauenverband ist eine spezielle Schutzverbandstechnik für die Klauen von Rindern, die nach Verletzungen, Operationen oder bei Klauenerkrankungen zum Einsatz kommt. Er dient der Ruhigstellung, dem Schutz vor Verschmutzung und der Unterstützung des Heilungsprozesses. Der Verband stabilisiert die betroffene Klaue und entlastet sie beim Gehen, während er gleichzeitig Feuchtigkeit und Keime fernhält.

  81. Klauenverband Schwein

    Ein Klauenverband ist ein spezieller Verband, der bei Schweinen zur Versorgung und zum Schutz erkrankter oder verletzter Klauen angelegt wird. Er dient der Wundabdeckung, Druckentlastung und Stabilisierung des Klauenhorns sowie umliegender Gewebestrukturen. Klauenverbände werden häufig in Kombination mit Klauenpflege, Wundbehandlung oder orthopädischen Hilfsmitteln eingesetzt.

  82. Klauenverbandstiefel Kuh

    Ein Klauenverbandstiefel ist ein robuster Schutzstiefel, der über die Klaue und den verbundenen Bereich der Kuh gezogen wird, um Verbände trocken und sauber zu halten. Er schützt die behandelte Klaue vor Feuchtigkeit, Schmutz, Gülle und mechanischer Belastung und unterstützt so die Heilung von Klauenerkrankungen.

  83. Klauenwandriss Schaf

    Ein Klauenwandriss beim Schaf ist ein vertikaler oder horizontaler Spalt in der hornigen Klauenwand, der vom Kronsaum bis zur Tragrandkante reichen kann. Je nach Tiefe betrifft er nur das oberflächliche Horn oder reicht bis in die sensible Lederhaut. Klauenwandrisse können Lahmheiten verursachen und Eintrittspforten für Keime darstellen.

  84. Klebebeschlag Pferd

    Ein Klebebeschlag ist eine Form des Hufbeschlags beim Pferd, bei dem das Hufeisen oder eine Kunststoffversorgung nicht genagelt, sondern mit einem speziellen Kleber an der Hufwand befestigt wird. Diese schonende Methode wird vor allem bei geschädigter Hornwand, Hufrehe, Fohlen oder bei orthopädischen Korrekturen eingesetzt. Der Klebebeschlag schont das Hufhorn und ermöglicht eine flexible, individuelle Versorgung.

  85. Kniegelenksbandage Katze

    Eine Kniegelenksbandage für die Katze ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das das Kniegelenk (Articulatio genus) stabilisiert, entlastet und vor Fehlbelastungen schützt. Sie wird bei Bandverletzungen, postoperativ oder bei chronischen Gelenkerkrankungen eingesetzt und individuell an die zierliche Anatomie der Katze angepasst.

  86. Kniegelenksdysplasie Lama

    Die Kniegelenksdysplasie beim Lama bezeichnet eine angeborene oder früh erworbene Fehlentwicklung des Kniegelenks (Articulatio genus), bei der die knöchernen und weichteiligen Strukturen nicht korrekt zueinander passen. Betroffen sind vor allem die Gleitrinne der Kniescheibe (Trochlea femoris), die Kreuzbänder oder die Menisken. Die Folge sind Instabilität, Fehlbelastung und langfristig degenerative Gelenkveränderungen.

  87. Kniegelenksinstabilität (Alpaka) Alpaka

    Kniegelenksinstabilität bei Alpakas bezeichnet eine pathologische Lockerung oder gestörte Stabilität des Kniegelenks (Articulatio genus), bei der die physiologische Führung durch Bänder, Sehnen, Menisken und Gelenkkapsel beeinträchtigt ist. Dies führt zu abnormalen Bewegungen, Schmerzen und eingeschränkter Belastbarkeit der Hintergliedmaße. Besonders betroffen sind häufig die Kreuzbänder sowie die Kollateralbänder.

  88. Kniekehlenwinkel Hund

    Der Kniekehlenwinkel beschreibt beim Hund den Winkel zwischen Oberschenkel (Femur) und Unterschenkel (Tibia/Fibula) in der Hintergliedmaße, gemessen an der kaudalen (rückwärtigen) Seite des Kniegelenks. Er ist ein wichtiger Parameter zur Beurteilung der Winkelung der Hinterhand und hat direkten Einfluss auf Gangbild, Belastbarkeit und orthopädische Gesundheit.

  89. Knieorthese Hund

    Eine Knieorthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel, das beim Hund das Kniegelenk (Articulatio genus) von außen stabilisiert, führt und entlastet. Sie kommt vor allem bei Bandverletzungen, Instabilitäten oder nach Operationen am Knie zum Einsatz und ersetzt oder ergänzt je nach Indikation eine chirurgische Versorgung.

  90. Knieprothese Hund

    Eine Knieprothese beim Hund ist ein orthopädisches Hilfsmittel oder chirurgisches Implantat, das die Funktion des Kniegelenks ganz oder teilweise ersetzt bzw. stabilisiert. Im orthopädietechnischen Sinne handelt es sich meist um eine Orthese mit Gelenkmechanik, die das Knie führt und entlastet. Im chirurgischen Kontext bezeichnet der Begriff einen künstlichen Gelenkersatz (Total Knee Replacement), der beim Hund nur in spezialisierten Kliniken zum Einsatz kommt.

  91. Kniescheibenluxation Katze

    Die Kniescheibenluxation (Patellaluxation) ist das Herausspringen der Kniescheibe aus ihrer Gleitrinne am Oberschenkelknochen. Bei der Katze tritt sie meist als mediale (nach innen gerichtete) Luxation auf, kann aber auch lateral (nach außen) verlaufen. Sie kann angeboren oder traumatisch bedingt sein und beeinträchtigt die Funktion des Kniegelenks erheblich.

  92. Knochenzyste Pferd

    Eine Knochenzyste ist ein flüssigkeits- oder bindegewebsgefüllter Hohlraum im Knochen, der beim Pferd vor allem in Gelenknähe auftritt. Am häufigsten sind subchondrale Knochenzysten, die direkt unter dem Gelenkknorpel liegen und zu Lahmheiten führen können. Sie zählen zum Formenkreis der Osteochondrose (OCD) und betreffen häufig junge Pferde im Wachstum.

  93. Knöcherne Zubildung Katze

    Knöcherne Zubildungen sind pathologische Knochenneubildungen, die bei Katzen als Reaktion auf chronische Reizungen, Entzündungen, Traumata oder degenerative Gelenkerkrankungen entstehen. Diese Zubildungen, auch Exostosen oder Osteophyten genannt, verändern die normale Knochenkontur und können Gelenkfunktionen beeinträchtigen sowie Schmerzen verursachen.

  94. Kollateralbandruptur Katze

    Eine Kollateralbandruptur bei der Katze bezeichnet den vollständigen oder teilweisen Riss der seitlichen Bänder eines Gelenks. Diese Bänder stabilisieren das Gelenk gegen seitliches Aufklappen und sind besonders am Sprunggelenk, Kniegelenk und Karpalgelenk klinisch bedeutsam. Der Riss führt zu Instabilität, Schmerz und einer deutlichen Funktionseinschränkung der betroffenen Gliedmaße.

  95. Kompressionsbandage Alpaka

    Eine Kompressionsbandage ist ein elastisches Hilfsmittel, das durch gleichmäßigen Druck auf Gewebe, Gelenke oder Gliedmaßen wirkt. Beim Alpaka wird sie eingesetzt, um Schwellungen zu reduzieren, die Durchblutung zu fördern und Weichteilstrukturen nach Verletzungen oder Operationen zu stabilisieren. Sie ist Teil der konservativen Versorgung am Bewegungsapparat und ergänzt tierärztliche oder physiotherapeutische Maßnahmen.

  96. Kongenitales Hyperostose-Syndrom Schwein

    Das Kongenitale Hyperostose-Syndrom ist eine angeborene Erkrankung beim Ferkel, bei der es zu einer übermäßigen Knochenneubildung (Hyperostose) an den Gliedmaßen kommt, meist an den Vorderbeinen. Die betroffenen Tiere zeigen verdickte, steife Beine und können nicht oder nur eingeschränkt aufstehen. Die Erkrankung wird autosomal-rezessiv vererbt und tritt typischerweise innerhalb eines Wurfes auf.

  97. Kotbeinbruch Lama

    Ein Kotbeinbruch (auch Kotflügelbruch) bezeichnet beim Lama eine Fraktur im Bereich des Hüfthöckers (Tuber coxae), also des seitlich am Becken hervorstehenden Knochenvorsprungs. Die Verletzung entsteht meist durch stumpfe Gewalteinwirkung wie Stürze, Tritte oder Zusammenstöße im Stall. Charakteristisch ist eine sichtbare Asymmetrie der Beckenkontur mit abgesenkter Hüftseite.

  98. Kotflügelorthese für Sprunggelenk Lama

    Eine Kotflügelorthese für das Sprunggelenk ist eine seitlich umfassende, schalenförmige Orthese, die das Tarsalgelenk (Sprunggelenk) des Lamas stabilisiert und vor seitlichem Wegknicken schützt. Die Bauform erinnert an einen Kotflügel, der das Gelenk wie eine schützende Hülle umgibt und gleichzeitig die Beweglichkeit in der Sagittalebene erlaubt. Beim Lama kommt sie vor allem bei Bandinstabilitäten, nach Verletzungen oder bei Achsfehlstellungen zum Einsatz.

  99. Kötheim-Eisen Kuh

    Das Kötheim-Eisen (auch Köttheim-Eisen) ist ein spezielles Klauenbeschlag-Element aus dem Bereich der Rinderorthopädie. Es handelt sich um eine metallische Stützplatte, die unter die erkrankte Klaue der Kuh angebracht wird, um diese zu entlasten und die gesunde Nachbarklaue tragen zu lassen. Eingesetzt wird es bei schweren Klauenerkrankungen, wenn herkömmliche Klotzbehandlungen nicht ausreichen.

  100. Koxofemorale Luxation Katze

    Die koxofemorale Luxation bezeichnet eine Ausrenkung (Luxation) des Hüftgelenks, bei der der Oberschenkelkopf (Femur) aus der Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) herausrutscht. Bei Katzen tritt diese Verletzung typischerweise traumatisch nach Stürzen aus großer Höhe, Verkehrsunfällen oder massiver stumpfer Gewalteinwirkung auf. Die Luxation führt zu sofortiger Lahmheit und erfordert schnelle tierärztliche Behandlung, da unbehandelt chronische Schmerzen und Funktionsverlust drohen.

  101. Krallenabriss Wildtier

    Ein Krallenabriss bezeichnet das teilweise oder vollständige Ausreißen einer Kralle oder Klaue aus dem Krallenbett. Bei Wildtieren entsteht die Verletzung häufig durch Hängenbleiben in Zäunen, Fallen, Geäst oder durch Stürze. Die Verletzung ist schmerzhaft, blutet meist stark und kann das Tier in seiner Fortbewegung erheblich einschränken.

  102. Krallenamputation Hund

    Die Krallenamputation beim Hund bezeichnet die chirurgische Entfernung einer oder mehrerer Krallen, meist einschließlich des Krallenbeins (Endphalanx, P3). Sie wird ausschließlich aus medizinischer Indikation durchgeführt, etwa bei Tumoren, schweren Verletzungen oder chronischen Entzündungen. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose durch den Tierarzt.

  103. Krallendeformation Lama

    Krallendeformation beim Lama bezeichnet krankhafte Veränderungen der Zehennägel (Krallen), die durch Wachstumsstörungen, falsche Haltung oder mangelnde Pflege entstehen. Die häufigste Form ist das übermäßige Längenwachstum mit Verbiegungen, das zu Fehlstellungen der Zehen und Lahmheiten führt. Krallendeformationen beeinträchtigen die Gewichtsverteilung und können chronische Gelenkprobleme verursachen.

  104. Krallendeformation Vogel

    Als Krallendeformation bezeichnet man die krankhafte Veränderung von Form, Länge oder Wachstumsrichtung der Vogelkralle. Sie kann angeboren oder erworben sein und betrifft einzelne oder mehrere Zehen. Unbehandelt beeinträchtigt sie den Stand, den Griff um die Sitzstange und das gesamte Bewegungsverhalten des Vogels.

  105. Krallenfehlstellung Meerschweinchen

    Eine Krallenfehlstellung beim Meerschweinchen bezeichnet eine abnorme Form, Länge oder Wuchsrichtung der Krallen, die das normale Auftreten und die Belastung der Pfoten beeinträchtigt. Sie entsteht häufig durch fehlenden Abrieb, falsche Haltungsbedingungen oder Grunderkrankungen des Bewegungsapparats. Unbehandelt kann sie zu Schmerzen, Gelenkfehlbelastungen und Sekundärerkrankungen wie Pododermatitis führen.

  106. Krallenkapselriss Lama

    Ein Krallenkapselriss beim Lama bezeichnet einen Längs- oder Querriss in der hornigen Krallenkapsel, die die Zehenspitze umgibt. Solche Risse können oberflächlich bleiben oder bis in die sensible Lederhaut reichen und zu Lahmheit, Infektionen sowie Instabilität der gesamten Zehe führen.

  107. Krallenkürzung Meerschweinchen

    Die Krallenkürzung beim Meerschweinchen ist das fachgerechte Einkürzen der Krallen, um eine gesunde Stellung der Zehen, Pfoten und Gliedmaßen zu erhalten. Da Meerschweinchen ihre Krallen in menschlicher Obhut meist nicht ausreichend abnutzen, ist regelmäßiges Schneiden notwendig, um Fehlbelastungen und Folgeerkrankungen am Bewegungsapparat zu vermeiden.

  108. Krallenschere Kaninchen

    Eine Krallenschere ist ein speziell geformtes Pflegewerkzeug zum Kürzen der Krallen bei Kaninchen. Sie ermöglicht durch ihre Klingenform einen sauberen, splitterfreien Schnitt und ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Vorbeugung von Fehlstellungen und Haltungsschäden des Bewegungsapparates.

  109. Kreuzbandriss

    Der Kreuzbandriss bezeichnet die teilweise oder vollständige Ruptur des vorderen Kreuzbandes ( Ligamentum cruciatum craniale ) im Kniegelenk (Stiftelgelenk) des Hundes. Das Kreuzband verbindet Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbeinknochen (Tibia) und stabilisiert das Gelenk gegen Vorwärtsverschiebung der Tibia sowie gegen Verdrehung. Beim Hund handelt es sich selten um ein akutes Trauma: häufiger liegt eine schleichende Degeneration des Bandes zugrunde, die schließlich zur Ruptur führt.

  110. Kreuzbandriss Hund

    Der Kreuzbandriss beim Hund bezeichnet die teilweise oder vollständige Ruptur des vorderen (häufiger) oder hinteren Kreuzbandes im Kniegelenk. Diese Verletzung führt zu einer pathologischen Instabilität des Kniegelenks und ist eine der häufigsten orthopädischen Erkrankungen beim Hund, die oft eine chirurgische Versorgung und anschließende orthopädische Unterstützung erfordert.

  111. Kreuzbandruptur Katze

    Eine Kreuzbandruptur bei der Katze ist ein Riss eines oder beider Kreuzbänder im Kniegelenk (Articulatio genus), meist des vorderen Kreuzbandes (Ligamentum cruciatum craniale). Im Gegensatz zum Hund tritt diese Verletzung bei Katzen deutlich seltener auf und ist meist traumatisch bedingt, etwa durch Stürze aus großer Höhe, Verkehrsunfälle oder Sprünge mit ungünstiger Landung. Die Ruptur führt zu einer Instabilität des Kniegelenks mit Schmerzen und Lahmheit.

  112. Kreuzbandruptur Stier

    Eine Kreuzbandruptur beim Stier ist der teilweise oder vollständige Riss eines der Kreuzbänder im Kniegelenk (Articulatio genus), meist des vorderen (kranialen) Kreuzbandes. Sie führt zu einer Instabilität des Kniegelenks und ist beim Stier aufgrund des hohen Körpergewichts eine ernsthafte orthopädische Erkrankung, die zu plötzlicher, hochgradiger Lahmheit der betroffenen Hintergliedmaße führt.

  113. Kreuzbandteilruptur Hund

    Eine Kreuzbandteilruptur beim Hund bezeichnet den unvollständigen Riss des vorderen Kreuzbandes (Ligamentum cruciatum craniale) im Kniegelenk. Dabei ist nur ein Teil der Bandfasern zerrissen, während der übrige Anteil noch intakt ist. Sie gilt als häufige Vorstufe zur vollständigen Ruptur und ist eine der häufigsten orthopädischen Erkrankungen der Hinterhand beim Hund.

  114. Kreuzbeinfraktur Katze

    Eine Kreuzbeinfraktur (Fraktur des Os sacrum) bezeichnet den Knochenbruch des Kreuzbeins, das bei der Katze zwischen den Lendenwirbeln und der Schwanzwirbelsäule liegt und Teil des Beckenrings ist. Bei Katzen entsteht diese Verletzung meist durch stumpfe Gewalteinwirkung wie Stürze aus großer Höhe (High-Rise-Syndrom) oder Verkehrsunfälle. Da im Kreuzbein wichtige Nervenwurzeln für Blase, Mastdarm und Hintergliedmaßen verlaufen, sind neurologische Ausfälle eine häufige Begleiterscheinung.

  115. Kreuzverschlag Pferd

    Der Kreuzverschlag (Myopathie, Rhabdomyolyse) ist eine akute Muskelerkrankung des Pferdes, bei der es zu einem schmerzhaften Zerfall von Muskelzellen vor allem in der Kruppen- und Rückenmuskulatur kommt. Er tritt häufig in Verbindung mit Belastung, Stoffwechselstörungen oder Fütterungsfehlern auf und stellt einen tiermedizinischen Notfall dar.

  116. Kronbein Pferd

    Das Kronbein (Os coronale, Phalanx media) ist der mittlere der drei Zehenknochen des Pferdes und liegt zwischen Fessel- und Hufbein. Es ist ein kurzer, würfelförmiger Knochen, der teilweise im Hufschuh verborgen liegt und maßgeblich an der Bewegung des Hufgelenks beteiligt ist. Das Kronbein überträgt die Last vom Fesselbein auf das Hufbein und ist ein zentrales Element der Pferdezehe.

  117. Kronbeinfraktur Pferd

    Eine Kronbeinfraktur ist ein Bruch des Kronbeins (Os coronale, zweites Zehenglied) beim Pferd. Das Kronbein ist ein zentraler Knochen im Hufbereich zwischen Fesselbein und Hufbein, der erheblichen Belastungen ausgesetzt ist. Kronbeinfrakturen gehören zu den schwerwiegenden orthopädischen Verletzungen beim Pferd und können die sportliche Karriere beenden oder eine intensive Rehabilitation erfordern.

  118. Krongelenk Pferd

    Das Krongelenk (Articulatio interphalangea proximalis) ist das mittlere Zehengelenk des Pferdes, das zwischen dem Fesselbein (Phalanx proximalis) und dem Kronbein (Phalanx media) liegt. Es ermöglicht die Beugung und Streckung des Zehs und ist entscheidend für die Stoßdämpfung und Beweglichkeit der Gliedmaße. Aufgrund der enormen Belastungen, denen es ausgesetzt ist, ist das Krongelenk anfällig für Verletzungen, Entzündungen und degenerative Erkrankungen.

  119. Krongelenksarthrose Pferd

    Krongelenksarthrose ist eine chronische, degenerative Erkrankung des Krongelenks (Articulatio interphalangea proximalis) beim Pferd, bei der Gelenkknorpel und angrenzende Knochenstrukturen fortschreitend geschädigt werden. Umgangssprachlich wird sie auch als Ringbein bezeichnet und zählt zu den häufigen Ursachen chronischer Lahmheiten bei Sport- und Freizeitpferden. Betroffen sind vor allem die vorderen Gliedmaßen, seltener die Hinterbeine.

  120. Krongelenkschale Pferd

    Die Krongelenkschale ist eine chronische, degenerative Erkrankung des Krongelenks (Articulatio interphalangea proximalis) beim Pferd, bei der sich knöcherne Zubildungen (Exostosen) am Gelenkrand bilden. Sie zählt zu den arthrotischen Veränderungen der unteren Gliedmaße und führt häufig zu Lahmheit. Betroffen sind das Kron- und das Kronbein, also der Bereich zwischen Fessel- und Hufgelenk.

  121. Kronrandverletzung Pferd

    Eine Kronrandverletzung beim Pferd ist eine Schädigung des Kronsaums: also jener empfindlichen Übergangszone zwischen Haut und Hufhorn, in der das Hornwachstum gebildet wird. Da hier die hornbildenden Zellen liegen, können Verletzungen dieses Bereichs langfristige Auswirkungen auf Hufqualität und Wachstum haben. Häufige Ursachen sind Tritte, Schnittwunden, Trachtenverletzungen oder das Eintreten in scharfkantige Gegenstände.

  122. Kronsaumverletzung Kuh

    Eine Kronsaumverletzung bei der Kuh ist eine Beschädigung des Kronsaums: jenes empfindlichen Übergangsbereichs zwischen behaarter Haut und Klauenhorn, in dem neues Horn gebildet wird. Verletzungen in dieser Zone können zu Hornwachstumsstörungen, Infektionen und langfristigen Klauenproblemen führen. Sie zählen zu den ernsten Klauenerkrankungen im Rinderbestand.

  123. Krückenwagen Hund

    Ein Krückenwagen ist eine spezielle Form des Hunderollwagens, der dem Tier bei eingeschränkter Geh- oder Stützfunktion einer oder mehrerer Gliedmaßen als mobile Stütze dient. Anders als ein klassischer Rollwagen, der gelähmte Beine vollständig ersetzt, entlastet der Krückenwagen einzelne Gliedmaßen, lässt sie aber: soweit möglich: am Boden mitarbeiten. Er fungiert damit als bewegliche Gehhilfe ähnlich einer Krücke beim Menschen.

  124. Krückstockzehe Vogel

    Die Krückstockzehe ist eine Zehenfehlstellung bei Vögeln, bei der eine oder mehrere Zehen in einem oder mehreren Gelenken dauerhaft abgeknickt oder verkrümmt sind und an einen Krückstock erinnern. Sie tritt vor allem bei Jungvögeln aus Handaufzuchten oder bei Ziervögeln in ungeeigneter Haltung auf. Die Fehlstellung beeinträchtigt Greif-, Steh- und Sitzfunktion des betroffenen Fußes.

  125. Kupferdefizienz-Myelopathie Alpaka

    Die Kupferdefizienz-Myelopathie ist eine neurologische Erkrankung des Rückenmarks, die durch einen chronischen Mangel an Kupfer im Organismus entsteht. Bei Alpakas führt der Kupfermangel zu einer gestörten Myelinbildung in den langen Rückenmarksbahnen und äußert sich in fortschreitenden Bewegungsstörungen, insbesondere in der Hinterhand.

  126. Kupfermangel-Osteopathie Schaf

    Die Kupfermangel-Osteopathie ist eine Skeletterkrankung beim Schaf, die durch einen langfristigen Mangel an Kupfer im Organismus entsteht. Sie führt zu gestörter Knochenbildung, brüchigen Knochen und Wachstumsstörungen, besonders bei Lämmern. Häufig tritt sie in Regionen mit kupferarmen Böden oder bei erhöhter Aufnahme von Kupfer-Antagonisten wie Molybdän und Schwefel auf.

  127. Kupferspeicherkrankheit Schaf

    Die Kupferspeicherkrankheit (chronische Kupfervergiftung) beim Schaf ist eine Stoffwechselstörung, bei der sich Kupfer über längere Zeit in der Leber anreichert und schließlich schlagartig ins Blut freigesetzt wird. Schafe sind aufgrund ihres geringen Kupferausscheidungsvermögens besonders empfindlich. Die Erkrankung führt zu massiver Hämolyse, Leberschäden und häufig zum Tod.

  128. Kyphose Kaninchen

    Die Kyphose bezeichnet eine pathologische Verstärkung der physiologischen Krümmung der Wirbelsäule nach dorsal (zum Rücken hin), umgangssprachlich auch als Rundrücken bezeichnet. Bei Kaninchen tritt diese Verkrümmung meist im thorakalen oder thorakolumbalen Bereich auf und kann durch verschiedene Erkrankungen des Skeletts, neurologische Störungen oder chronische Schmerzzustände verursacht werden.

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